Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Leben in Gemeinschaft
- Die Bibel – Buch des Lebens
- Erfahrungen mit Gott als Begleiter auf dem Lebensweg
- Glaube wird sichtbar und hinterlässt Spuren
- Schöpfung – Unsere Welt und unser Leben als Geschenk Gottes?
- Zeit und Umwelt Jesu
- Leben und Botschaft Jesu
- Wer bin ich?
- Auszeiten und Feste
- Umgang mit Konflikten
- Bereicherung durch Verschiedenheit?
- Paulus überwindet Grenzen
- Frühe Kirche – Entstehung und Entwicklung
- Ich werde erwachsen
- Islam
- Martin Luther und die Reformation
- Ökumene – Einheit in der Vielfalt
- Propheten und die Frage nach Recht und Gerechtigkeit
- Diakonie – praktizierte Nächstenliebe
- Buddhismus – eine fernöstliche Religion
- Arbeit und Freizeit
- Judentum
- Tod und Auferstehung
- Gelebter christlicher Glaube
- Liebe, Partnerschaft und Sexualität
- Religiöse Sinnangebote
- Die Frage nach Gott
- Kirche in der Welt
- Verantwortung übernehmen
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufe 5
- 1nehmen wahr, welche Auswirkungen wechselseitige Erwartungen in Beziehungen und Gemeinschaften haben, und tauschen sich darüber aus.
- 2reflektieren die Bedeutung von Beziehungen für das eigene Leben und erläutern die Rolle von Geben und Nehmen für ein gelingendes Miteinander in Familie und Freundschaften.
- 3beschreiben Unterschiede in den Beziehungen bei vorgegebenen und selbst gewählten Gruppen und entwickeln Ideen für das, was sie zu den verschiedenen Beziehungen beitragen können.
- 4formulieren in Auseinandersetzung mit Impulsen aus biblischen Texten eigene Regeln für ein gutes Miteinander in Familie, Schule und Freizeit.
- 5nehmen wahr, dass die Bibel alle Menschen als von Gott geliebte Geschöpfe sieht, von denen jeder mit seinen Fähigkeiten wichtig ist, und leiten ab, welche Folgen dies für sie selbst in unterschiedlichen Gemeinschaften haben kann.
- 1beschreiben in Grundzügen den Aufbau der Bibel und orientieren sich selbständig in ihr.
- 2zeigen an Beispielen auf, dass die Bibel verschiedenartige Texte enthält, die von verschiedenen Verfassern zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben wurden.
- 3erläutern die kulturellen Einflüsse der Bibel an Beispielen aus ihrer Lebenswelt und unterscheiden davon die Bedeutung der Bibel als Grundlage des christlichen Glaubens.
- 4stellen, auch durch ganzheitliche Zugänge, Bezüge her zwischen ihren eigenen Lebenssituationen und ausgewählten Bibeltexten der Orientierung, Ermutigung und Hoffnung.
- 1geben anhand ihnen bekannter biblischer Geschichten Auskunft über Erfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben, und stellen Bezüge zu eigenen Erfahrungen her.
- 2deuten auf der Grundlage einer vertieften Auseinandersetzung mit einer Gestalt aus dem Alten Testament deren Geschichte als Erfahrung von Gottes Begleitung auf dem Lebensweg und fassen Aspekte der biblischen Gottesvorstellung in eigene Worte.
- 3diskutieren, was es schwer macht und was dazu ermutigt, an Gott zu glauben, und bringen dabei ihre eigenen Gottesvorstellungen und Glaubensfragen ein.
- 4geben Psalm 23 im Wortlaut wieder und bringen zum Ausdruck, was das Vertrauen auf Gottes Begleitung für Menschen besonders in Auf- und Umbruchssituationen bedeuten kann.
- 5reflektieren eigene Erfahrungen, die als Spuren Gottes gedeutet werden können.
- 1identifizieren und deuten Spuren von Religion in ihrem Umfeld und zeigen an einem Beispiel auf, wie verschiedene Religionen und Konfessionen nebeneinander existieren und sich gegenseitig tolerieren können.
- 2tauschen sich darüber aus, wie ihre eigenen Überzeugungen und christliche Glaubenserfahrungen zum Ausdruck kommen können.
- 3geben das Vaterunser im Wortlaut wieder, gehen eigenständig und kreativ mit ihnen bekannten Ausdrucksformen des Glaubens um und gestalten ggf. ein religiöses Alltags-Ritual.
- 4erschließen sich am Beispiel der Kirche(n) vor Ort sowie anhand eigener biografischer Bezüge Kirchenräume als besondere spirituelle Räume und Zeugnisse des Glaubens.
- 5beschreiben die Kirchengemeinde als Ort, an dem Christen Gemeinschaft untereinander und Verbundenheit mit Gott auf vielfältige Weise erleben und gestalten können, und diskutieren ihren Bezug dazu.
- 1nehmen unterschiedliche Antwortmöglichkeiten auf die Frage nach ihrer Herkunft wahr und tauschen sich über ihre Vorstellungen vom Ursprung der Welt und des Lebens aus.
- 2geben Auskunft über Besonderheiten ausgewählter biblischer Schöpfungstexte und zeigen auf, warum sie als Lob Gottes, der das Leben schenkt und erhält, gedeutet werden.
- 3stellen wichtige Aspekte des biblischen Schöpfungsglaubens dar und fragen nach deren Bedeutung für ihr eigenes Leben, auch angesichts schwieriger Situationen.
- 4diskutieren den Schöpfungsauftrag des Menschen und leiten daraus Ideen ab, wie sie selbst zu einem verantwortlichen Umgang mit Mitgeschöpfen, Natur und Technik beitragen können.
- 5nehmen mit allen Sinnen „Wunder der Natur" wahr und bringen ihre eigenen Gefühle und Gedanken dazu kreativ zum Ausdruck.
Jahrgangsstufe 6
- 1beschreiben die geographische Struktur und politische Situation des Landes, in dem Jesus lebte, und wenden ihre Kenntnisse bei der Auseinandersetzung mit Leben und Botschaft Jesu an.
- 2benennen wichtige politische und religiöse Gruppierungen des jüdischen Volkes zur Zeit Jesu und erläutern deren Besonderheiten; sie setzen diese in Beziehung zu Leben und Botschaft Jesu.
- 3stellen jüdische Lebens- und Glaubensweisen sowie jüdische Hoffnungen der Menschen zur Zeit Jesu dar und zeigen, wie auch dessen Leben und Wirken davon geprägt war.
- 1geben wichtige Aspekte des Lebens und Wirkens Jesu wieder, insbesondere die Geschichte von Passion und Ostern nach dem Zeugnis der Evangelien.
- 2zeigen an ausgewählten Geschichten, wie Jesus sich in besonderer Weise den Menschen zuwendet und welche Reaktionen er hervorruft.
- 3reflektieren, wie das Reich Gottes in Jesu Reden und Handeln sichtbar wird, und setzen die Reich-Gottes-Botschaft in Beziehung zu aktuellen Fragestellungen und ihrem eigenen Handeln.
- 4erläutern bekenntnishafte Aussagen, z. B. zu Passion und Ostern, und daraus folgende künstlerische und musikalische Gestaltungen des Glaubens an Jesus Christus.
- 5stellen ihre Vorstellungen von Jesus Christus in eigenen Ausdrucksformen dar.
- 1nehmen wahr, dass sie in unterschiedlichen Lebensbereichen unterschiedliche Rollen haben, und beschreiben deren Entwicklung.
- 2erläutern eigene Stärken und Schwächen in ihren jeweiligen Lebenssituationen und tauschen sich über den Unterschied von Selbst- und Fremdwahrnehmung aus.
- 3berichten von eigenen Vorbildern und diskutieren Chancen und Grenzen der Orientierung an Vorbildern für ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung.
- 4setzen sich im Hinblick auf ihre eigene Persönlichkeit mit der christlichen Aussage auseinander, dass Gott jeden Menschen einzigartig mit Würde geschaffen hat, und leiten Konsequenzen für das Zusammenleben ab.
- 5reflektieren darüber, dass die von Gott gegebene menschliche Freiheit auch Scheitern beinhalten kann, und tauschen sich anhand biblischer Gestalten oder anderer Persönlichkeiten darüber aus, wie Vergebung ermöglicht, sich selbst und andere immer wieder neu anzunehmen.
- 1nehmen den Rhythmus von Ruhe- und Arbeitsphasen im menschlichen Leben wahr und beschreiben, wie das Bedürfnis, Auszeiten und Feste zu gestalten, in unterschiedlichen Kulturen zum Ausdruck gebracht wird.
- 2setzen sich kritisch mit dem Umgang mit Festen, Sonn- und Feiertagen in Familie und Gesellschaft auseinander und formulieren, was ihnen in diesem Zusammenhang wichtig ist.
- 3erklären den Aufbau des Kirchenjahres und setzen ausgewählte Feste in Bezug zum Glaubensbekenntnis.
- 4gestalten eigene Beiträge zu gemeinsamen Andachten, Schulgottesdiensten oder Festen.
- 1nehmen in ihrem Lebensumfeld unterschiedliche Konflikte und deren Bedeutung für das Zusammenleben wahr; sie beschreiben Gefühle und Verhaltensweisen, die die Menschen darin zeigen.
- 2erklären an Beispielen, wie Konflikte entstehen und welchen Verlauf sie nehmen; sie entwickeln daraus erste Handlungsmöglichkeiten für sich.
- 3unterscheiden anhand von geeigneten Kriterien Konfliktsituationen von Mobbingsituationen und schätzen deren Brisanz ein.
- 4leiten aus den Zehn Geboten und der Goldenen Regel Impulse für einen hilfreichen Umgang mit Konflikten und Mobbing ab und diskutieren Konsequenzen, die sich daraus für ihr eigenes Handeln ergeben.
- 5erläutern Vorgehensweisen zum Umgang mit Konflikten und Mobbing, stellen Bezüge zu biblischen Impulsen her und wenden die Vorgehensweisen situationsgerecht an.
Jahrgangsstufe 7
- 1nehmen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Menschen in ihrer Umgebung wahr und diskutieren, wie diese sich auf das Zusammenleben in der Gesellschaft auswirken.
- 2begründen anhand konkreter Beispiele, inwiefern Verschiedenheit Alltag und Leben bereichern kann.
- 3setzen sich vor dem Hintergrund aktueller Vorkommnisse oder regionaler Bezüge mit Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit auseinander und entwickeln unterschiedliche Möglichkeiten, diese aufzubrechen.
- 4beschreiben den besonderen Schutz für Fremde in der biblischen Tradition, reflektieren Jesu Umgang mit den Menschen und stellen Bezüge zu ihrem eigenen Handeln her.
- 5entwickeln im Horizont des christlichen Glaubens konkrete Ideen für einen respektvollen und toleranten Umgang mit anderen.
- 1beschreiben ausgehend von wichtigen Aspekten aus dem Leben und Wirken von Paulus, wie die Begegnung mit Christus Menschen verändern und neue Lebensperspektiven eröffnen kann.
- 2entdecken in den Paulus-Briefen grenzüberschreitende Verkündigung und konfliktreiche Auseinandersetzungen in den ersten entstehenden Gemeinden.
- 3erklären wesentliche Aussagen der Botschaft des Paulus für alle Menschen und reflektieren deren Bedeutung für ihr eigenes Leben.
- 4beschreiben an Beispielen, wie Kirche Mission in zeitgemäßer Form heute gestaltet.
- 1deuten das Pfingstgeschehen als ein zentrales Ereignis, das Menschen im Geist Gottes zusammenführt und begeistert, und erklären, inwiefern Pfingsten als „Geburtsstunde" der Kirche gilt.
- 2beschreiben an Beispielen Herausforderungen und Bewährungsproben für das frühe Christentum bis zum vierten Jahrhundert und stellen Bezüge her zu Situationen von Christen heute.
- 3erklären die Entstehung der ersten Ordnungen der frühen Kirche, identifizieren diese als relevante Grundlage für Kirche heute und geben das Apostolische Glaubensbekenntnis im Wortlaut wieder.
- 4deuten Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden und reflektieren ihren eigenen Bezug zur Kirchengemeinde.
- 1denken bewusst über ihre derzeitige Lebenssituation nach und fassen in eigene Worte, was sie schön, spannend, aber auch schwierig macht.
- 2reflektieren darüber, wie sich mit der Pubertät das Verhältnis von Mädchen und Jungen verändern kann, und leiten aus dieser Erkenntnis eine Haltung besonderer Achtsamkeit ab.
- 3nehmen wahr, welchen Erwartungen sie selbst ausgesetzt sind und diskutieren den Einfluss von Medien auf ihr Selbstverständnis; sie leiten aus christlichen Aussagen mögliche Aspekte zum eigenen Selbstverständnis ab.
- 4erklären die Konfirmation als Bekenntnis zum christlichen Glauben und als Schritt ins Erwachsensein und diskutieren die Rechte und Möglichkeiten, die mit der Religionsmündigkeit verbunden sind.
- 1nehmen Spuren von muslimischer Lebensweise, Kultur und Religion in ihrem Umfeld wahr und tauschen sich darüber aus.
- 2erläutern Grundzüge der islamischen Lehre und Glaubenspraxis.
- 3beschreiben die Vielfalt und die weltweite Verbreitung des islamischen Glaubens und zeigen an Beispielen die prägende Kraft des Islam auf.
- 4unterscheiden Islam von Islamismus, geben Auskunft darüber, wie der Islam in der Öffentlichkeit und in den Medien dargestellt wird, und beziehen kritisch Stellung.
- 5diskutieren eigene Vorstellungen und Ideen zu Begegnung und Dialog mit Muslimen und beschreiben ein Beispiel, wie dies in ihrer Lebenswirklichkeit angemessen und mit gegenseitigem Respekt umgesetzt werden kann.
Jahrgangsstufe 8
- 1beschreiben ausgewählte Stationen aus dem Leben Martin Luthers vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und religiösen Verhältnisse seiner Zeit.
- 2setzen sich mit zentralen reformatorischen Einsichten auseinander, erklären die befreiende Wirkung des Evangeliums für das Leben Luthers und reflektieren mögliche Konsequenzen für sich.
- 3diskutieren anhand ausgewählter Beispiele aus dem Leben Luthers, was es bedeutet, für die eigenen Erkenntnisse und Überzeugungen mutig und entschlossen einzutreten.
- 4legen dar, dass Luthers Positionen auch Kritik herausfordern, und nehmen dazu differenziert Stellung.
- 5beschreiben die Einflüsse und Auswirkungen der Reformation auf Kirche und Gesellschaft und zeigen an Beispielen die bleibende Bedeutung Luthers auf.
- 1nehmen die unterschiedlichen christlichen Gruppierungen und Kirchen in ihrem Umfeld wahr und tauschen sich über Verbindendes und Trennendes aus.
- 2erklären die Bedeutung von „Ökumene" in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und bringen eigene Erfahrungen dazu ein.
- 3geben Auskunft über besondere Merkmale der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen Konfession und reflektieren Chancen und Grenzen des ökumenischen Miteinanders.
- 4präsentieren an Beispielen, wie in der weltweiten Ökumene Gemeinschaft zwischen Christen gelebt und Trennendes überbrückt wird.
- 5diskutieren vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen die These von der Ökumene als „Einheit in der Vielfalt".
- 1zeigen am Beispiel eines alttestamentlichen Propheten seine Merkmale und das Selbstverständnis als Gottes Mahner und Rufer zur Umkehr auf und formulieren dessen Aufgaben und die damit verbundenen Probleme.
- 2geben Auskunft über die sozialen und religiösen Verhältnisse zur Zeit dieses Propheten und erläutern, wie er sich für die Rückkehr der Menschen zu Gott und damit auch für Recht und Gerechtigkeit einsetzt.
- 3tauschen sich darüber aus, wie Menschen sich für Gerechtigkeit engagieren, beschreiben Ähnlichkeiten und Differenzen zu biblischen Propheten und leiten daraus Handlungsmöglichkeiten für sich ab.
- 4erörtern ihre Möglichkeiten und Grenzen, eigene Standpunkte zu vertreten und für Gerechtigkeit einzutreten.
- 1versetzen sich in die Lage von Menschen in Not und diskutieren Möglichkeiten und Grenzen des Helfens.
- 2geben das Doppelgebot der Liebe im Wortlaut wieder, stellen weitere biblische Grundlagen diakonischen Handelns dar und formulieren Möglichkeiten einer sinnvollen persönlichen Umsetzung in der heutigen Zeit.
- 3nehmen die Diakonie als eine Möglichkeit wahr, Menschen zu unterstützen, geben Auskunft über die Einrichtungen der Diakonie und recherchieren Aufgaben und Bedeutung von Diakonie in Kirche und Gesellschaft.
- 4beschreiben anhand einer bis heute bedeutsamen Persönlichkeit aus der Geschichte der Diakonie, wie auf die Not von Menschen mit konkretem diakonischen Handeln reagiert wurde.
- 5skizzieren Ideen für konkrete diakonische Einsätze in der Schule oder der Gemeinde und setzen diese nach Möglichkeit um.
- 1nehmen Ideen und Ausdrucksformen fernöstlicher Religionen, die in unsere Gesellschaft Eingang gefunden haben, genau wahr und beschreiben ihre Bedeutung.
- 2erklären in Grundzügen Aspekte der Lehre des Hinduismus und stellen dar, inwiefern diese für den Buddhismus bedeutend sind.
- 3beschreiben vor dem Hintergrund des Lebens von Siddhartha Gautama Grundzüge der buddhistischen Lehre und ihren Einfluss auf die Lebensgestaltung.
- 4setzen an einer ausgewählten Fragestellung Gedanken des Buddhismus und des Christentums in Beziehung zueinander.
Jahrgangsstufe 9
- 1nehmen ihre gegenwärtige Situation bewusst als eine Phase der Orientierung hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft und ihrer zunehmenden Selbständigkeit wahr und formulieren die damit verbundenen Chancen und Schwierigkeiten.
- 2erläutern christliche Impulse zum Thema Arbeit und Leistung und beziehen diese auf die aktuelle schulische Situation und ihre Vorstellung vom zukünftigen Berufsleben.
- 3diskutieren, welchen Raum Arbeit und Freizeit in ihrem Leben einnehmen sollen, und leiten aus dem Gedanken der Lebenszeit als Gabe Gottes Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung ab.
- 4nehmen wahr, wie Medien zur Kommunikation und Freizeitgestaltung genutzt werden, reflektieren Chancen und Gefahren des eigenen Mediengebrauchs und diskutieren aus christlicher Perspektive Möglichkeiten eines differenzierten und ausgewogenen Umgangs damit.
- 1nehmen historische Spuren und gegenwärtige Formen jüdischer Kultur und Religion in ihrem Umfeld wahr und erklären die Grundzüge jüdischen Glaubens und Lebens.
- 2geben einen Überblick über ausgewählte Aspekte der Geschichte Israels und des Judentums und stellen Bezüge her zu jüdischem Selbstverständnis.
- 3reflektieren kritisch unterschiedliche Formen der Judenfeindschaft und beziehen begründet eine Position gegen den Antisemitismus.
- 4erläutern das Verhältnis der Bibel zur jüdischen Religion und diskutieren die Bedeutung des christlich-jüdischen Dialogs heute.
- 1beschreiben, wie vielfältig mit Abschied, Trauer und Tod umgegangen werden kann, und bringen dabei eigene Erfahrungen zum Ausdruck.
- 2erklären verschiedene Vorstellungen vom Tod und dem, was danach kommt, und diskutieren mögliche Konsequenzen für Lebensgefühl und Lebensgestaltung.
- 3geben Auskunft über zentrale Aussagen der biblischen Osterbotschaft und tauschen sich über die christliche Hoffnung auf die Auferstehung der Toten als mögliche Perspektive für das eigene Leben aus.
- 4setzen sich mit biblischen Bildern für das Leben nach dem Tod auseinander und bringen eigene Vorstellungen kreativ zum Ausdruck.
- 5diskutieren an konkreten Beispielen, was die christliche Vorstellung des Lebens als Gabe Gottes für die Wertschätzung und Gestaltung des eigenen Lebens sowie für den Umgang mit anderen bedeutet.
- 1benennen verschiedene Bedeutungen von „glauben" in der Alltagssprache und unterscheiden diese vom evangelischen Glaubensverständnis.
- 2stellen auch anhand biblischer Bezüge die Vielfalt christlicher Glaubenspraxis im Alltag dar, tauschen sich über ihre persönlichen Erfahrungen aus und gehen eigenständig mit Ausdrucksformen des Glaubens um.
- 3geben Auskunft über ausgewählte Beispiele christlicher Frömmigkeit in ihrer Umgebung wie auch in anderen Ländern und beurteilen deren Relevanz für ihr eigenes Leben.
- 4reflektieren auf der Basis des Doppelgebots der Liebe, wie gelebter Glaube im Alltag in Spiritualität und zwischenmenschlichem Verhalten Gestalt gewinnt, und entwickeln daraus Ideen, wie sie sich im christlichen Sinn in ihrem Umfeld einbringen können.
- 1nehmen unterschiedliche Erwartungen und Einstellungen zu partnerschaftlichen Beziehungen wahr und begründen, inwiefern Kommunikation darüber besonderer Achtsamkeit bedarf.
- 2beschreiben anhand biblischer Texte Partnerschaft und Sexualität als Geschenk Gottes und als eine Ausdrucksform der Liebe und zeigen Konsequenzen auf für den Umgang damit.
- 3erläutern vor dem Hintergrund einer evangelischen Sicht auf Ehe grundlegende Werte verlässlicher Partnerschaft und verantwortlich gelebter Sexualität und setzen eigene Vorstellungen dazu in Beziehung.
- 4diskutieren die Bedeutung individueller Grenzen für verantwortlich gelebte Partnerschaft und Sexualität und zeigen Möglichkeiten auf, die Einhaltung ihrer Grenzen selbstbewusst einzufordern.
- 5erläutern, wie Sexualität in den Medien dargestellt wird, erklären damit verbundene mögliche Schwierigkeiten und beziehen Position gegenüber einer die Würde des Menschen verletzenden Sexualität.
- 6unterscheiden die Vielfalt von sexueller Orientierung und Formen des Zusammenlebens und nehmen einen Standpunkt ein gegen diskriminierende Äußerungen und Umgangsweisen.
Jahrgangsstufe 10
- 1nehmen wahr, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens Menschen immer wieder beschäftigt, und beschreiben Ausprägungen der Suche nach Sinn und Heil in unserer Zeit.
- 2geben Auskunft über unterschiedliche Angebote zur Sinnfindung, vergleichen diese und formulieren Merkmale, Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Angebote.
- 3unterscheiden an Beispielen lebensförderliche und problematische Tendenzen in Bezug auf solche Sinnangebote.
- 4beschreiben an Beispielen mögliche Ursachen und Auswirkungen religiös-fundamentalistischer Strömungen und unterscheiden Fundamentalismus von Formen ausgeprägter Frömmigkeit.
- 5begründen Notwendigkeit und Grenzen der Toleranz gegenüber den verschiedenen Sinnangeboten, erörtern sinnvolle Umgangsweisen für den Fall von Kontakten mit problematischen Angeboten und verfügen über verschiedene Reaktionsmöglichkeiten.
- 1nehmen wahr, dass sich Gottesbilder im Lauf eines Lebens verändern, und äußern sich zu ihren persönlichen Vorstellungen.
- 2zeigen an Beispielen, wie im Alten und Neuen Testament von Gott gesprochen wird, und reflektieren Möglichkeiten und Grenzen, von Gott zu reden.
- 3stellen anhand des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ausgewählte Grundzüge und Besonderheiten der christlichen Gottesvorstellung dar und diskutieren, welche Bedeutung Jesus Christus für sie hat.
- 4setzen sich mit einer Anfrage an den Gottesglauben auseinander, bringen Glaubenszweifel zur Sprache und reflektieren Möglichkeiten eines lebensdienlichen Umgangs damit.
- 1erklären die Bedeutungsvielfalt des Begriffs „Kirche", tauschen sich über ihr persönliches Verhältnis zur Kirche aus und nehmen die Möglichkeit eigener Mitwirkung darin wahr.
- 2beschreiben die Situation der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus und reflektieren deren Haltung zwischen Anpassung und Widerstand; sie stellen Bezüge her zum Profil und Engagement von Kirche heute.
- 3geben Auskunft über das weltweite und zukunftsorientierte Eintreten der christlichen Kirche als Anwalt der Schwachen und recherchieren entsprechende kirchliche Initiativen vor Ort.
- 4diskutieren Herausforderungen für die Kirche heute, reflektieren Chancen und Grenzen kirchlichen Handelns und nehmen begründet Stellung zur Bedeutung der Kirche in heutiger Zeit.
- 1beschreiben an konkreten Beispielen aus ihrer Lebenswelt das Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung.
- 2diskutieren die Notwendigkeit sozialen Handelns im Zusammenleben von Menschen und begründen, inwiefern Christen in besonderer Weise zur Übernahme politischer und gesellschaftlicher Mitverantwortung aufgerufen sind.
- 3erläutern Schritte ethischer Urteilsfindung und wenden diese auf einen konkreten ethischen Konfliktfall an.
- 4diskutieren am gewählten Beispiel Handlungsalternativen, Motive und Konsequenzen und vertreten auch in Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben eine eigene Position.
- 5reflektieren Schuld und Versagen als eine mögliche Folge allen Handelns und entwickeln angesichts des Zuspruchs der Vergebung Ideen zu einem lebensdienlichen Umgang mit den Folgen.
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Häufige Fragen
Lehrplan Evangelische Religionslehre – Realschule Bayern
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Evangelische Religionslehre für Realschule in Bayern?+
Der Lehrplan Evangelische Religionslehre am Realschule in Bayern umfasst 132 Kompetenzen, gegliedert in 29 Lernbereiche über 6 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Evangelische Religionslehre am Realschule in Bayern ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Leben in Gemeinschaft, Die Bibel – Buch des Lebens, Erfahrungen mit Gott als Begleiter auf dem Lebensweg, Glaube wird sichtbar und hinterlässt Spuren, Schöpfung – Unsere Welt und unser Leben als Geschenk Gottes?, Zeit und Umwelt Jesu, Leben und Botschaft Jesu, Wer bin ich? und weitere.
Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Evangelische Religionslehre passend zum Lehrplan?+
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Ist dieser Lehrplan Evangelische Religionslehre aktuell?+
Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Evangelische Religionslehre am Realschule in Bayern.