Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Auf Gott vertrauen – einen neuen Anfang wagen
- Beten und Meditieren
- Erfahrungen mit Gott – Die Heilige Schrift
- Jesus im Blickwinkel seiner Zeit und Umwelt
- Leben in der Pfarrgemeinde – Eingebundensein in die Kirche
- Im Takt der Zeit – seinen Rhythmus finden
- Gott nahe sein
- Glaubensgestalten des Alten Testaments
- Gottes Geist bewegt – Von der Jesusbewegung zur Kirche
- Judentum – Gott lieben mit ganzem Herzen
- Auf dem Weg – Gott suchen und finden
- Biblische Weisungen – Orientierung für ein gelingendes Leben
- Jesu Botschaft vom Reich Gottes
- Ökumene – Verbindendes führt zusammen!
- Islam – Hingabe an Gott
- Sexualität als Ausdruck personaler Liebe
- Von Gott in Bildern sprechen
- Prophetinnen und Propheten
- Jesus Christus – das Sakrament Gottes
- Hinduismus und Buddhismus
- Verantwortlich handeln – Gewissen, Schuld und Versöhnung
- Warum es uns gibt – Antworten des Schöpfungsglaubens
- Jesus Christus – Der Erstgeborene von den Toten
- Kirche in der Zeit – Licht und Schatten
- Sinn und Sehnsucht – Orientierung in der Vielfalt
- Grenzen erkennen – auf der Suche nach dem rechten Maß
- Wo ist nun dein Gott? – Anfragen und Erfahrungen
- Jesus Christus – Fragen und Bekenntnis
- Kirche in der Welt – Christsein heute
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufe 5
- 1tauschen sich über ihre Stärken und Schwächen aus, um sich selbst und die anderen kennenzulernen sowie die Bedeutung der persönlichen Begabungen wertzuschätzen.
- 2bringen ihre Hoffnungen, aber auch Ängste und Verunsicherungen angesichts des Schulwechsels zum Ausdruck und gehen dabei achtsam und wertschätzend mit persönlichen Äußerungen um.
- 3erläutern, was Vertrauen für den Einzelnen und die Gemeinschaft bedeutet, und nehmen die Fähigkeit zu vertrauen als ein Geschenk wahr.
- 4geben die Abrahamsgeschichte in Grundzügen wieder, deuten sie als Erzählung von Glaubenserfahrungen des Volkes Israel und illustrieren ihren Charakter als Vertrauens- und Entscheidungsgeschichte.
- 1gestalten kreativ und meditativ Gebetsformen.
- 2erkennen, dass Gottes Ruf unserem Gebet vorausgeht, und entwickeln daraus eine Haltung der Offenheit und Dankbarkeit.
- 3entdecken im Vorbild betender Menschen, wie sich ihnen Gott in allen Lebenslagen zuwendet, erschließen Gebetstexte und -haltungen und drücken sich selbst im Gebet aus.
- 4tauschen sich über die Frage aus, ob Gott unsere Gebete erhört, und entdecken die Grundhaltung des Gottvertrauens jenseits des eigenen Wunschdenkens.
- 5zeigen an biblischen Texten und ausgewählten Gebeten auf, dass die Aufforderung Jesu zum Beten mit dem Aufruf zu verantwortlichem Handeln verbunden ist.
- 1nehmen die Bibel als besonderes Buch der Weltliteratur sowie als Ur-Kunde des Glaubens und Heilige Schrift wahr und bringen dies gestalterisch zum Ausdruck.
- 2beschreiben wesentliche Etappen der Entstehungsgeschichte der Bibel, stellen ihre Gliederung in Grundzügen dar und ordnen wichtige Bücher den einzelnen Schriftengruppen zu.
- 3finden und zitieren Bibelstellen selbständig unter Verwendung der Abkürzungen biblischer Bücher sowie weiterer Hilfsmittel.
- 4erschließen mithilfe altersgerechter Methoden sowie unter Berücksichtigung der jeweils vorliegenden Sprachform biblische Texte zu Gotteserfahrungen in Grundsituationen menschlichen Daseins und beziehen die gewonnenen Aussagen ansatzweise auf ihr eigenes Leben.
- 1stellen Lebensbedingungen und politische Lage in Palästina zur Zeit Jesu dar.
- 2skizzieren in groben Zügen zentrale Stationen im Leben Jesu und übertragen bedeutsame Orte seines Wirkens auf eine Karte.
- 3geben Auskunft über wichtige religiöse Gruppierungen zur Zeit Jesu und tauschen sich über deren Standpunkte zu zentralen theologischen Fragestellungen aus.
- 4erläutern und belegen anhand biblischer Texte, dass Jesus in jüdischer Frömmigkeit aufwuchs.
- 5entfalten in Grundzügen Jesu neue Gesetzesinterpretation sowie sein Handeln aus Vollmacht, erkennen, dass dies zu Konflikten führte, und entwickeln einen eigenen Standpunkt dazu.
- 1erkunden einen Kirchenraum und beschreiben dessen Bedeutung für das Gemeindeleben einer Pfarrei und die Glaubenspraxis einzelner Christen.
- 2erklären Baustile sowie Ausstattungsmerkmale von Kirchengebäuden und erläutern die Bedeutung wichtiger Symbole und liturgischer Gegenstände.
- 3stellen die Vielfalt der Ämter, Dienste und Aktivitäten einer Pfarrgemeinde dar, deuten sie als Ausdruck einer lebendigen Glaubenspraxis und werden dadurch ermutigt, das Gemeindeleben mitzugestalten.
- 4erkennen anhand diözesaner Strukturen, dass die Pfarrei Teil eines Bistums ist, und stellen überblickartig die Gliederung der katholischen Kirche in Bayern dar.
- 5skizzieren den Aufbau der katholischen Kirche und verstehen ansatzweise Kirche als Zeichen und Werkzeug der Gemeinschaft Gottes mit den Menschen.
Jahrgangsstufe 6
- 1reflektieren die persönliche Zeitgestaltung, entdecken strukturierende Rituale und formulieren Kriterien für einen sinnvollen Umgang mit der Zeit und mit Medien.
- 2tauschen sich im Wissen um wesentliche Elemente eines Festes über ihre Erfahrungen mit Feiern als Gemeinschaftserlebnisse aus und erkennen deren Bedeutung für ihr Leben.
- 3verstehen das Kirchenjahr in seiner Bedeutung sowie Struktur und erschließen dabei die biblischen Bezüge einzelner Feste.
- 4erläutern den Sinn von Bräuchen zu ausgewählten Festzeiten und gestalten zugehörige Symbole auf vielfältige Weise.
- 5erklären die Bedeutung des Sonntags als Tag der Ruhe sowie christlichen Höhepunkt der Woche, an dem die Gemeinde in Erinnerung an Ostern Eucharistie feiert.
- 1stellen zentrale heilige Orte anderer Religionen als Ausdruck menschlicher Sehnsucht nach dem Göttlichen dar.
- 2erklären am Beispiel des Volkes Israels, dass sichtbare Orte der Gegenwart Gottes notwendig sind, obwohl Gott allgegenwärtig ist.
- 3verstehen, dass Christen Gott in Jesus Christus begegnen, und zeigen Möglichkeiten auf, wie Menschen ihn erfahren können.
- 4beschreiben biblische Erinnerungsorte als Möglichkeit, den Glauben sinnlich zu erfahren, und erläutern deren Bedeutung für das Christentum.
- 1nehmen den biblischen David als Sieger und Sünder wahr, erläutern die Größe und Grenzen eines von Gott Gesalbten und diskutieren über den richtigen Umgang mit Macht.
- 2beschreiben am Beispiel des Propheten Jona die Schwierigkeit, den Ruf Gottes anzunehmen und sich mutig darauf einzulassen; sie versetzen sich in die Lage Jonas und vergleichen es mit eigenen Handlungsmustern.
- 3zeigen anhand der Tobit-Erzählung, dass Gott dem Menschen Begleiter sein will, von ihm aber auch gerechtes und barmherziges Handeln erwartet.
- 4verstehen und deuten biblische Texte als Zeugnisse, die in spezifisch religiöser Sprache Grundsätzliches über den Menschen aussagen wollen.
- 1deuten Tod, Auferstehung und Geistsendung als Ursprungsereignisse der Kirche und beschreiben deren Auswirkungen auf das Leben und Wirken der ersten Christengemeinden.
- 2erkennen anhand der Erzählungen von der Urkirche, wie Begeisterte durch ihr Bekenntnis zum Auferstandenen andere Menschen begeistern und ermutigen.
- 3verstehen Paulus als Menschen, den die Begegnung mit Christus radikal verändert hat, und stellen sein missionarisches Wirken in Grundzügen dar.
- 4stellen exemplarisch die historischen Etappen des Christentums von der verfolgten Religion zur Staatsreligion dar.
- 5erklären anhand ausgewählter Stationen der Missionierung Europas, welche Bedeutung das Mönchtum für die Ausbreitung des Christentums hatte.
- 1benennen Spuren jüdischen Denkens und Lebens in ihrer näheren Umgebung und nehmen dadurch die Präsenz des Judentums in unserer Kultur wahr.
- 2stellen jüdische Feste und Bräuche im Lebens- und Jahreskreis dar und entdecken in der Vielfalt der jüdischen Feiern den frommen Ausdruck gelebten Glaubens an den einen Gott.
- 3erläutern die Ausstattung und die Bedeutung der Synagoge für das jüdische Gemeindeleben und stellen die besondere Bedeutung der Tora für den jüdischen Glauben dar.
- 4formulieren anhand alttestamentlicher Texte zentrale Aussagen des jüdischen Glaubens, zeigen Respekt vor der Eigenart der jüdischen Glaubenshaltung und erläutern jüdische Wurzeln des Christentums.
- 5zeigen anhand markanter Ereignisse aus der jüdischen Geschichte die Notwendigkeit von Erinnerung und Dialog mit dem Judentum auf und treten für Religionsfreiheit ein.
Jahrgangsstufe 7
- 1verstehen die Pubertät als Phase der Identitätssuche, reflektieren sowohl über ihr bisheriges als auch zukünftiges Leben und diskutieren die Bedeutung von konkreten Hilfen und Begleitern auf ihrem Lebensweg.
- 2deuten die Pilgerschaft als christliches Bild für den Lebensweg mit und zu Gott und erörtern, inwiefern Gott ein Begleiter sein kann.
- 3erläutern und beurteilen Angebote der Kirche für die Jugend, um die Bedeutung christlicher Gemeinschaft und Spiritualität zu erfassen.
- 4nehmen säkulare Kulte als Suche nach Transzendenz wahr und vergleichen Ausdrucksformen sowie Inhalte säkularer Religiosität mit der christlichen Spiritualität.
- 5zeigen an Lebensbildern ungewöhnlicher Gottsucher auf, wie unterschiedlich die Nachfolge Christi sein kann, und beschreiben Möglichkeiten der Gottsuche im Alltag.
- 1erklären den Zusammenhang zwischen dem Exodusgeschehen als zentraler Befreiungserfahrung des Volkes Israel und den Weisungen Gottes im Dekalog.
- 2beurteilen die Bedeutung der Zehn Gebote als persönliche Orientierungshilfe und Grundlage menschlichen Zusammenlebens.
- 3benennen zentrale ethische Weisungen der Bergpredigt, setzen sie in Beziehung zur Reich-Gottes-Botschaft Jesu und diskutieren die „Radikalität" ihrer Botschaft.
- 4verstehen und erläutern das Liebesgebot als Zusammenfassung der biblisch-ethischen Weisungen und präsentieren Beispiele, wie es sich in einer lebendigen Gottesbeziehung sowie in der Zuwendung gegenüber Mitmenschen entfaltet.
- 5illustrieren an Fallbeispielen, inwiefern das Liebesgebot als Verhaltensleitlinie in Konfliktsituationen dienen kann, und erweitern dadurch ihre Fähigkeiten, Konflikte friedlich zu lösen.
- 1erläutern anhand ausgewählter biblischer Texte zentrale Aspekte der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu Christi und legen dabei das Herausfordernde dieser Botschaft dar.
- 2zeigen an ausgewählten Beispielen, dass Jesus sich in besonderer Weise ausgegrenzten Menschen zugewandt und deren Leben verändert hat.
- 3setzen die Reich-Gottes-Botschaft in Beziehung zu ihrem Leben, deuten sie als Lebensperspektive und gestalten kreative Hoffnungsbilder.
- 4präsentieren exemplarisch Lebensbilder von Menschen oder Wendepunkte in der Geschichte vor dem Hintergrund der Reich-Gottes-Botschaft.
- 5skizzieren Möglichkeiten, ihren Glauben in Wort und Tat zu bezeugen, um am Reich Gottes mitzubauen.
- 1beschreiben die spezifischen Ausprägungen der römisch-katholischen und evangelischen Konfession.
- 2erläutern das Hauptanliegen der Reformation, einen gnädigen Gott zu finden, und skizzieren den Weg zur Konfessionalisierung und deren Folgen.
- 3stellen am Beispiel der Differenzierung in Ost- und Westkirche vielfältige Formen gelebten Christentums dar.
- 4erklären Verbindendes in den christlichen Konfessionen und zeigen anhand der biblischen Weisung, „eins zu sein", Möglichkeiten zu gelebter Ökumene vor Ort auf.
- 1erläutern Merkmale der islamischen Glaubenspraxis und begegnen Muslimen und deren Form der Religionsausübung mit Achtung und Respekt.
- 2stellen das Leben Muhammads und seine Bedeutung für den Islam in Grundzügen dar, geben wichtige Daten zur Entstehung und zum Inhalt des Korans wieder und zeigen dessen Stellenwert für Muslime auf.
- 3beschreiben grundlegende Ausstattungsmerkmale einer Moschee und erklären ihre Bedeutung für die muslimische Gebetspraxis.
- 4vergleichen zentrale Aspekte des islamischen und christlichen Glaubens und erkennen dabei, dass Dialog und Verständigung möglich sind.
- 5nehmen Konfliktpotenziale und Beispiele einer friedlichen Koexistenz zwischen christlich und islamisch geprägten Kulturen wahr und setzen sich dabei mit religiösen Vorurteilen auseinander.
Jahrgangsstufe 8
- 1formulieren Wünsche und Erfahrungen zu den Themen „Mädchen-/Jungesein" und „Umgang mit dem anderen Geschlecht", um sich ihrer Individualität bewusst zu werden.
- 2nehmen die sich verändernden Beziehungsstrukturen in den Phasen der Liebe in der Spannung von Gelingen und Scheitern wahr und setzen sich mit Konfliktlösungsmodellen auseinander.
- 3erschließen sowohl biblische als auch kirchliche Aussagen zu Liebe und Sexualität und erläutern deren Grundaussagen: die Bedeutung personaler Liebe und den Geschenkcharakter des innigen Miteinanders.
- 4beschreiben den Wert christlich gelebter Sexualität und reflektieren dabei, dass neben der Zeugung neuen Lebens auch die Stiftung von Beziehung Urgrund der Sexualität ist.
- 5tauschen sich vor dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes über fragwürdige Formen des Umgangs mit Sexualität in unserer Gesellschaft aus und benennen Hilfsangebote.
- 1beschreiben in Grundzügen, wie sich Gottesbilder sowohl im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung als auch der Geschichte wandeln, und erkennen, dass auch ihr eigenes Bild von Gott dynamisch und unabschließbar ist.
- 2erläutern, warum jede Rede und jede Vorstellung von Gott nur analog zu verstehen ist, und begreifen so den Sinn des Bilderverbotes in manchen Religionen.
- 3entdecken und beschreiben in der Auseinandersetzung mit alt- und neutestamentlichen Texten das biblische Bild eines Gottes, der die Begegnung mit Menschen sucht und sich in Jesus Christus mitteilt.
- 4reflektieren unterschiedliche Darstellungen des drei-einen Gottes aus der Kunst, deuten deren Glaubensbotschaft und formulieren eigene Bekenntnisse.
- 5erschließen Aussagen über Gott in christlichen Gebeten und suchen eigene Wege des Sprechens mit Gott.
- 6nehmen an Beispielen aus Musik, Film oder Literatur das Ringen um das angemessene Sprechen von Gott wahr und drücken ihre Vorstellungen kreativ aus.
- 1beschreiben wesentliche Merkmale der alttestamentlichen Prophetie und ordnen wichtige Vertreter in den historischen Kontext ihres Auftretens ein.
- 2deuten ausgewählte Berufungsgeschichten von Propheten als Beauftragung und Ermutigung durch Gott und beziehen deren Aussagen auf eigene Erfahrungen.
- 3analysieren prophetische Reden aus dem Alten Testament unter Beachtung der jeweiligen Sprachform, interpretieren sie vor dem Hintergrund der Geschichte Israels und positionieren sich selbst.
- 4zeigen an mindestens einem nichtbiblischen Beispiel auf, wie Missstände von prophetischen Menschen angeklagt werden.
- 5verstehen und identifizieren prophetisches Handeln als christlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und zeigen sich bereit, selbst in ihrem Lebensumfeld „prophetisch" zu wirken.
- 1tauschen sich aus, wie in ihrem Leben Personen oder Gegenstände eine besondere Bedeutung gewonnen haben, erschließen deren Verweischarakter und wenden ihre Erkenntnisse auf christliche Symbole an.
- 2unterscheiden anhand von Beispielen die Begriffe „Zeichen", „Symbol" und „Sakrament", um das Spezifische eines Sakraments zu verstehen.
- 3deuten die Sakramente als Heilszeichen einer Begegnung von Gott und Mensch, verstehen, dass in ihnen Christus wirkt und durch die Kirche handelt.
- 4erläutern, dass Jesus von Nazareth der Sohn Gottes, Christus, das personale Ur-Sakrament ist, in dem alle Sakramente wurzeln.
- 5beschreiben Rituale und Gesten in der christlichen Frömmigkeit als Ausdruck, den Glauben sinnlich zu erfahren, und deuten ihr Leben im Lichte dieses Glaubens.
- 1stellen, ausgehend von vielfältigen Erscheinungsformen hinduistischer und buddhistischer Lebensart in westlichen Gesellschaften, Fragen nach Lebensauffassung und Glaubensvorstellungen asiatischer Religionen.
- 2erläutern, wie der Hinduismus das Dasein in zyklischen Vorstellungen deutet, nehmen die hinduistische Götterwelt als Ausdruck einer Vielgestaltigkeit des Göttlichen wahr und erschließen die religiöse Begründung der hinduistischen Gesellschaftsordnung.
- 3skizzieren die Erzählung des Lebensweges Siddhartha Gautamas, stellen die existenzielle Erschütterung als Auslöser seiner Suche nach Erleuchtung heraus und vergleichen seine Einsichten mit der Erlösungsvorstellung des christlichen Glaubens.
- 4beschreiben religiöse Weisheiten und Praktiken beider Religionen und beurteilen Lebensentwürfe von Menschen, die sich im Geiste ihrer Religion für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Nachhaltigkeit engagieren.
Jahrgangsstufe 9
- 1diskutieren Dilemma-Geschichten unter Berücksichtigung christlicher Handlungsprinzipien und Werte und werden sich dadurch ihrer zunehmenden Verantwortung für das eigene Tun bewusst.
- 2erläutern ausgehend von eigenen Gewissenserlebnissen Eigenschaften und Funktionen eines gebildeten Gewissens und beschreiben anhand von Beispielen die Tragweite von konkreten Gewissensentscheidungen.
- 3reflektieren und beschreiben den Zusammenhang von Gewissen und Schuld und zeigen anhand von biblischen und anderen Erzählungen Ursachen und Auswirkungen von Schuld auf.
- 4charakterisieren Schuld als Belastung und Beeinträchtigung von Lebensmöglichkeiten und begründen, dass Schuldeingeständnisse und Ent-Schuldigungen notwendig sind.
- 5erklären die religiöse Dimension von Schuld als Sünde, begründen, warum Vergebung zu den zentralen Aufgaben der Kirche gehört, und stellen die Bedeutung des Sakraments der Versöhnung dar.
- 1nehmen durch eine ganzheitliche Betrachtung der Welt die Ordnung und Faszination der Natur wahr und stellen den Schöpfungsglauben als eine Deutungsmöglichkeit der Wirklichkeit dar.
- 2erläutern die Schöpfungserzählungen als zentrales Glaubenszeugnis, beschreiben mithilfe moderner Bibelexegese ihre formalen Besonderheiten und den historischen Kontext.
- 3unterscheiden am Beispiel der Frage nach Entstehung und Sinn der Welt die verschiedenen Zugänge von Naturwissenschaft und Religion und diskutieren Möglichkeiten, wie sich beide Ansätze ergänzen.
- 4zeigen auf dem Hintergrund der Gottebenbildlichkeit des Menschen die Bedeutung des biblischen Auftrags auf, die Schöpfung zu kultivieren und zu bewahren, und stellen dar, wie Menschen Verantwortung für die Mitwelt übernehmen können.
- 1beschreiben Umgangsformen mit Sterben, Tod und Trauer und bringen eigene Antwortversuche zu dieser existenziellen Grenzsituation zum Ausdruck.
- 2geben die Passion Jesu in Grundzügen wieder, erörtern einen Deutungsansatz des Todes Jesu aus der Bibel und nehmen dazu Stellung.
- 3geben Auskunft über Auferstehungshoffnungen in verschiedenen christlichen Zeugnissen, bringen diese in Beziehung zu den Vorstellungen anderer Religionen und erörtern das spezifisch Christliche.
- 4gestalten Bilder der Hoffnung und Zuversicht, um ihre eigene Position bezüglich eines Lebens nach dem Tod zu schärfen, und erörtern deren Bedeutung für ihr jetziges Leben.
- 5beschreiben und verstehen die Auferstehung Christi im Zusammenhang mit christlichen Endzeiterwartungen und entdecken dabei, wie davon Menschen in ihrem Handeln bewegt wurden.
- 1beschreiben Beispiele des unterschiedlichen Umgangs mit Andersdenkenden bzw. Randgruppen aus der Geschichte der Kirche und beurteilen die unterschiedlichen Sichtweisen anhand christlicher Wertmaßstäbe.
- 2erörtern im Bewusstsein des biblischen Missionsauftrags unglaubwürdige und glaubwürdige Wege, die Botschaft Jesu weiterzugeben.
- 3zeigen exemplarisch christliches Engagement im caritativen Bereich als eine Konstante der Kirchengeschichte sowie ihre religiöse Motivation auf und erörtern die Bedeutung für unsere Kultur.
- 4erläutern und beurteilen die historische Rolle der Kirche in einem totalitären politischen System im Spannungsfeld von Anpassung, Selbstbehauptung und Widerstand und diskutieren, in welchen Situationen der christliche Glaube Zivilcourage fordert.
- 1beschreiben die Sehnsüchte der Menschen nach Glück, Gemeinschaft und Sinnfindung und vergleichen sie mit eigenen Wünschen für ein gelingendes Leben.
- 2nehmen den wachsenden Markt an religiösen und weltanschaulichen Sinnangeboten wahr und bewerten, inwieweit diese Angebote Menschen bei ihrer Suche nach Zufriedenheit, Heil und Spiritualität helfen.
- 3hinterfragen Alltagsleben und Religiosität von Mitgliedern einer neueren weltanschaulichen oder religiösen Gruppierung und zeigen Unterschiede zu kirchlichen Angeboten auf.
- 4erörtern einen angemessenen Umgang mit religiösen und weltanschaulichen Strömungen und deren Anhängern und nehmen hierbei das christliche Menschenbild als Maßstab.
Jahrgangsstufe 10
- 1benennen Beispiele für das Prinzip des „Höher–Schneller–Weiter", hinterfragen es hinsichtlich seiner Folgen und erörtern seine Widersprüchlichkeit vor dem Hintergrund des biblischen Menschenbildes.
- 2beschreiben Grenzen menschlicher Machbarkeit, diskutieren diese im Hinblick auf eigene Lebensperspektiven und entdecken den Geschenkcharakter menschlichen Lebens.
- 3nehmen die Bedrohung der Menschenwürde in Grenzsituationen zu Beginn und am Ende des Lebens wahr und formulieren unter Berücksichtigung des biblischen Menschenbildes und der christlichen Ethik eigene Standpunkte.
- 4erläutern anhand sozialethischer Problemfelder die Bedeutung sinnvoller Grenzen menschlichen Handelns als Voraussetzung für die Achtung der Menschenwürde und der Schöpfung.
- 5verstehen und charakterisieren die Kardinaltugenden als Hilfe, das rechte Maß für gelingendes Leben zu finden, und übertragen dies auf ethische Problemfelder.
- 1beschreiben aktuelle Entwicklungen zum Glauben an Gott in modernen Gesellschaften, reflektieren den Einfluss von „Ersatzgöttern" und diskutieren, inwiefern der Gottesglaube helfen kann, Irdisches nicht zu vergöttlichen.
- 2erläutern Argumente gegen bzw. für die Existenz Gottes, erörtern die Stichhaltigkeit der jeweiligen Position und nehmen selbst dazu Stellung.
- 3beurteilen biblische wie außerbiblische Antwortversuche auf die Frage nach der Existenz und der Gerechtigkeit Gottes angesichts des Leidens in der Welt.
- 4stellen anhand von Texten Gotteserfahrungen ausgewählter Personen sowie in Grenzsituationen dar und diskutieren deren Bedeutung für den eigenen Glauben.
- 5meditieren und reflektieren über den Gottesbegriff, vergleichen verschiedene Glaubensbekenntnisse und formulieren eigene Bekenntnisse des Glaubens an Gott.
- 1erläutern außerbiblische Zeugnisse über Jesus und schätzen deren historischen Stellenwert ein.
- 2skizzieren und diskutieren das Jesusbild im Islam und im Judentum, setzen dieses in Beziehung mit dem christlichen Zeugnis, um das Unterscheidende zu würdigen.
- 3interpretieren und vergleichen unterschiedliche Christusdarstellungen aus der christlichen und profanen Kultur und nehmen Stellung dazu.
- 4entfalten auf der Grundlage einer Relektüre biblischer Zeugnisse ein vielschichtiges Bild von Jesus Christus, reflektieren ihr eigenes Jesusbild neu und bringen es auf vielfältige Art und Weise zum Ausdruck.
- 1erläutern anhand theologischer Bilder das Selbstverständnis von Kirche, stellen die Dimensionen ihres Handelns dar und erkennen, dass sie stets der Erneuerung bedarf.
- 2erörtern ausgehend von eigenen Vorstellungen die Relevanz des katholischen Eheverständnisses für ein gelingendes Zusammenleben.
- 3stellen das caritative Engagement der Kirche an lokalen und globalen Beispielen dar, um zu erkennen, wie das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe in der Gesellschaft umgesetzt wird.
- 4beschreiben die Prinzipien der kirchlichen Soziallehre und beurteilen ihre Bedeutung für die heutige Gesellschaft.
- 5nehmen die unterschiedliche Situation von Christen in der Welt wahr und diskutieren Möglichkeiten des eigenen religiösen Engagements in einer säkularen Welt.
- 6erklären die Notwendigkeit eines Dialogs der Religionen aus christlicher Perspektive und bewerten Bemühungen und Konzepte für ein besseres Zusammenleben in der Einen Welt.
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Häufige Fragen
Lehrplan Katholische Religionslehre – Realschule Bayern
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Katholische Religionslehre für Realschule in Bayern?+
Der Lehrplan Katholische Religionslehre am Realschule in Bayern umfasst 137 Kompetenzen, gegliedert in 29 Lernbereiche über 6 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Katholische Religionslehre am Realschule in Bayern ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Auf Gott vertrauen – einen neuen Anfang wagen, Beten und Meditieren, Erfahrungen mit Gott – Die Heilige Schrift, Jesus im Blickwinkel seiner Zeit und Umwelt, Leben in der Pfarrgemeinde – Eingebundensein in die Kirche, Im Takt der Zeit – seinen Rhythmus finden, Gott nahe sein, Glaubensgestalten des Alten Testaments und weitere.
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