Lehrplan Deutsch – Gymnasium Bayern

395 Kompetenzen37 Lernbereiche9 Jahrgangsstufen

Der komplette Lehrplan Deutsch für Gymnasium in Bayern — nach Jahrgangsstufen und Lernbereichen geordnet. Und mit Didoria erstellst du dazu in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde.

Aufbau

Lernbereiche nach Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufe 54 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
Jahrgangsstufe 64 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
Jahrgangsstufe 74 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
Jahrgangsstufe 85 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
  • Profilbereich am MuG
Jahrgangsstufe 95 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
  • Profilbereich am MuG
Jahrgangsstufe 105 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
  • Profilbereich am MuG
Jahrgangsstufe 114 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
Jahrgangsstufen 12–134 Lernbereiche
  • Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
  • Schreiben
  • Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
Jahrgangsstufe 122 Lernbereiche
  • Aspekte der Literatur
  • Sprache und weitere Medien

Kompetenzen im Detail

Was Schüler:innen können sollen

Jahrgangsstufe 5

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beachten bei ihrem sprachlichen Handeln im Klassenverband und in der Kleingruppe gängige Umgangsformen und befolgen Gesprächsregeln im Sinne einer erfolgreichen Verständigung (u. a. aufmerksam zuhören, andere aussprechen lassen, auf andere eingehen, Aussagen zusammenfassen). Sie erkennen und nutzen dadurch Gespräche als ein Mittel des menschlichen Miteinanders und der Konfliktlösung.
  • 2lesen vertraute literarische und pragmatische Texte weitgehend flüssig und sinnbetont vor, indem sie Leserichtigkeit und -tempo beachten. Sie tragen Gedichte frei und sinnbetont vor.
  • 3hören ihren Gesprächspartnern aufmerksam zu, um die Aussage zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken, und geben ggf. eine Rückmeldung zu längeren Gesprächsbeiträgen.
  • 4setzen eigene gestalterische Möglichkeiten (z. B. Sprechtempo, Lautstärke, Mimik, Gestik) beim szenischen Spiel ein. Sie erfahren das szenische Darstellen als eine Möglichkeit, sich selbst auszudrücken, Rollen zu übernehmen oder Sachverhalte zu erfassen, z. B. beim Umgang mit literarischen Texten. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 5erfassen wesentliche Informationen überschaubarer altersgerechter gesprochener Texte (z. B. kurze literarische Texte), z. B. indem sie Verständnisfragen beantworten oder Meinungen dazu auf einfache Weise begründen.
  • 6sprechen mit erkennbarem Aufbau und Adressatenbezug über persönliche Erfahrungen, Ereignisse, Vorgänge bzw. Texte und unterscheiden dabei die Grundformen Erzählen, Informieren und Argumentieren.
  • 7beziehen in Gesprächen Position, indem sie Meinungen formulieren und auf einfache Weise begründen.
  • 8informieren die Mitschüler in Unterrichtsbeiträgen über Arbeitsergebnisse, über ein Sachthema oder eine Ganzschrift und setzen dabei einfaches Anschauungsmaterial, z. B. Plakate, ein.
  • 9unterstützen Gesprächsbeiträge durch stimmliche und nonverbale Mittel, z. B. Veränderungen in Sprechtempo und Lautstärke, Mimik und Gestik, und erhöhen so die Verständlichkeit und Aufmerksamkeit.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erkennen und beschreiben Eigenheiten fiktionaler Welten und versetzen sich dabei in literarische Figuren hinein, um deren Handlungsweisen zu verstehen. Sie reflektieren die Bedeutsamkeit altersgemäßer literarischer Texte, v. a. Fabeln, Märchen, Spielszenen, Gedichte sowie moderne Kinder- und Jugendbücher, für die eigene Person.
  • 2verstehen und verwenden altersgemäße, einfache pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form (z. B. aus Kinder- und Jugendzeitschriften oder Lexika; auch einfache nichtlineare Texte wie Balkendiagramme, Tabellen), um ihr Interesse für Sachfragen zu entwickeln, sich über neue Themen zu orientieren und Informationen für die Produktion eigener Texte, z. B. informierende Beiträge, zu sammeln.
  • 3verstehen bibliothekarische Ordnungsprinzipien, indem sie unter Anleitung die Schulbibliothek, das schulische Medienzentrum oder entsprechende öffentliche Einrichtungen nutzen. Sie eignen sich Recherchetechniken an, indem sie altersgemäße Suchmaschinen im Internet verwenden.
  • 4erweitern ihre aus der Grundschule vorhandenen Leseerfahrungen durch weitere Texte, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund), v. a. im Bereich moderner Kinder- und Jugendbücher.
  • 5unterscheiden literarische und pragmatische Texte, um Erwartungen an den Text zu formulieren und um Textinhalte sowie gedankliche Zusammenhänge zu erfassen.
  • 6leiten ihre Erwartungen an einen Text auch aus ihrer Kenntnis von literarischen Grundformen ab.
  • 7setzen sich mithilfe vorgegebener Fragen mit ihrer eigenen Mediennutzung und -rezeption auseinander (z. B. Dauer, Wirkung und Ziel).
  • 8erschließen literarische Texte mithilfe vorgegebener Aspekte (v. a. Form- und Gattungselemente, Thematik, Aufbau, Figuren).
  • 9wenden aus der Grundschule bekannte Lesetechniken an, um ihr Textverständnis abzusichern bzw. um einem Text gezielt Informationen zu entnehmen (z. B. Markieren, Erkennen von Einschnitten, Formulieren von Kerngedanken, Erstellen von Clustern oder Formulieren von Fragen an einen Text). Sie dokumentieren ihr Textverständnis, z. B. in vorstrukturierten Lesetagebüchern.
  • 10untersuchen ggf. Hörtexte oder Filme, beschreiben dabei grundlegende Mittel zur Erzeugung von Gefühlen (z. B. Perspektive, Musik und Geräusche).
  • 11thematisieren Lesevorlieben, z. B. indem sie Lieblingsbücher vorstellen und ihre Wahl begründen.
  • 12nutzen handlungs- und produktionsorientierte Methoden, um ihr Textverständnis weiterzuentwickeln, z. B. Fortsetzungen, Umschreibungen aus anderen Perspektiven und in andere Textsorten, Füllen von Leerstellen, Illustrationen.
  • 13lesen mindestens eine Ganzschrift, z. B. ein modernes Kinder- bzw. Jugendbuch, und setzen sich im Unterricht damit auseinander. Die Lektüre der Ganzschrift kann durch die Analyse eines Films ergänzt werden.
Schreiben
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1unterscheiden zwischen den drei aus der Grundschule bekannten Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) und halten die dem Schreibanlass angemessene Schreibform ein.
  • 2verwenden Methoden wie Brainstorming zur Ideenfindung und ordnen Informationen bzw. ihre Schreibideen nach konkreten Vorgaben und mithilfe eines Repertoires von Mitteln (z. B. Stichwortzettel, Cluster, Mindmap). Sie bringen Handlungsschritte bzw. Abläufe in eine sinnvolle und logische Reihenfolge (z. B. mithilfe einer veranschaulichenden Strukturskizze oder eines Schreibplans).
  • 3beurteilen und überarbeiten eigene und fremde Texte anhand grundlegender Kriterien (z. B. Inhalt, Aufbau, Sprachrichtigkeit, Stil) zunehmend selbständig.
  • 4setzen der jeweiligen Grundform angemessene einfache sprachliche Mittel zur Gestaltung ihrer Texte ein (z. B. treffende Verben, anschauliche Adjektive, präzise Nomen, Synonyme bzw. gezielte Wiederholung, einfache Bilder, wörtliche Rede).
  • 5erzählen zu unterschiedlichen Impulsen von Erlebtem und Erfundenem aus einer klar erkennbaren Perspektive und mit einem dem Erzählziel entsprechenden Handlungsverlauf (Erzählsituation – Ereignis – Ausgang) und erweitern dadurch ihre Fähigkeit zu Imagination und Empathie. Die Schülerinnen und Schüler variieren literarische Texte (z. B. Fabeln, fantastische Geschichten; Gedichte) oder ahmen diese nach.
  • 6nutzen beim Überarbeiten von Texten, auch im Team, gängige Methoden (z. B. Textlupe oder Schreibkonferenz).
  • 7informieren sich und andere nachvollziehbar und mit sachlogischem Aufbau über einfache Vorgänge bzw. über Ereignisse.
  • 8wenden ggf. Textverarbeitungsprogramme zum Schreiben und Überarbeiten von Texten an.
  • 9stellen bezogen auf Sachverhalte ihres Erfahrungsbereichs ihre Ablehnung bzw. Zustimmung sowie eigene Wünsche kurz und für andere nachvollziehbar dar.
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
11 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1gewinnen an Sicherheit in der Rechtschreibung und beachten dabei die Regeln der Dehnung, Schärfung, Schreibung der s-Laute, Groß- und Kleinschreibung, Schreibung gleich und ähnlich klingender Wörter, Silbentrennung. Sie wenden Satzschlusszeichen und die Zeichensetzung bei wörtlicher Rede sicher an und setzen Kommas bei Aufzählungen und zwischen Haupt- und Nebensatz.
  • 2unterscheiden mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch (konzeptionell, medial) und vertiefen so ihr Sprachbewusstsein.
  • 3benennen sprachliche Phänomene mit lateinischen Fachbegriffen, um sprachliche Verständigung fachgerecht zu beschreiben. Sie nutzen dabei ggf. andere Sprachen aus dem eigenen Umfeld.
  • 4erkennen auffällige Zusammenhänge zwischen sprachlicher Gestaltung und Wirkung (u. a. wirkungsvolle bzw. präzise Wortwahl, sprachliche Bilder).
  • 5unterscheiden Wortbestandteile und Wortbildungselemente und verwenden sie funktional bei der Gestaltung von Äußerungen (v. a. Laute, Buchstaben, Silben, Wortstamm, Präfix, Suffix).
  • 6wenden die aus der Grundschule bekannten phonologischen, silbischen, morphologischen und grammatikalischen Prinzipien zur Rechtschreibung für die korrekte Gestaltung von Texten an und setzen aus der Grundschule bekannte Rechtschreibstrategien und Methoden der Fehleranalyse ein (z. B. Ableitungsverfahren, Verlängern, Artikelprobe).
  • 7unterscheiden Wortarten und ihre Flexionsformen mit lateinischen Fachbegriffen (Verb, Nomen, Adjektiv, Artikel, Adverb, Numerale, Pronomen, Präposition, Konjunktion und Subjunktion; Deklination, Komparation, Konjugation) und verwenden ihre Kenntnisse funktional bei der Gestaltung von Äußerungen.
  • 8unterscheiden die Tempora, bilden die Formen richtig und verwenden unterschiedliche Tempusformen, um zeitliche Strukturen zu erfassen und darzustellen.
  • 9unterscheiden das Prädikat und weitere Satzglieder (Subjekt, Dativ- und Akkusativobjekt, Lokal-, Temporal-, Modal- und Kausaladverbiale) und verwenden sie grammatikalisch richtig.
  • 10unterscheiden Arten des einfachen Satzes sowie Haupt- und Nebensatz, um über sprachliche Alternativen zu verfügen.
  • 11strukturieren und erweitern ihren Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen über die Möglichkeiten der Wortbildung (z. B. Ableitung, Zusammensetzung) und über Wortfamilien und Wortfelder. Sie ermitteln Wortbedeutungen, z. B. bei Homonymen, Synonymen, Antonymen, um Texte zu verstehen und Sachverhalte abwechslungsreich und treffend darzustellen.

Jahrgangsstufe 6

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1hören ihren Gesprächspartnern aufmerksam zu, um Aussage und Intention zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken, und geben ggf. eine Rückmeldung zu längeren Gesprächsbeiträgen.
  • 2lesen bekannte, aber auch unbekannte literarische und pragmatische Texte weitgehend flüssig und sinnbetont vor, indem sie das Lesetempo beachten und die Stimme modulieren. Sie tragen Gedichte frei und sinnbetont vor.
  • 3unterscheiden Gesprächssituationen (z. B. Unterrichts-, Fach- und Alltagsgespräche) und wenden Umgangsformen und Gesprächsregeln (u. a. aufmerksam zuhören, andere aussprechen lassen, gezielt nachfragen, Aussagen zusammenfassen) im Sinne einer fairen, sachorientierten Verständigung im Klassenverband und der Kleingruppe an. Sie setzen angemessene Mittel der Konfliktlösung ein.
  • 4setzen eigene gestalterische Möglichkeiten (z. B. Körperhaltung, Modulation, Mimik, Gestik) beim szenischen Spiel und beim Rollenspiel ein. Sie erfahren das szenische Darstellen als eine Möglichkeit, sich selbst auszudrücken, Rollen zu übernehmen oder Sachverhalte zu durchdringen, z. B. beim Umgang mit literarischen Texten. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 5erfassen wesentliche Informationen altersgerechter gesprochener Texte (z. B. kurze informierende Radiobeiträge), indem sie zentrale Aussagen wiedergeben oder Meinungen dazu auf einfache Weise begründen.
  • 6sprechen zunehmend frei mit erkennbarem Aufbau und Adressatenbezug über persönliche Erfahrungen, Ereignisse, Vorgänge bzw. Texte und verwenden dabei je nach Situation die Grundformen Erzählen, Informieren und Argumentieren.
  • 7vertreten in Diskussionen ihre eigene Meinung, indem sie Behauptungen begründen und Appelle argumentativ absichern.
  • 8informieren die Mitschüler, auch in Form eines Kurzreferats, über Arbeitsergebnisse, ein Sachthema oder eine Ganzschrift und setzen dabei einfache Visualisierungsmittel, ggf. auch in digitaler Form, ein, z. B. Plakate, Handouts, Bildmaterial.
  • 9unterstützen Gesprächsbeiträge durch stimmliche und nonverbale Mittel, z. B. Körperhaltung, Blickverhalten, Modulation, Mimik und Gestik, und erhöhen so die Verständlichkeit und Aufmerksamkeit.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erweitern ihre Leseerfahrungen durch schulische und außerschulische Lektüre, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund), insbesondere im Bereich der modernen oder klassischen Kinder- und Jugendbücher.
  • 2erkennen und beschreiben Eigenheiten fiktionaler Welten, erweitern dabei ihre eigenen Erfahrungen und lernen andere Zeiten und Kulturen (v. a. Antike) kennen. Sie versetzen sich in eine literarische Figur hinein, um eigene Handlungen und Denkweisen zu überprüfen; sie reflektieren die Bedeutsamkeit literarischer Texte für die eigene Person.
  • 3verstehen und verwenden altersgemäße pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form (z. B. aus Kinder- und Jugendsachbüchern, Lexika, Wörterbüchern; auch nichtlineare Texte wie Diagramme sowie Informationsgrafiken), um ihr Interesse und Verständnis für Sachfragen zu entwickeln, sich über neue Themen zu orientieren und vertiefte Informationen für die Produktion eigener Texte, z. B. Kurzreferate, zu sammeln.
  • 4kennen bibliothekarische Ordnungsprinzipien und nutzen sie für ihre Recherche in der Schulbibliothek, im schulischen Medienzentrum oder in entsprechenden öffentlichen Einrichtungen. Sie eignen sich Recherchetechniken an, indem sie altersgemäße Suchmaschinen im Internet verwenden. Sie prüfen die Seriosität von Angeboten v. a. anhand formaler Kriterien (z. B. Impressum, veröffentlichende Institution).
  • 5unterscheiden auf der Basis ihrer Leseerfahrungen literarische und pragmatische Texte, um Textinhalte und gedankliche Zusammenhänge zu skizzieren.
  • 6setzen sich mit altersgemäßen literarischen Texten, v. a. Erzählungen, Sagen, Szenen, Gedichten, ggf. auch im Dialekt, sowie modernen oder klassischen Kinder- und Jugendbüchern, auseinander und unterscheiden literarische Grundformen.
  • 7reflektieren mithilfe geeigneter Fragen ihre eigene Mediennutzung und -rezeption (z. B. Dauer, Wirkung, Ziel, Chancen und Risiken).
  • 8untersuchen Hörtexte oder Filme, beschreiben dabei grundlegende Gestaltungsmittel (z. B. Kameraeinstellung, -perspektive und -bewegung, Musik und Geräusche).
  • 9erschließen literarische Texte mithilfe vorgegebener Aspekte, v. a. Form- und Gattungselemente, Thematik, Aufbau, Figuren-, Raum- oder Zeitgestaltung.
  • 10setzen unterschiedliche Lesetechniken ein, um ihr Textverständnis abzusichern bzw. einem Text Informationen zu entnehmen (z. B. Markieren, Erkennen von Einschnitten, Formulieren von Kerngedanken, Erstellen von Clustern, Formulieren von Fragen an einen Text) und nutzen dabei ggf. das Layout eines Textes (z. B. Teilüberschriften, Fett- oder Kursivdruck, Spalten, Illustrationen). Sie dokumentieren ihr Textverständnis, z. B. in vorstrukturierten oder freien Lesetagebüchern.
  • 11begründen und überdenken Lesevorlieben, indem sie sich mit den Lieblingstexten anderer Schüler und weiteren Lektürevorschlägen auseinandersetzen.
  • 12nutzen handlungs- und produktionsorientierte Methoden, um ihr Textverständnis abzubilden und zu vertiefen, z. B. Fortsetzungen, Umschreibungen aus anderen Perspektiven und in andere Textsorten, Füllen von Leerstellen, Illustrationen.
  • 13lesen mindestens eine Ganzschrift, z. B. ein modernes oder klassisches Kinder- bzw. Jugendbuch, und setzen sich im Unterricht damit auseinander. Die Lektüre der Ganzschrift kann durch die Analyse eines Films ergänzt werden.
Schreiben
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1unterscheiden sicher zwischen den Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) und setzen diese dem Schreibanlass angemessen wirkungsvoll ein.
  • 2wählen Methoden wie Brainstorming zur Ideenfindung und strukturieren Informationen bzw. ihre Schreibideen zunehmend selbständig mithilfe eines Repertoires unterschiedlicher Mittel (z. B. Skizze, Cluster, Mindmap). Sie bringen Handlungsschritte bzw. komplexere Abläufe in eine sinnvolle und logische Reihenfolge, z. B. mithilfe eines Schreibplans.
  • 3beurteilen und überarbeiten eigene und fremde Texte mit einem Repertoire von gemeinsam entwickelten Kriterien (z. B. Variation im Ausdruck) zunehmend eigenständig.
  • 4setzen der jeweiligen Grundform angemessene sprachliche Mittel gezielt zur Gestaltung ihrer Texte ein (z. B. treffende Wortwahl, Personifikation, Aktiv/Passiv, Ober- und Unterbegriffe, abwechslungsreichen Satzbau).
  • 5erzählen zu unterschiedlichen Impulsen wirkungsvoll von Erlebtem und Erfundenem aus einer klar erkennbaren Perspektive und mit einem dem Erzählziel entsprechenden Handlungsverlauf (Erzählsituation – Ereignis – Ausgang). Sie gestalten ihre Figuren, z. B. durch Beschreibungen und inneres Geschehen, und erweitern dadurch ihre Fähigkeiten zu Imagination und Empathie. Sie variieren literarische Texte (z. B. Sagen, Auszüge aus Kinder- und Jugendbüchern; Gedichte) oder ahmen diese nach.
  • 6nutzen beim Überarbeiten von Texten, auch im Team, ein zunehmend breiteres Repertoire an Methoden (z. B. Überarbeitungsbogen als Checkliste).
  • 7wenden Textverarbeitungsprogramme zum Schreiben und Überarbeiten von Texten an.
  • 8informieren sich und andere sicher und mit sachlogischem Aufbau über Vorgänge bzw. Ereignisse.
  • 9stellen ihre Meinung zu Themen und Sachverhalten ihres Erfahrungsbereichs einfach begründet dar.
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
11 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1unterscheiden ausgewählte Merkmale und Leistungen von Dialekt und Standardsprache, auch anhand von literarischen Texten, und vertiefen so ihr Sprachbewusstsein.
  • 2benennen sprachliche Phänomene mit lateinischen Fachbegriffen, um sprachliche Verständigung fachgerecht zu beschreiben. Sie nutzen dabei ggf. andere Sprachen aus dem eigenen Umfeld.
  • 3gewinnen an Sicherheit in der Rechtschreibung und beachten dabei Regeln der Dehnung, Schärfung, das/dass-Schreibung, Groß- und Kleinschreibung, Schreibung gleich und ähnlich klingender Wörter, Schreibung häufig gebrauchter Fremdwörter.
  • 4erkennen Zusammenhänge zwischen sprachlicher Gestaltung und Wirkung (u. a. Passiv, Dialekt, Redewendungen).
  • 5bestimmen alle Wortarten terminologisch korrekt und verwenden sie funktional bei der Gestaltung von Äußerungen.
  • 6wenden Satzschlusszeichen und die Zeichensetzung bei wörtlicher Rede sicher an und setzen Kommas bei Aufzählungen, in Satzreihen und Satzgefügen richtig.
  • 7wenden ihr grundlegendes grammatikalisches und orthografisches Regelwissen für die korrekte Gestaltung von Texten an und setzen Rechtschreibstrategien und Methoden der Fehleranalyse ein (z. B. Ableitungsverfahren, Verlängern, Mehrzahlprobe).
  • 8unterscheiden zwischen Aktiv und Passiv, bilden beide Formen richtig und verwenden sie gezielt je nach Aussageabsicht. Sie verwenden Verben in unterschiedlichen Tempusformen richtig.
  • 9unterscheiden wesentliche Satzglieder bzw. Satzgliedteile (Prädikativ, alle Objekte, Adverbialien, temporale, kausale, finale, modale Adverbialsätze, Subjekt- und Objektsatz; Attribute, auch Relativsatz) und verwenden sie grammatikalisch richtig.
  • 10unterscheiden einfache Sätze/Satzreihen und komplexe Sätze/Satzgefüge, um über sprachliche Alternativen zu verfügen.
  • 11strukturieren und erweitern ihren Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen über die Möglichkeiten der Bildung von Ober- und Unterbegriffen sowie der konkreten und bildhaften Redeweise, um Texte zu verstehen und Sachverhalte abwechslungsreich und ausdrucksstark darzustellen.

Jahrgangsstufe 7

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1hören ihren Gesprächspartnern aufmerksam zu, um Aussage und Intention zu erfassen und um Wertschätzung auszudrücken, und geben ggf. eine Rückmeldung zu längeren Gesprächsbeiträgen und Referaten.
  • 2lesen auch schwierigere und unbekannte literarische und pragmatische Texte weitgehend flüssig und sinnbetont vor, indem sie u. a. auf Lesetempo und Stimmführung achten. Sie tragen Gedichte frei und sinnbetont vor.
  • 3bewältigen verschiedene Gesprächssituationen (z. B. Unterrichts-, Fach- und Alltagsgespräche) sicher, indem sie das jeweils geeignete sprachliche Handlungsmuster verwenden. Sie handeln dabei im Sinne einer demokratischen Gesprächskultur und setzen angemessene Mittel der Konfliktlösung ein.
  • 4gestalten beim szenischen Spiel eigenständig Szenen und Rollen. Sie nutzen das szenische Darstellen als eine Möglichkeit der Persönlichkeitsentfaltung und für das Verständnis von Sachverhalten bzw. literarischen Texten. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 5erfassen Informationen und Aussageabsicht gesprochener Texte (z. B. Auszüge aus Hörbüchern oder kurze Vorträge zu Sachthemen), indem sie das Thema benennen, Fragen zum Inhalt beantworten oder Meinungen zu Thema und Text begründen.
  • 6sprechen weitgehend frei, strukturiert und adressatenorientiert über Erfahrungen, Ereignisse, Vorgänge bzw. Texte des weiteren Erfahrungsbereichs und verwenden dabei angemessen und sicher die Grundformen Erzählen, Informieren und Argumentieren.
  • 7vertreten in Diskussionen oder in anderen kurzen Redebeiträgen (z. B. im Rollenspiel) mit Argumenten ihre eigene Meinung. Sie fassen in Gesprächen die Positionen anderer zusammen und bekräftigen oder widerlegen deren Argumentation.
  • 8informieren die Mitschülerinnen und Mitschüler, auch in Referaten, über Arbeitsergebnisse, ein Sachthema oder eine Ganzschrift und setzen dabei Visualisierungsmittel ein, ggf. auch digitale.
  • 9setzen einfache rhetorische Mittel ein, unterstützen ihre Beiträge durch stimmliche und nonverbale Mittel, z. B. Variation des Sprechtempos, Modulation der Stimme, Mimik und Gestik.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
15 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vertiefen ihre Leseerfahrungen durch schulische und außerschulische Lektüre, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund), insbesondere im Bereich der modernen oder klassischen Jugendliteratur und des Sachbuchs.
  • 2erleben Literatur als Erfahrungsraum und Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Zeiten, Gesellschaften, Kulturen (insbesondere Mittelalter) und Milieus. Sie vollziehen auch zunächst fremde Handlungen und Denkweisen von Figuren nach und verwenden literarische Texte zur Überprüfung eigener Haltungen und Urteile.
  • 3verstehen pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form (z. B. Jugendsachbücher, Jugendzeitschriften, Lexika, Blogs und Erklärvideos; auch nichtlineare Texte wie Diagramme, Grafiken, Abbildungen) und entnehmen ihnen Informationen, um ihr Interesse und Verständnis für Sachfragen zu vertiefen.
  • 4recherchieren auf der Basis geeigneter Suchbegriffe im Internet. Sie beurteilen ihre Rechercheergebnisse anhand formaler und inhaltlicher Kriterien, z. B. indem sie die Informationsqualität in verschiedenen Medien (z. B. Zeitung, Internet, Lexikon) vergleichen.
  • 5nutzen Zusatzinformationen und beziehen eigene Erfahrungen ein, um literarische und pragmatische Texte, auch zu unbekannten Themen, zu verstehen.
  • 6arbeiten Inhalte sowie typische Themen und Motive von modernen oder klassischen Jugendbüchern heraus. Sie erschließen epische Kleinformen, Gedichte, Balladen sowie kürzere dramatische Texte ausgewählter, altersgerechter Themenkreise.
  • 7untersuchen pragmatische Texte ggf. mithilfe von Leitfragen, z. B. zu Inhalt, Adressatenbezug, Intention.
  • 8erkennen die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit Medien und reflektieren ihre eigene Mediennutzung und -rezeption (z. B. in sozialen Netzwerken).
  • 9untersuchen Hörtexte oder Filme, beschreiben dabei die Wirkung von Gestaltungsmitteln wie Ton- und Bildeffekten sowie Schnitttechniken.
  • 10prüfen, auch im Vergleich mehrerer Texte, die Qualität von Informationen und Argumenten und bilden sich dabei eine eigene Meinung zur Sachlichkeit der Vermittlung.
  • 11erschließen literarische Texte unter Beachtung der sie prägenden Merkmale und Strukturen, v. a. Form- und Gattungselemente, Thematik, Aufbau, Handlungsführung, Figuren-, Raum- und Zeitgestaltung, ggf. Figurensprache, auffällige sprachliche Mittel.
  • 12lesen Texte unterschiedlicher medialer Form je nach Lesezweck und Aufgabenstellung mit den jeweils angemessenen Techniken, z. B. zur raschen Informationsentnahme punktuell oder zum vertieften Textverständnis schrittweise-sinnerfassend (sequenzielles Lesen). Sie dokumentieren ihr Textverständnis, z. B. in freien Lesetagebüchern.
  • 13begründen Lesevorlieben, indem sie sich mit weiteren Lektürevorschlägen auseinandersetzen, z. B. auch von Mitschülerinnen und Mitschülern.
  • 14nutzen handlungs- und produktionsorientierte Methoden, um ihr Textverständnis abzubilden und zu vertiefen, z. B. durch Fortsetzungen, Umschreibungen aus anderen Perspektiven und in andere Textsorten, Verwendung anderer medialer Formen, Füllen von Leerstellen, Änderung des Layouts.
  • 15lesen mindestens eine Ganzschrift, z. B. ein modernes oder klassisches Kinder- bzw. Jugendbuch, und setzen sich im Unterricht damit auseinander. Die Lektüre der Ganzschrift kann durch die Analyse eines (Kurz-)Films ergänzt werden.
Schreiben
12 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) der Schreibsituation angemessen an.
  • 2nutzen geeignete Verfahren zur Ideensammlung und konzipieren ihre Texte adressatengerecht; sie planen ihre Texte mithilfe verschiedener Ordnungssysteme. Sie strukturieren ihre Texte und überprüfen deren Logik.
  • 3beurteilen und überarbeiten eigene und fremde Texte mit geeigneten, der Schreibsituation angemessenen Kriterien eigenständig (z. B. im Hinblick auf Logik und Adressatenbezug).
  • 4setzen unterschiedliche sprachliche Mittel gezielt zur Gestaltung ihrer Texte ein (z. B. treffende Wortwahl, Attribuierungen, Metaphern, Konjunktiv, Gliedsätze).
  • 5erzählen zu unterschiedlichen Impulsen wirkungsvoll von Erlebtem und Erfundenem. Sie gestalten die erzählte Welt (Umgebung, Stimmung, Situation), indem sie schildernde und beschreibende Elemente verwenden, u. a. in der Auseinandersetzung mit literarischen Texten.
  • 6überarbeiten analoge und digitale Texte mit geeigneten Methoden (z. B. Überarbeitungsfunktion).
  • 7übernehmen Informationen aus Texten und Materialien in eigene Texte, indem sie Paraphrasen und indirekte Rede verwenden und Übernahmen kennzeichnen.
  • 8verfassen informierende Texte über einfache Sachverhalte, indem sie geeignete Materialien (Bilder, Grafiken, kürzere Texte) auswerten.
  • 9informieren über das Thema und wesentliche Handlungsschritte literarischer Texte.
  • 10nutzen verschiedene Funktionen von Textverarbeitungsprogrammen zum Schreiben und Überarbeiten von Texten, z. B. Schriftarten, Hervorhebungen.
  • 11nehmen begründet Stellung zu Themen ihres Erfahrungsbereichs, formulieren Behauptungen, stützen sie mit Begründungen und veranschaulichen diese durch Beispiele.
  • 12ordnen Argumente nach ihrer Stichhaltigkeit an. Sie bauen einen argumentierenden Text linear auf (z. B. in Form eines sachlichen Briefs).
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
10 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1schreiben orthografisch und grammatikalisch weitgehend richtig, auch bei Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, geläufigen Fremdwörtern.
  • 2beschreiben grundlegende Entwicklungen des Wortschatzes, insbesondere den Bedeutungswandel, und vertiefen so ihr Sprachwissen und ihr Sprachbewusstsein.
  • 3beschreiben und begreifen Sprache als System, um sprachliche Verständigung fachgerecht untersuchen und reflektieren zu können. Sie nutzen dabei ggf. andere Sprachen aus dem eigenen Umfeld.
  • 4erkennen Zusammenhänge zwischen sprachlicher Gestaltung und Wirkung (u. a. Modusgebrauch, Attribuierungen, einfache Sätze/Satzreihen und komplexe Sätze/Satzgefüge).
  • 5unterscheiden verschiedene Modi des Verbs, verwenden den Konjunktiv als Mittel der Redewiedergabe oder der Graduierung von Modalität.
  • 6setzen Satzschlusszeichen, Redezeichen und Kommas auch bei Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen, bei Apposition und nachgestellter genauerer Bestimmung grundlegend richtig.
  • 7unterscheiden Satzglieder bzw. Satzgliedteile (auch konditionale, konsekutive, konzessive und adversative Beziehungen) und verwenden sie grammatikalisch richtig.
  • 8wenden ihr erweitertes grammatikalisches und orthografisches Regelwissen für die korrekte Gestaltung von Texten an und setzen Rechtschreibstrategien und Methoden der Fehleranalyse ein (z. B. Ableitungsverfahren, Verlängern, Mehrzahlprobe).
  • 9unterscheiden einfache Sätze/Satzreihen und komplexe Sätze/Satzgefüge und verwenden sie funktional, um Texte und Äußerungen zu gestalten.
  • 10strukturieren und erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen, u. a. indem sie Abstrakta und einfachen Fachwortschatz erklären und verwenden.

Jahrgangsstufe 8

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1hören in Gesprächen aufmerksam zu, um Aussage, Intention und ggf. Argumentation zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken. Sie geben eine Rückmeldung zu längeren Gesprächsbeiträgen bzw. Referaten und bewerten eigenes Gesprächsverhalten unter Berücksichtigung der Anforderungen eines demokratischen Diskurses.
  • 2lesen literarische und pragmatische Texte flüssig und interpretierend vor, auch nonverbal unterstützt. Sie tragen Gedichte frei und interpretierend vor.
  • 3bewältigen, auch auf der Basis eines einfachen Kommunikationsmodells, verschiedene Gesprächssituationen (z. B. Klassen-, Gruppen- oder Partnergespräche), indem sie fair und zielführend das jeweils geeignete sprachliche Handlungsmuster verwenden und Wechselwirkungen von eigenem und fremdem Gesprächsverhalten beachten. Sie setzen angemessene Mittel der Konfliktlösung ein.
  • 4greifen elementare Spielformen des Theaters auf und vertiefen so ihr Verständnis von Sachverhalten oder literarischen Texten, auch im Dialekt. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 5erfassen Informationen und Aussageabsicht gesprochener literarischer oder pragmatischer Texte, indem sie das Thema benennen, Zusammenhänge erkennen, Fragen beantworten bzw. zu Strittigem Stellung nehmen.
  • 6sprechen frei, strukturiert und adressatenorientiert über Themen und Texte des weiteren Erfahrungsbereichs und verwenden gezielt die Grundformen Informieren, Erzählen und Argumentieren.
  • 7handeln in unterschiedlichen Gesprächssituationen (z. B. Gruppendiskussion) angemessen, indem sie die Beiträge anderer aufgreifen, dabei auf die vertretenen Meinungen und (Gegen-)Argumente eingehen und eine eigene Position begründen. Sie bereiten kürzere Diskussionen vor, führen sie unter Anleitung im Sinne einer demokratischen Gesprächskultur durch, werten sie aus und fassen Gesprächsergebnisse zusammen.
  • 8informieren die Mitschülerinnen und Mitschüler auch in Referaten über Arbeitsergebnisse, über anspruchsvollere Sachthemen sowie über Texte und setzen dabei Anschauungsmaterial und Medien gezielt ein.
  • 9setzen einfache rhetorische Mittel ein und unterstützen ihre Beiträge bewusst durch stimmliche und nonverbale Mittel.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vertiefen ihre Leseerfahrungen durch schulische und außerschulische Lektüre, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund), insbesondere im Bereich der modernen und klassischen Jugendliteratur und des Sachbuchs.
  • 2rezipieren literarische Texte, insbesondere aus dem Bereich der modernen und klassischen Jugendliteratur, ggf. auch aus dem Bereich der Weltliteratur, begegnen dabei anderen Zeiten, Gesellschaften, Kulturen oder Milieus und reflektieren Handlungen und Denkweisen von Figuren. Sie setzen sich mit aktuellen und ggf. auch historischen literarischen Texten ausgewählter Themenkreise auseinander. Sie vergleichen ihre Lektüre mit Texten anderer Kultur- und Zeiträume.
  • 3verstehen und nutzen pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form, um ihr Interesse für Sachfragen zu vertiefen, ihr Wissen zu Themen aus dem eigenen Erfahrungsbereich zu erweitern und zur Recherche für die Produktion eigener Texte.
  • 4recherchieren, z. B. im Rahmen eines Zeitungsprojekts, zielgerichtet in verschiedenen Medien, vergleichen verschiedene Darstellungen zu einem Thema anhand geeigneter Kriterien (z. B. Art des Veröffentlichungsmediums, Intentionen unterschiedlicher journalistischer Textsorten, Art der Informationsvermittlung sozialer Medien) und bewerten ihre Rechercheergebnisse kritisch; sie reflektieren auf dieser Basis ihre eigene Mediennutzung und -rezeption.
  • 5nutzen Zusatzinformationen, eigene Erfahrungen und ggf. weitere Kontextualisierungen, um literarische und pragmatische Texte, auch zu unbekannten Themen, zu verstehen.
  • 6erschließen Inhalt, Aufbau und Gestaltung literarischer Texte in ihrem Zusammenwirken und entwickeln so ein Textverständnis. Sie wenden dabei gattungsspezifische Kategorien an: Sie untersuchen in epischen Texten (z. B. moderner Kurzprosa) die Handlung (chronologisch-kausale Zusammenhänge, Figuren) und die Darstellungsweise (z. B. Erzählerbericht, Figurenrede); sie untersuchen in dramatischen Texten v. a. Aufbau (Akt/Szene), Konstellation und Interaktion der Figuren; sie untersuchen in lyrischen Texten v. a. die Ausgestaltung der Sprechsituation und die Bildlichkeit. Sie erkennen bei der Auseinandersetzung mit literarischen Texten Fiktionalitätssignale.
  • 7untersuchen pragmatische Texte mit geeigneten Kategorien (z. B. Inhalt, Aufbau, Argumentation, Adressatenbezug, Intention, Veröffentlichungsmedium). Sie analysieren und unterscheiden journalistische Textsorten (z. B. Nachricht, Kommentar, Glosse, Blog), auch unter Berücksichtigung der Entwicklungen des digitalen Journalismus.
  • 8untersuchen die Wirkung von medialen Gestaltungsmitteln in Hörtexten, Filmen und ggf. grafischer Literatur und erkennen, dass diese Textvorlagen deuten.
  • 9begründen und überdenken Lesevorlieben, indem sie sich mit literarischen Qualitätsurteilen auseinandersetzen (z. B. Buchpreisentscheidungen).
  • 10beurteilen, ggf. auch im Vergleich mehrerer Texte, die Qualität und die Seriosität von Information und Argumentation und entwickeln dazu einen eigenen Standpunkt.
  • 11entscheiden zunehmend selbständig über die dem jeweiligen Text und der Leseabsicht angemessene Lesestrategie (v. a. punktuelles, diagonales, kursorisches oder sequenzielles Lesen). Sie lesen punktuell, um einem Text wichtige Informationen zu entnehmen; sie lesen zunehmend untersuchend-kritisch (analytisches Lesen), um zentrale Aussagen zu erfassen und zu diskutieren. Sie wenden bei digitalen Texten geeignete Lesetechniken an. Sie dokumentieren ihr Verständnis längerer Texte oder themenspezifischer Materialien, z. B. in kurzen Portfolios und Lesetagebüchern.
  • 12nutzen handlungs- und produktionsorientierte Methoden, z. B. Wechsel des Mediums, um ihr Textverständnis zu vertiefen.
  • 13lesen mindestens zwei Ganzschriften, z. B. ein anspruchsvolles Jugendbuch, und setzen sich im Unterricht damit auseinander. Die Lektüre einer Ganzschrift kann durch die Analyse eines (Kurz-)Films ersetzt werden.
Schreiben
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) der Schreibsituation angemessen an, ggf. auch in Kombination.
  • 2nutzen geeignete Verfahren zur Ideensammlung, konzipieren ihre Texte adressatengerecht und planen ihre Texte mithilfe verschiedener Ordnungssysteme. Sie strukturieren ihre Texte und überprüfen deren Logik. Sie wählen dabei innerhalb ihrer Texte, ggf. noch unter Anleitung, geeignete thematische Entfaltungen.
  • 3beurteilen und überarbeiten eigene und fremde Texte anhand angemessener Kriterien eigenständig (z. B. in Bezug auf Sprache und Form sowie Textzusammenhang).
  • 4setzen eine Auswahl unterschiedlicher sprachlicher Mittel gezielt zur Gestaltung ihrer Texte ein (z. B. bildhafte Sprache, Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen, Fachbegriffe, Pro-Formen).
  • 5verfassen erzählende oder schildernde Texte oder Textpassagen im Rahmen der produktionsorientierten Auseinandersetzung mit literarischen Texten oder bei journalistischen Formen (z. B. als Einleitung von argumentierenden Texten).
  • 6nutzen beim Überarbeiten von analogen und digitalen Texten eine Auswahl von Methoden (z. B. Kommentarfunktion) und überarbeiten Texte, auch im Team, zunehmend eigenverantwortlich (z. B. mithilfe eines kriteriengeleiteten Überarbeitungsplans).
  • 7verfassen informierende Texte zu altersgemäßen Themen, indem sie geeignete Materialien (Bilder, Grafiken, kürzere Texte) auswerten. Sie erklären dabei Begriffe und Sachverhalte.
  • 8verfassen unter Anleitung strukturierte Mitschriften, z. B. von Referaten.
  • 9informieren über literarische Texte, indem sie das Thema formulieren und den Inhalt sowie wesentliche Zusammenhänge darstellen.
  • 10übernehmen Informationen aus Texten und Materialien in eigene Texte, indem sie vielfältige Formen der Redewiedergabe (v. a. Paraphrase, indirekte Rede, Infinitivkonstruktion, Modalverben) nutzen und Übernahmen kennzeichnen.
  • 11formulieren einen eigenen Standpunkt zu einem Sachverhalt aus dem weiteren Erfahrungsbereich (z. B. aus dem Bereich der Medien und der digitalen Kommunikationsformen) und argumentieren, auch mithilfe von Materialien, planvoll und schlüssig, indem sie Zusammenhänge erläutern und über Hintergründe informieren.
  • 12nutzen verschiedene Funktionen von Textverarbeitungsprogrammen zum Schreiben und Überarbeiten von Texten, z. B. Seitenlayout.
  • 13bauen einen argumentierenden Text linear auf (ggf. in Form eines Leserbriefs).
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1unterscheiden Merkmale und Leistungen von Dialekt und Jugendsprache als Sprachvarietäten im Vergleich zur Standardsprache und vertiefen so ihr Sprachwissen und ihr Sprachbewusstsein.
  • 2beschreiben und reflektieren Sprache als System und als Verständigungsmittel.
  • 3schreiben orthografisch und grammatikalisch weitgehend richtig. Sie beachten Probleme und Ausnahmefälle sowie die Schreibung von Fremdwörtern. Sie wenden die Regeln der Zeichensetzung an, u. a. beim Zitieren.
  • 4untersuchen konkrete Gesprächssituationen auf der Basis eines einfachen Kommunikationsmodells, unterscheiden konzeptionell bzw. medial mündliche und schriftliche Kommunikation, reflektieren dabei den Gebrauch von Dialekt und Jugendsprache.
  • 5beschreiben syntaktische und textgrammatikalische Strukturen (auch Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen, Gliedsätze, Satzverknüpfungen) und verwenden sie funktional, um Texte und Äußerungen zu gestalten.
  • 6wenden ihr erweitertes grammatikalisches und orthografisches Regelwissen sicher für die korrekte Gestaltung von Texten an und setzen Rechtschreibstrategien und Methoden der Fehleranalyse ein (z. B. grammatikalisch-regelbildende Verfahren).
  • 7untersuchen die Beschaffenheit von Texten, insbesondere Zusammenhänge zwischen sprachlicher Gestaltung und Wirkung bzw. Funktion für die Textkohärenz (u. a. bildhafte Sprache, Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen, Fachbegriffe, Pro-Formen).
  • 8beschreiben die Funktion von Tempus, Modus und Genus Verbi und verwenden sie in unterschiedlichen Formen der Redewiedergabe und zur sprachlichen Differenzierung.
  • 9erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen, u. a. indem sie Fremdwörter und Fachwortschatz erklären und zielgerichtet verwenden.
Profilbereich am MuG
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vertiefen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich des Gestaltens und der ästhetischen Bildung, vor allem im Hinblick auf das fächerverbindende Arbeiten und die Ausgestaltung des schulischen Lebens (z. B. Inszenierungsversuche, mediale Gestaltung, produktive Auseinandersetzung mit Bildern und Texten).
  • 2gestalten im Rahmen eines Zeitungsprojekts und unter Nutzung digitaler Medien im Team eine eigene Veröffentlichung.
  • 3erschließen sich themenorientiert eine weitere Ganzschrift bzw. einen Film und vertiefen so ihre literarische Kompetenz.
  • 4verfassen in der Auseinandersetzung mit literarischen Vorbildern eigene literarische Texte und setzen dabei gezielt sprachliche Mittel ein.

Jahrgangsstufe 9

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1greifen elementare Spielformen des Theaters auf und vertiefen so ihr Verständnis von Sachverhalten oder literarischen Texten. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 2bewältigen Kommunikationssituationen fair sowie themen- und lösungsorientiert, indem sie Ursachen für Kommunikationsprobleme auf der Basis eines einfachen Kommunikationsmodells identifizieren, Möglichkeiten der Gesprächssteuerung einsetzen und Rollen- und Beziehungsverhalten reflektieren. Sie erkennen die Mittel der sprachlichen Manipulation, z. B. Wortwahl, Wiederholung, suggestive Bilder.
  • 3tragen bzw. lesen literarische und pragmatische Texte flüssig und interpretierend vor und fördern so das Textverständnis.
  • 4hören in Gesprächen, auch zu fachspezifischen Themen, aufmerksam zu, um Aussage, Intention und ggf. Argumentation zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken. Sie geben eine Rückmeldung zu längeren Gesprächsbeiträgen bzw. Referaten und bewerten eigenes Gesprächsverhalten unter Berücksichtigung der Anforderungen eines demokratischen Diskurses.
  • 5erfassen wesentliche Aussagen aus gesprochenen literarischen oder pragmatischen Texten, indem sie Inhalte in eigenen Worten zusammenfassen bzw. Strittiges erörtern.
  • 6sprechen frei, strukturiert, adressatenorientiert und themengerecht und wählen bzw. kombinieren je nach Situation sicher informierende, erzählende bzw. argumentierende Formen (z. B. bei Debatten, Präsentationen und in pragmatischen Gesprächssituationen).
  • 7handeln in unterschiedlichen Gesprächssituationen (ggf. auch Bewerbungsgespräch) sicher, indem sie nachfragen, anknüpfen, sachlich auf Argumente reagieren sowie das angemessene Sprachregister verwenden. Sie entwickeln argumentativ eine eigene Position. Sie bereiten Diskussionen und ggf. Debatten vor, auch im Team, führen sie unter Anleitung im Sinne einer demokratischen Gesprächskultur durch, werten sie aus und fassen Gesprächsergebnisse zusammen.
  • 8informieren die Mitschülerinnen und Mitschüler in überzeugend strukturierten Referaten oder anderen Präsentationsformen über Arbeitsergebnisse, auch komplexere Sachthemen und Texte, und unterstützen ihre möglichst frei präsentierten Beiträge mit ausgewählten Materialien und Medien.
  • 9setzen rhetorische Mittel sach- und adressatengerecht ein und unterstützen ihre Beiträge bewusst durch stimmliche und nonverbale Mittel.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
14 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nutzen die modernen Informations- und Kommunikationsmedien in verantwortlicher Weise zum Gewinn von Informationen bzw. Argumentationsmöglichkeiten und bewerten ihre Ergebnisse, auch im Vergleich, problembewusst (z. B. Verlässlichkeit des Veröffentlichungsmediums und des Urhebers, Intentionen und ggf. Argumentationsstrategien unterschiedlicher Textsorten); sie reflektieren auf dieser Basis ihre eigene Mediennutzung und -rezeption.
  • 2verstehen und nutzen pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form, um ihr gesellschaftliches Orientierungswissen zu erweitern, Themen aus dem weiteren Erfahrungsbereich zu erschließen und zu vertiefen sowie als Material für die Produktion eigener Texte.
  • 3rezipieren literarische Texte, ggf. auch aus dem Bereich der Weltliteratur, und begegnen dabei anderen Zeiten, Gesellschaften, Kulturen oder Milieus und reflektieren Handlungen und Denkweisen von Figuren. Sie diskutieren eigene Einstellungen und Verhaltensweisen sowie Grundfragen menschlicher Existenz.
  • 4erweitern ihr Repertoire an Texten und Themen durch schulische und außerschulische Lektüre, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund), insbesondere im Bereich der modernen und klassischen Literatur und des Sachbuchs.
  • 5untersuchen zunehmend selbständig literarische und pragmatische Texte mithilfe ausgewählter Kriterien. Sie beziehen Zusatzinformationen in den Verstehensprozess ein.
  • 6erweitern ihr literarisches Wissen, indem sie aktuelle und historische literarische Texte ausgewählter Themenkreise erschließen. Sie vertiefen ihr Textverständnis, indem sie Zeitbezug und biografische Informationen berücksichtigen und die Historizität von Texten erkennen.
  • 7untersuchen, ggf. vergleichend, informierende und argumentierende Texte, indem sie insbesondere Kernaussagen, Struktur und ggf. Hypertextstruktur, Argumentationsweise, Adressatenbezug, Intention und sprachliche Gestaltung herausarbeiten.
  • 8analysieren die Wirkung von medialen Gestaltungsmitteln in Hörtexten, Filmen und ggf. grafischer Literatur und erkennen, dass diese Textvorlagen deuten. Ggf. setzen sie Medien gestalterisch ein.
  • 9entscheiden über die dem jeweiligen Text, der Leseabsicht und der jeweiligen medialen Präsentationsform angemessene Lesestrategie (v. a. punktuelles, diagonales, kursorisches, selektives oder sequenzielles Lesen); sie lesen untersuchend-kritisch (analytisches Lesen), um zentrale Aussagen zu erfassen, vertrauenswürdige und problematische Informationen zu unterscheiden und zu diskutieren. Sie dokumentieren ihr Verständnis längerer Texte oder themenspezifischer Materialien in unterschiedlichen Formen wie Portfolios, Lesetagebüchern oder kurzen Notizen, ggf. auch digital.
  • 10beurteilen, auch durch Vergleich, die inhaltliche und argumentative Qualität von Texten, berücksichtigen dabei z. B. den Publikationsort oder den/die Verfasser und entwickeln einen eigenen Standpunkt.
  • 11erschließen Inhalt, Aufbau und Gestaltung literarischer Texte in ihrem Zusammenwirken und entwickeln so ein Textverständnis. Sie wenden dabei gattungsspezifische Kategorien an: Sie untersuchen in epischen Texten (z. B. Kurzgeschichten) die Handlung und die erzählte Welt (Figurengestaltung, Motivierung der Handlung und ggf. Handlungsschemata) sowie die Darstellungsweise (z. B. Stellung des Erzählers zur erzählten Welt, innerer Monolog, erlebte Rede); sie untersuchen in dramatischen Texten v. a. den Konflikt, Konstellation und Interaktion der Figuren und auch ausgewählte aufführungsbezogene Aspekte (z. B. Inszenierung, Sprechweise); sie untersuchen in lyrischen Texten das Zusammenwirken sprachlicher und formaler Gestaltungsmittel und ihre Wirkung auf den Leser. Sie reflektieren bei der Auseinandersetzung mit literarischen Texten Fiktionalitätssignale.
  • 12setzen sich mit der kulturellen Praxis von Buchbewertungen, auch in digitalen Medien, auseinander. Sie begründen eigene literarische Werturteile und erkennen den ästhetischen Reiz literarischer Texte.
  • 13arbeiten gestaltend und gehen produktiv mit Sprache und Literatur um, z. B. in Form von Rollenspielen oder kreativen Schreibformen, um ihr Textverständnis zu vertiefen.
  • 14lesen mindestens eine Ganzschrift und setzen sich im Unterricht damit auseinander. Die Lektüre einer Ganzschrift kann durch die Analyse eines (Kurz-)Films oder einer Graphic Novel ergänzt werden.
Schreiben
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beurteilen, überarbeiten und gestalten eigene und fremde Texte selbständig (z. B. im Hinblick auf Textlogik).
  • 2setzen Verfahren zur Ideensammlung ein, konzipieren ihre Texte adressatengerecht und planen ihre Texte mithilfe verschiedener Ordnungssysteme. Sie strukturieren ihre Texte dem jeweiligen Schreibauftrag angemessen und wählen dabei geeignete thematische Entfaltungen, um den Anforderungen der jeweiligen Textsorte gerecht zu werden.
  • 3wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) sicher in den durch die Schreibsituation geforderten Texten an, auch kombiniert.
  • 4setzen unterschiedliche sprachliche Mittel gezielt zur Gestaltung ihrer Texte ein (z. B. Tempuswechsel, Übertreibung, rhetorische Frage).
  • 5verfassen erzählende oder schildernde Texte oder Textpassagen im Rahmen der produktionsorientierten Auseinandersetzung mit literarischen Texten oder bei journalistischen Formen (z. B. als Einleitung von argumentierenden Texten oder zur Veranschaulichung in Kommentaren).
  • 6nutzen beim Überarbeiten von Texten eine Auswahl von Methoden und überarbeiten Texte auch im Team.
  • 7verfassen informierende Texte zu altersgemäßen Themen, indem sie unterschiedliche, auch selbst recherchierte Materialien als Grundlage heranziehen. Sie erklären dabei Begriffe und Sachverhalte.
  • 8verfassen strukturierte Mitschriften, z. B. von Debatten und Präsentationen.
  • 9verwenden Informationen, Aussagen und Zitate aus Text- und Materialgrundlagen in eigenen Texten zielführend sowie sprachlich und formal richtig (unter Angabe der Quellen).
  • 10informieren über den Inhalt, den Aufbau sowie einzelne ausgewählte sprachlich-stilistische und gattungsspezifische Gestaltungsmittel literarischer Texte. Sie stellen ihre Sicht des Zusammenwirkens von Inhalt, Aufbau und Gestaltung einfach begründet dar und formulieren erste Deutungshypothesen.
  • 11setzen Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme zielgerichtet ein.
  • 12erörtern für sich und gegenüber anderen Fragen und Sachverhalte zu altersgemäßen Themen (z. B. zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen) in unterschiedlichen Formen (z. B. als Erörterung und Kommentar) unter Bezugnahme auf Material. Sie erklären Sachverhalte, gehen auf Gegenargumente ein und formulieren abwägend Schlussfolgerungen, in denen der eigene Standpunkt ersichtlich wird.
  • 13strukturieren ihre Texte linear, antithetisch oder nach Sachgebieten und verknüpfen ihre Argumente schlüssig. Sie bilden die Struktur ihrer argumentierenden Texte ab, indem sie ein formales Gliederungssystem verwenden (z. B. numerische oder alphanumerische Gliederung).
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
8 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1wenden ihr erweitertes grammatikalisches und orthografisches Regelwissen sicher für die korrekte Gestaltung von Texten an und setzen Rechtschreibstrategien und Methoden der Fehleranalyse ein (z. B. Reflexion orthografischer Besonderheiten).
  • 2beschreiben und reflektieren Sprache als System und als Verständigungsmittel und vertiefen so ihr Sprachwissen und Sprachbewusstsein.
  • 3erkennen und beurteilen sprachliche Klischees und diskriminierenden Sprachgebrauch und vertiefen so ihr Sprachbewusstsein.
  • 4untersuchen und reflektieren die Möglichkeiten der Manipulation durch Sprache auf der Basis eines gängigen Kommunikationsmodells; sie unterscheiden und analysieren konzeptionell bzw. medial mündliche und schriftliche Kommunikation.
  • 5beschreiben syntaktische und textgrammatikalische Strukturen und ihre Funktion, um Texte zu untersuchen bzw. zu gestalten.
  • 6untersuchen die Beschaffenheit von Texten, insbesondere Zusammenhänge zwischen sprachlicher Gestaltung und Wirkung bzw. Elemente der Textkohärenz (u. a. Mittel der Distanzierung und Wertung, textuelle Verweise, Satzverknüpfungen, gliedernde Formulierungen).
  • 7beherrschen und verwenden unterschiedliche Formen der Redewiedergabe und der sprachlichen Differenzierung sowie der sprachlichen Verdichtung und Abstraktion.
  • 8erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen, indem sie sich mit Texten aus ihrem weiteren Erfahrungsbereich auseinandersetzen.
Profilbereich am MuG
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vertiefen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich des Gestaltens und der ästhetischen Bildung, vor allem im Hinblick auf das fächerverbindende Arbeiten und die Ausgestaltung des schulischen Lebens (z. B. Inszenierungsversuche, mediale Gestaltung, produktive Auseinandersetzung mit Bildern und Texten).
  • 2untersuchen und reflektieren die Wechselwirkung von Wort, Bild und Ton.
  • 3erschließen sich themenorientiert eine weitere Ganzschrift der Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart bzw. einen Film und vertiefen so ihre literarischen Kompetenzen.
  • 4verfassen im Anschluss an die Auseinandersetzung mit literarischen Texten, Filmen oder Musikstücken eigene literarische Texte.

Jahrgangsstufe 10

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1reflektieren szenische Verfahren für die Interpretation von Texten und setzen sie ggf. bei der eigenen szenischen Gestaltung sicher um. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 2reflektieren Bedingungen gelingender bzw. misslingender Kommunikation, indem sie auf der Basis eines Kommunikationsmodells zwischen Sach- und Beziehungsebene unterscheiden. Sie analysieren und bewältigen Kommunikationssituationen sicher und beheben Verstehensprobleme. Sie beachten Gebote kommunikativer Fairness und identifizieren Strategien unfairer Kommunikation, auch im Rahmen der medialen Öffentlichkeit.
  • 3tragen bzw. lesen literarische und pragmatische Texte flüssig und interpretierend vor und vertiefen so das Textverständnis.
  • 4hören in Gesprächen aufmerksam zu, um Aussage, Intention und ggf. Argumentation genau zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken. Sie geben differenziert Rückmeldung zu längeren Beiträgen und bewerten eigenes Gesprächsverhalten unter Berücksichtigung der Anforderungen eines demokratischen Diskurses.
  • 5erfassen wesentliche Aussagen aus umfangreichen gesprochenen literarischen oder pragmatischen Texten, indem sie Inhalte in eigenen Worten zusammenfassen, Intentionen darlegen bzw. Strittiges erörtern.
  • 6sprechen frei, strukturiert, adressatenorientiert und themengerecht und wählen bzw. kombinieren je nach Situation erzählende, informierende bzw. argumentierende Formen (z. B. bei Debatten, Präsentationen und in pragmatischen Gesprächssituationen).
  • 7handeln in der jeweiligen Gesprächssituation gewandt und sicher, indem sie die Argumente anderer aufgreifen, verbale und nonverbale Ausdrucksmittel benennen, gezielt nachfragen sowie das angemessene Sprachregister verwenden. Sie stellen die eigene Meinung und den persönlichen Standpunkt sicher, überzeugend und ggf. unter Berücksichtigung von Einräumungen dar, z. B. in Diskussionsrunden. Sie bereiten ggf. Diskussionen vor, auch im Team, führen sie weitgehend selbständig im Sinne einer demokratischen Gesprächskultur durch, werten sie aus und fassen Gesprächsergebnisse zusammen.
  • 8informieren die Mitschülerinnen und Mitschüler über komplexe Themen und Texte und unterstützen ihre möglichst frei präsentierten Beiträge mit ausgewählten Materialien und Medien.
  • 9verwenden rhetorische Mittel sicher und setzen stimmliche und nonverbale Mittel gezielt ein.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
14 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erweitern ihr Repertoire an Texten und Themen durch schulische und außerschulische Lektüre, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund), insbesondere im Bereich der modernen und klassischen Literatur und des Sachbuchs. Sie erhalten Einblicke in die gegenwärtigen Tendenzen der Literaturproduktion, z. B. auch der digitalen.
  • 2nutzen die modernen Medien in verantwortlicher Weise zum Informationsgewinn und zum Meinungsaustausch. Sie vergleichen systematisch verschiedene Darstellungen zu einem Thema und bewerten diese v. a. im Hinblick auf deren Intentionen und Wirkungen differenziert. Sie gehen kritisch mit Informationsquellen um und reflektieren ihre eigene Mediennutzung und -rezeption, auch im gesellschaftlichen Kontext.
  • 3verstehen und nutzen pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form, um sich produktiv mit komplexen Themen auseinanderzusetzen und sich eine Grundlage an Informationen für das Verfassen eigener Texte zu verschaffen.
  • 4rezipieren literarische Texte anderer Zeiten, Gesellschaften, Kulturen oder Milieus und reflektieren dabei deren Mehrdeutigkeit. Sie diskutieren eigene Einstellungen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen sowie Grundfragen menschlicher Existenz.
  • 5entwickeln und überprüfen selbständig Verstehensentwürfe und Deutungshypothesen zu pragmatischen bzw. literarischen Texten, beziehen Zusatzinformationen ein und nutzen Kontextualisierungen für ein differenziertes Textverständnis.
  • 6erschließen literarische Texte. Sie berücksichtigen ggf. Zeitbezug, Leitideen, Motivik oder biografische Informationen und entwickeln dadurch ihr Textverständnis und ihre Deutungshypothesen weiter. Sie setzen sich mit den Ideen und der grundlegenden Bedeutung der Aufklärung für Politik, Gesellschaft und Individuum auseinander.
  • 7untersuchen informierende und argumentierende Texte, indem sie Thesen, Struktur, Argumentationsweise, Adressatenbezug, Intention und sprachliche Gestaltung herausarbeiten und dabei die jeweiligen textsorten- und medienspezifischen Eigenheiten erfassen und die jeweilige Textbeschaffenheit analysieren. Sie reflektieren den Textbegriff im digitalen Zeitalter.
  • 8analysieren ggf. Hörtexte, Filme und grafische Literatur als eigenständige Kunstwerke, untersuchen und bewerten dabei Einsatz und Wirkung medienspezifischer Gestaltungsmittel. Die Schülerinnen und Schüler setzen Medien ggf. gestalterisch ein.
  • 9erschließen Inhalt, Aufbau und Gestaltung literarischer Texte in ihrem Zusammenwirken, untersuchen den Umgang mit traditionellen Gestaltungsmitteln und dichterischen Konventionen und entwickeln so ein vertieftes Textverständnis. Sie wenden dabei gattungsspezifische Kategorien an: Sie untersuchen in epischen Texten (z. B. Novellen) die Handlung und die erzählte Welt (z. B. Rahmen- und Binnenerzählung, Motive, Raumsemantik) sowie die Darstellungsweise (z. B. zeitliche Ordnung, Fokalisierung); sie untersuchen in dramatischen Texten v. a. die Figurenkonzeption und aufführungsbezogene Aspekte (z. B. Sprechweise, Mimik, Körpersprache) und davon ausgehend die Dialogführung; sie untersuchen in lyrischen Texten v. a. traditionelle und moderne Gestaltungsmittel und deren Funktion (z. B. beim Sonett) sowie den produktiven Umgang mit Formvorgaben (z. B. Vers- und Gedichtformen, dichterische Traditionen); sie untersuchen ggf. die Eigenheiten aktueller digitaler Literatur; sie unterscheiden fiktionale von faktualen Texten und reflektieren den Textbegriff.
  • 10beurteilen die inhaltliche und argumentative Qualität von Texten, auch indem sie themengleiche Texte unter vorgegebenen Aspekten vergleichen und dabei auf die jeweilige mediale Form eingehen. Sie entwickeln einen eigenen Standpunkt und überprüfen Werthaltungen.
  • 11entscheiden über die dem jeweiligen Text, der Leseabsicht und der jeweiligen Präsentationsform angemessene Lesestrategie. Sie erkennen die Relevanz eines Textes für eine Fragestellung; sie lesen untersuchend-kritisch (analytisches Lesen) zur systematischen Erarbeitung und Diskussion zentraler Aussagen in komplexen Texten und wenden (u. a. bei Internetseiten) die Grundlagen der Quellenkritik an. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihr Verständnis längerer Texte oder themenspezifischer Materialien in unterschiedlichen Formen wie Exzerpten oder Portfolios, ggf. auch digital.
  • 12erarbeiten unterschiedliche Kriterien für die Bewertung von Texten, z. B. subjektive Relevanz, zeitgenössische Bedeutsamkeit und ästhetische Qualität. Sie wenden selbständig Kriterien der literarischen Wertung an und vertreten einen eigenen Standpunkt.
  • 13arbeiten gestaltend und gehen produktiv mit Sprache und Literatur um, z. B. durch szenisches Interpretieren oder kreative Schreibformen, um ihr Textverständnis zu vertiefen.
  • 14rezipieren ein Drama, auch als (ggf. filmisch repräsentierte) Theaterinszenierung, und eine weitere Ganzschrift (z. B. einen Roman des 20. oder 21. Jahrhunderts). Sie stellen bei der Rezeption ausgewählter kürzerer Werke thematische bzw. motivgeschichtliche Zusammenhänge her und setzen sich im Unterricht damit auseinander.
Schreiben
14 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beurteilen, überarbeiten und gestalten eigene und fremde Texte selbständig, achten besonders auf die Geschlossenheit der Darstellung (z. B. im Hinblick auf Kohärenz).
  • 2konzipieren ihre Texte adressatengerecht und nutzen dabei reflektiert unterschiedliche Ordnungssysteme. Sie strukturieren und gliedern ihre Texte dem jeweiligen Schreibauftrag angemessen. Sie wählen geeignete thematische Entfaltungen, um die gedanklichen Schritte ihres Textes der gewählten Textsorte gemäß zu gestalten. Sie bilden die Struktur ihrer Texte ab, indem sie formale Gliederungssysteme verwenden.
  • 3wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) sicher und selbständig in den durch die Schreibsituation geforderten Texten an, auch kombiniert.
  • 4setzen unterschiedliche sprachliche Mittel gezielt zur Gestaltung ihrer Texte ein (z. B. Nominalstil, Perspektivwechsel, Ironie, Pointe), wobei sie nach Möglichkeit unterschiedliche Stilebenen verwenden und sich an Vorbildern aus Journalismus und Literatur orientieren.
  • 5verfassen erzählende oder schildernde Texte oder Textpassagen und setzen sie reflektiert entsprechend der Schreibsituation ein (z. B. zur Veranschaulichung oder Unterhaltung in Kommentaren oder beim essayistischen Schreiben).
  • 6nutzen beim Überarbeiten von Texten eine Auswahl von Methoden; sie überarbeiten Texte, auch im Team, indem sie z. B. Prozess-Portfolios anlegen und so ihre Überarbeitung dokumentieren.
  • 7verfassen informierende Texte, indem sie unterschiedliche, auch selbst recherchierte Materialien als Grundlage hinzuziehen. Sie definieren dabei Begriffe und erklären Sachverhalte.
  • 8verfassen eigenständig strukturierte Mitschriften, z. B. von Diskussionen oder Präsentationen, ggf. in formalisierter oder standardisierter Form.
  • 9exzerpieren Texte als Grundlage für eigene Textentwürfe. Sie sammeln und ordnen dabei Zitate und Textbelege und verwenden sie inhaltlich zielführend sowie sprachlich und formal richtig in eigenen Texten; sie weisen Quellen korrekt nach.
  • 10informieren über Inhalt, Struktur, argumentative und sprachliche Gestaltung anspruchsvoller pragmatischer Texte und stellen ihr Verständnis des Textes dar, indem sie das Zusammenwirken von Inhalt, Struktur und Gestaltung sowie den Adressatenbezug und die Intention begründet erläutern.
  • 11informieren über den Inhalt, den Aufbau sowie wesentliche sprachlich-stilistische und gattungsspezifische Gestaltungsmittel literarischer Texte. Sie stellen ihre Lesart der Zusammenhänge zwischen Inhalt, Aufbau und Gestaltung begründet dar. Sie entwickeln eigene Deutungshypothesen zu literarischen Texten weiter, u. a. indem sie Figuren charakterisieren oder z. B. historische, kulturelle bzw. aktuelle Kontexte miteinbeziehen, und begründen sie.
  • 12setzen Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme sicher ein (z. B. beim Überarbeiten von selbst verfassten Texten).
  • 13erörtern für sich und gegenüber anderen komplexere Themen (z. B. zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen) differenziert in unterschiedlichen Formen (z. B. als Erörterung oder als Essay), im Anschluss an Texte oder unter Bezugnahme auf Material. Sie vermeiden Pauschalurteile und Verallgemeinerungen, gehen auf Gegenargumente ein, nehmen Einräumungen vor und formulieren abwägend Schlussfolgerungen, in denen der eigene Standpunkt ersichtlich wird. Sie variieren sinnvoll in der Verwendung verschiedener Argumentationstypen und berücksichtigen dabei deren Stichhaltigkeit und Plausibilität.
  • 14strukturieren ihre Texte linear, antithetisch oder nach Sachgebieten und verknüpfen ihre Argumente schlüssig.
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1wenden ihre differenzierten Kenntnisse der Orthografie und des grammatikalischen Systems bei der Produktion eigener Texte an und setzen dabei Rechtschreibstrategien und Methoden der Fehleranalyse ein (z. B. Reflexion orthografischer Besonderheiten).
  • 2beschreiben und reflektieren Sprache als System und als Verständigungsmittel und vertiefen so ihr Sprachwissen und ihr Sprachbewusstsein.
  • 3unterscheiden und reflektieren Merkmale und Leistungen von verschiedenen Sprach- und Stilebenen sowie Registern (z. B. Fachsprache, Dialekt und Jugendsprache), beschreiben Erscheinungen des Sprachwandels in Vergangenheit und Gegenwart, erkennen die Bedeutung von Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit für ihn und vertiefen so ihr Sprachwissen sowie ihr Sprachbewusstsein.
  • 4analysieren und reflektieren Kommunikationsvorgänge in öffentlichen und privaten Zusammenhängen sowie konzeptionell bzw. medial mündliche und schriftliche Kommunikation.
  • 5beschreiben syntaktische und textgrammatikalische Strukturen und ihre Funktion, um Texte zu untersuchen bzw. zu gestalten.
  • 6untersuchen und reflektieren auf der Basis eines gängigen Kommunikationsmodells gelingende bzw. misslingende Kommunikation, auch im Hinblick auf sprachliche und rhetorische Mittel.
  • 7verwenden und reflektieren unterschiedliche Formen der Abstrahierung und deren Funktion, z. B. Nominalisierungen beim Verfassen einer Gliederung.
  • 8untersuchen und reflektieren die Beschaffenheit von Texten, insbesondere Zusammenhänge zwischen sprachlich-stilistischer Gestaltung und Wirkung bzw. Funktion für die Textkohärenz (u. a. Stilbruch, Ironie, Ellipse, explizite Textverknüpfung).
  • 9erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen, indem sie sich mit anspruchsvollen Texten auseinandersetzen und Nachschlagewerke, auch in digitaler Form, verwenden.
Profilbereich am MuG
3 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vertiefen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich des Gestaltens und der ästhetischen Bildung, vor allem im Hinblick auf das fächerverbindende Arbeiten und die Ausgestaltung des schulischen Lebens (z. B. Inszenierungsversuche, mediale Gestaltung, produktive Auseinandersetzung mit Bildern und Texten).
  • 2erschließen sich themenorientiert weitere literarische und philosophische Texte des Zeitalters der Aufklärung und vergleichen die Gestaltung von Motiven und Themen in Literatur und anderen Künsten. Sie vertiefen so ihre ästhetisch-literarische Bildung.
  • 3verfassen im Anschluss an die Auseinandersetzung mit literarischen Texten, Bildern oder Musikstücken eigene literarische Texte.

Jahrgangsstufe 11

Sprechen und Zuhören
9 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nutzen die Möglichkeiten szenischer Interpretationen für das vertiefte Verständnis eines literarischen Werkes. Sie setzen dabei auch Medien ein.
  • 2analysieren, auch mithilfe eines Kommunikationsmodells, eigenes und fremdes Gesprächsverhalten, auch im digitalen Raum, im Hinblick auf gelingende bzw. misslingende Kommunikation. Hierzu werten sie ggf. aktuelle öffentliche Diskurse aus. Sie nutzen ihre Erkenntnisse zur Bewältigung von Kommunikationssituationen, beachten Gebote kommunikativer Fairness und thematisieren Strategien unfairer Kommunikation.
  • 3tragen bzw. lesen Texte sinn- und formgerecht vor und verdeutlichen so deren Inhalt und Aussageabsicht. Sie nutzen Möglichkeiten des interpretierenden Vortrags für das Erschließen von literarischen Texten.
  • 4hören in Gesprächen, auch zu komplexeren Themen, aufmerksam zu, um Aussage, Intention und ggf. Argumentation zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken. Sie geben differenziert Rückmeldung und bewerten eigenes Gesprächsverhalten unter Berücksichtigung der Anforderungen eines demokratischen Diskurses.
  • 5erfassen thematische Zusammenhänge, sprachliche Gestaltung und Aussageabsicht gesprochener literarischer und pragmatischer Texte. Sie erläutern und erörtern wesentliche, das Textverständnis vertiefende Aspekte.
  • 6sprechen, referieren und präsentieren adressaten- und themengerecht, indem sie z. B. ihre Beiträge eigenständig und schlüssig strukturieren, inhaltlich nachvollziehbar und prägnant informieren und einen differenzierten (Fach-)Wortschatz verwenden.
  • 7handeln in unterschiedlichen Gesprächssituationen verbal und nonverbal überlegt und gewandt. Sie identifizieren zentrale Problemstellungen, geben kriterienorientiert Rückmeldung und stellen eigene Überlegungen, Meinungen und Standpunkte differenziert und schlüssig dar. Die Schülerinnen und Schüler gehen dabei auf Gegenargumente ein und kommunizieren situativ angemessen. Sie planen und moderieren Diskussionen und ggf. Debatten, auch zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen, weitgehend selbständig und agieren dabei situations-, partner- und sachgerecht auf der Basis demokratischer Diskursregeln.
  • 8unterstützen ihre Beiträge mit kontextangemessenen, funktional ausgewählten Materialien und analogen sowie digitalen Medien und nutzen Visualisierungen zielgerichtet.
  • 9verwenden rhetorische Mittel sicher und setzen stimmliche und nonverbale Mittel gezielt ein.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nutzen unterschiedliche Medien reflektiert und kritisch, um sich zu informieren und sich eine Meinung zu bilden.
  • 2werten pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form zielgerichtet, kritisch und differenziert aus, um die Ergebnisse für den eigenen Erkenntnisprozess und für die Produktion eigener Texte zu nutzen; sie erweitern so ihre Diskursfähigkeit.
  • 3rezipieren literarische Texte der Gegenwart und anderer Zeiten (17. und 18. Jahrhundert), Gesellschaften, Kulturen oder Milieus, ggf. auch aus dem Bereich der Weltliteratur, und erfahren dadurch Alterität in vielfältiger Gestalt; sie lernen Literatur als Spiegel und Diskussionsraum menschlicher Erfahrungen, poetologischer Konzepte sowie gesellschaftlicher, historischer, politischer und geistesgeschichtlicher Zustände und Umbrüche kennen.
  • 4erweitern ihr Repertoire an Texten und Themen durch schulische und außerschulische Lektüre, auch in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen (Medienverbund).
  • 5analysieren und interpretieren Filme oder Filmsequenzen; sie entwickeln und überprüfen Verstehensentwürfe bzw. Deutungshypothesen. Sie verorten Filme im Kontext gesellschaftlicher Diskurse und erkennen deren Rolle als Spiegel und Diskussionsraum menschlicher Erfahrungen. Sie analysieren ggf. Hörtexte oder grafische Literatur als eigenständige Kunstwerke und beurteilen deren ästhetische Qualität.
  • 6entwickeln und überprüfen im Leseprozess Verstehensentwürfe und Deutungshypothesen zu anspruchsvollen pragmatischen bzw. literarischen Texten, reflektieren Mehrdeutigkeit und überwinden Verständnisprobleme u. a. durch das Heranziehen von Kontextwissen, indem sie z. B. geschichtliche, gesellschaftliche, biografische und poetologische Hintergründe berücksichtigen und epochentypische oder geistesgeschichtliche Zusammenhänge herausarbeiten.
  • 7erweitern ihr kulturhistorisches Orientierungswissen, indem sie sich mit Texten und Werken des 17. und 18. Jahrhunderts auseinandersetzen und diese mit aktuellen Texten und Diskursen und ggf. mit Werken anderer Künste und Kulturräume in Beziehung setzen; sie diskutieren dabei am Beispiel von Barock, Aufklärung und Sturm und Drang den konstrukthaften Charakter von Epocheneinteilungen und setzen sich ggf. mit der Frage nach der Kanonisierung von Literatur auseinander.
  • 8analysieren und reflektieren fundiert die inhaltliche, argumentative und sprachlich-stilistische Qualität von Texten unter Berücksichtigung von Textsorte, medialer Form, Kontext bzw. Verfasserintention.
  • 9entscheiden über die dem jeweiligen Text, der Leseabsicht und der jeweiligen analogen bzw. digitalen Präsentationsform angemessene Lesestrategie. Sie prüfen die Relevanz eines Textes für eine Fragestellung; sie lesen untersuchend-kritisch (analytisches Lesen) zur systematischen Erarbeitung und Diskussion zentraler Aussagen in komplexen Texten und wenden bei analogen und digitalen Texten die Grundlagen der Quellenkritik an. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihr Verständnis längerer Texte oder themenspezifischer Materialien in unterschiedlichen Formen wie Exzerpten oder Strukturskizzen, auch digital.
  • 10interpretieren literarische Texte, indem sie deren Inhalt, Aufbau und Gestaltung in ihrem Zusammenwirken erschließen und ggf. gesellschaftliche, poetologische, philosophische, biografische oder auch historische bzw. epochenspezifische Hintergründe einbeziehen. Sie untersuchen und vergleichen die Gestaltung zentraler Themen und Motive in unterschiedlichen Zeiten und Kulturkreisen. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen in epischen Texten die Ausgestaltung der Handlung und der erzählten Welt, der Figuren- und Raumkonzeption sowie der Darstellungsweise; sie untersuchen in dramatischen Texten bzw. (ggf. filmisch repräsentierten) Inszenierungen die gattungsspezifische Ausrichtung der Texte auf ihre Bühnenrealisierung hin; sie untersuchen in lyrischen Texten das Zusammenwirken von Inhalt und Form sowie den Umgang mit der Bildlichkeit und mit Vers- und Gedichtformen.
  • 11prüfen Geltungsansprüche sowie Deutungsmuster und kontextuelle Einbettungen (z. B. Narrative, Framing) pragmatischer Texte und beurteilen deren mögliche Wirkungsabsichten; sie berücksichtigen dabei vor allem die mediale Umgebung. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen kriteriengeleitet themengleiche Texte, ggf. auch aus einer interkulturellen Perspektive, setzen sich im Anschluss daran mit zentralen Aspekten kritisch auseinander und entwickeln so einen eigenen Standpunkt auf der Grundlage reflektierter Werthaltungen.
  • 12arbeiten gestaltend, gehen produktiv mit Sprache und Literatur um und vertiefen so ihr Textverständnis. Sie setzen dabei auch Medien ein.
  • 13lesen eine Ganzschrift aus der Zeit der Aufklärung bzw. des Sturm und Drang und rezipieren eine Graphic Novel oder einen Film.
Schreiben
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beurteilen, überarbeiten und gestalten eigene und fremde Texte selbständig – ggf. auch kollaborativ, z. B. in digitalen Kontexten –, achten besonders auf den inhaltlich-semantischen und gedanklich-logischen Zusammenhang (z. B. im Hinblick auf Kohärenz und Kohäsion) sowie die sprachliche Korrektheit und Präzision der Darstellung.
  • 2konzipieren ihre Texte adressatengerecht. Sie nutzen reflektiert analoge bzw. digitale Planungs- und Ordnungssysteme, um ihre Texte dem jeweiligen Schreibauftrag angemessen zu strukturieren. Sie bilden die Struktur ihrer Texte ab, indem sie formale Gliederungssysteme verwenden.
  • 3wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren und Argumentieren) sicher und selbständig in den durch die Schreibsituation geforderten Texten an, auch kombiniert.
  • 4verfassen kohärente Texte, indem sie klare inhaltlich-semantische sowie gedanklich-logische Zusammenhänge herstellen und verschiedene sprachliche Mittel der Textkohäsion einsetzen; die Schülerinnen und Schüler stellen komplexe Sachverhalte und Positionen präzise dar, indem sie reichhaltigen Wortschatz, angemessene Fachsprache, variable Syntax und geeignete sprachliche Register verwenden. Sie gestalten ihre Texte gezielt, indem sie geeignete sprachlich-stilistische Mittel einsetzen.
  • 5wählen geeignete thematische Entfaltungen und setzen sie entsprechend der jeweiligen Schreibsituation reflektiert und textsortengerecht ein (z. B. das Verknüpfen von Informieren, Argumentieren und Erzählen beim kommentierenden und essayistischen Schreiben oder das Verknüpfen von Informieren und Argumentieren beim Interpretieren).
  • 6nutzen beim Überarbeiten von Texten eine Auswahl von (auch digitalen) Methoden; sie überarbeiten Texte, auch im Team, und reflektieren Überarbeitungsprozesse mit Blick auf die Verbesserung ihrer Schreibprodukte.
  • 7verfassen eigenständig strukturierte Mitschriften, z. B. von Diskussionen oder Präsentationen.
  • 8verfassen für verschiedene Schreibanlässe informierende Texte (auch zu aktuellen Themen), indem sie auf eigene Kenntnisse sowie auf unterschiedliche, auch selbst recherchierte Materialien zurückgreifen, Begriffe definieren und Sachverhalte erklären.
  • 9werten für die Produktion ihrer Texte Materialien aus, z. B. indem sie Exzerpte anfertigen, Textbelege und Zitate auswählen und inhaltlich zielführend sowie sprachlich und formal richtig in eigenen Texten verwenden; sie weisen Quellen korrekt nach.
  • 10analysieren anspruchsvolle pragmatische Texte, indem sie über Inhalt, Struktur, wesentliche argumentative und sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel informieren, wobei sie Überlegungen zu einzelnen Aspekten sowie zu deren Zusammenwirken, zum Adressatenbezug und zur Intention argumentativ erläutern, auch in Auswahl und mit Hilfestellungen.
  • 11setzen Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme sicher ein, z. B. beim Verfassen und Überarbeiten von Texten, ggf. auch im Rahmen des kollaborativen Schreibens.
  • 12interpretieren literarische Texte, indem sie über Inhalt, Aufbau und wesentliche sprachlich-stilistische sowie gattungsspezifische Gestaltungsmittel informieren, eine Deutungshypothese formulieren und diese begründen, wobei sie Überlegungen zu einzelnen Aspekten sowie zu deren Zusammenwirken argumentativ erläutern, auch in Auswahl und mit Hilfestellungen. Sie beziehen ggf. Kontextwissen ein.
  • 13verfassen argumentierende Texte, indem sie sich textbezogen oder materialgestützt mit komplexeren Themen (z. B. zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen) in erörternden, kommentierenden oder essayistischen Formen differenziert auseinandersetzen. Sie strukturieren ihre Texte linear, antithetisch oder aspektorientiert, verknüpfen ihre Argumente schlüssig und variieren sinnvoll die Verwendung verschiedener Argumentationstypen. Sie berücksichtigen dabei deren Stichhaltigkeit und Plausibilität, vermeiden Pauschalurteile und Verallgemeinerungen, gehen auf Gegenargumente ein, nehmen Einräumungen vor und formulieren abwägend Schlussfolgerungen.
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
8 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vertiefen ihr grammatikalisches und orthografisches Wissen, indem sie Regeln, Rechtschreibstrategien bzw. Methoden der Fehleranalyse wiederholen und individuelle orthografische Schwierigkeiten beheben. Sie wenden sprachliche Normen sicher und systematisch für die korrekte Gestaltung von Texten an und reflektieren deren Bedeutung für gelingendes Sprachhandeln in unterschiedlichen Kontexten.
  • 2beschreiben und reflektieren Sprache als Verständigungsmittel und vertiefen so ihr Sprachwissen und Sprachbewusstsein.
  • 3untersuchen und reflektieren ausgewählte Entwicklungstendenzen der deutschen Gegenwartssprache, z. B. im Zusammenhang mit Sprachvarietäten, Mustern des Sprachwandels, auch unter dem Einfluss digitaler Medien, und vertiefen so ihr Sprachbewusstsein.
  • 4analysieren unter Berücksichtigung kommunikationstheoretischer Erkenntnisse, auch mit Blick auf aktuelle Entwicklungen, unfaire, persuasive und manipulative Mechanismen in öffentlichen Bereichen (z. B. Filterblasen, Fake News) und bewerten diese.
  • 5analysieren und reflektieren syntaktische und textgrammatikalische Strukturen (komplexe Satzbaupläne; Kohäsionsmittel wie Pro-Formen, Deiktika) und ihre Funktion, um Texte zu untersuchen bzw. zu gestalten.
  • 6untersuchen und reflektieren die Beschaffenheit und Strukturierung von Texten in unterschiedlichen Medien und wenden ihre Erkenntnisse für die eigene Textproduktion an.
  • 7reflektieren unterschiedliche Formen der Verdichtung und Abstrahierung sowie deren Funktion (z. B. Bildung von Oberbegriffen, Entwicklung von Kategorien, Nominalisierungen) und verwenden diese für lineare und nichtlineare Texte (z. B. Inhaltsverzeichnisse, Gliederungen oder Präsentationstexte).
  • 8erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen, indem sie sich mit anspruchsvollen Texten auseinandersetzen und auf Nachschlagewerke, in analoger und digitaler Form, zurückgreifen.

Jahrgangsstufen 12–13

Sprechen und Zuhören
10 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nutzen Möglichkeiten der Handlungs- oder Produktionsorientierung zur szenischen Interpretation für das vertiefte Verständnis eines literarischen Werkes. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 2analysieren, auch auf der Basis von kommunikationstheoretischen Erkenntnissen, eigenes und fremdes Gesprächsverhalten, auch im digitalen Raum, im Hinblick auf gelingende bzw. misslingende Kommunikation. Hierzu werten sie z. B. authentische und fiktive Gesprächssituationen mit Blick auf kommunikative Fairness und Strategien unfairer Kommunikation aus.
  • 3tragen bzw. lesen literarische und pragmatische Texte sinn- und formgerecht vor, verdeutlichen Inhalt und Aussageabsicht und reflektieren so im mündlichen Gestalten die ästhetische Dimension von Sprache. Sie nutzen Möglichkeiten des interpretierenden Vortrags für das Erschließen von literarischen Texten.
  • 4verfolgen monologische und dialogische Gesprächsformen zu komplexen fachspezifischen Themen aufmerksam und aufgeschlossen und erfassen deren Aussage, Intention und ggf. Argumentation. Sie fertigen eigenständig geeignete Aufzeichnungen an, geben differenziert Rückmeldung und bewerten eigenes und fremdes Gesprächsverhalten unter Berücksichtigung der Anforderungen eines demokratischen Diskurses.
  • 5erfassen thematische Zusammenhänge, sprachliche Gestaltung und Aussageabsicht gesprochener literarischer und pragmatischer Texte sicher. Sie erläutern wesentliche, das Textverständnis vertiefende Aspekte bzw. erörtern Strittiges.
  • 6sprechen, referieren und präsentieren situations-, adressaten- und themengerecht, ggf. auch in Form einer Rede, indem sie z. B. ihre Beiträge eigenständig und schlüssig strukturieren, wichtige Informationen prägnant darstellen, einen differenzierten (Fach-)Wortschatz sowie Visualisierungen zielgerichtet und effektiv nutzen.
  • 7handeln in unterschiedlichen Gesprächssituationen (para-)verbal und nonverbal überlegt und gewandt. Sie führen Gespräche konzentriert und zuhörerbezogen. Sie erfassen Gesprächsbeiträge kriterienorientiert, identifizieren relevante Problemstellungen und stellen dazu eigene Überlegungen, Meinungen und Standpunkte aspektreich, differenziert und schlüssig dar. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen dabei auch Gegenargumente und kommunizieren situativ angemessen und flexibel. Sie bereiten sich auf Prüfungsgespräche vor, planen und moderieren Diskussionen und ggf. Debatten selbstständig und agieren dabei situations-, partner- und sachgerecht auf der Basis demokratischer Diskursregeln.
  • 8setzen zur Unterstützung ihrer Beiträge kontextangemessen, funktional, kreativ und reflektiert analoge und digitale Medien und Präsentationstechniken ein.
  • 9reflektieren Mechanismen der Meinungsbildung unter den Bedingungen einer sich dynamisch verändernden Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter.
  • 10verwenden rhetorische, non- und paraverbale Mittel reflektiert, um Zuhörende von ihrer Position zu überzeugen bzw. dem Inhalt des Gesagten Gewicht zu verleihen.
Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen
19 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nutzen unterschiedliche Medien für Informationsgewinnung und Meinungsbildung effizient, kritisch und verantwortungsbewusst und greifen zielgerichtet auf Angebote von Hochschulen und anderen Institutionen (z. B. Bibliotheken) zurück. Sie bewerten kriteriengeleitet und problembewusst die Qualität von auch digital vermittelten Informationen und deren Quellen.
  • 2werten pragmatische Texte (z. B. literatur-, kunst-, medien-, sprachtheoretische oder philosophische Texte) zielgerichtet und differenziert aus, auch zum tieferen Verständnis literarischer Texte, und machen ihre Ergebnisse für den eigenen Erkenntnisprozess und das Verfassen eigener Texte nutzbar; sie erweitern so ihre Diskursfähigkeit.
  • 3rezipieren exemplarische literarische Texte gegenwärtiger und vergangener Epochen und Strömungen der deutschsprachigen Literatur (insbesondere des 19., 20. und 21. Jahrhunderts), ggf. auch aus dem Bereich der Weltliteratur.
  • 4erweitern stetig ihr Repertoire an Texten und Themen und erkennen dabei diachrone und synchrone Zusammenhänge.
  • 5entwickeln und überprüfen im Leseprozess Verstehensentwürfe bzw. Deutungshypothesen zu anspruchsvollen pragmatischen bzw. literarischen Texten unterschiedlicher medialer Erscheinungsformen, reflektieren Mehrdeutigkeit und überwinden Verständnisprobleme u. a. durch das Heranziehen von Kontextwissen (z. B. zu Form, Gattung, Motiven, Themen oder Textsorten, zu geschichtlichen, gesellschaftlichen, biografischen, poetologischen, philosophischen, geistes- und kulturgeschichtlichen Hintergründen bzw. epochentypischen Zusammenhängen).
  • 6erfahren Literatur als ästhetisch gestalteten Simulationsraum bzw. modellhaften Entwurf von Welt und damit als Möglichkeit der individuellen sowie kulturellen Identitätsfindung und beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Antworten auf die Grundfragen menschlicher Existenz. Im Zuge dessen reflektieren sie eigene Einstellungen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen.
  • 7analysieren anspruchsvolle pragmatische Texte unterschiedlicher medialer Form, indem sie ihre Kenntnisse über Textsorten nutzen und den Zusammenhang von Inhalt, Intention, Adressat, Argumentationsweise und sprachlich-stilistischer Gestaltung verdeutlichen.
  • 8diskutieren Vorzüge und Probleme der Mediengesellschaft sowie Konsequenzen der eigenen Mediennutzung, um als Produzierende und Konsumierende von Informationen mündig und reflektiert in der aktuellen Medienwelt handeln zu können.
  • 9setzen die dem jeweiligen Text, der Leseabsicht und der, auch digitalen, Präsentationsform angemessenen Lesetechniken und -strategien gezielt ein. Sie prüfen den Informationsgehalt und die Relevanz eines Textes kritisch, erfassen ggf. dessen ästhetische Dimension und dokumentieren ihr Textverständnis mit geeigneten Methoden, auch digital.
  • 10erschließen und interpretieren auf der Basis der aus den Vorjahren bekannten Kategorien und Gestaltungsmittel anspruchsvolle epische, dramatische sowie lyrische Texte. Sie beziehen in ihre Untersuchungen das für die jeweilige Gattung charakteristische Zusammenwirken von Inhalt, Aufbau und Gestaltung sowie relevante geschichtliche, gesellschaftliche, biografische, poetologische, philosophische, geistes- und kulturgeschichtliche Kontexte mit ein. Dabei erfassen sie epochentypische Zusammenhänge von der Klassik bis zur Gegenwart. Sie nutzen ihre Erkenntnisse für eine schlüssige Interpretation vor dem Hintergrund der Mehrdeutigkeit literarischer Texte.
  • 11analysieren und interpretieren Texte in auditiver, (audio-)visueller, szenischer, grafischer und multimedialer Erscheinungsform, auch hinsichtlich ihrer Intention und Wirkung und ggf. in ihrer kontextuellen Einbettung; sie entwickeln und überprüfen dazu Verstehensentwürfe bzw. Deutungshypothesen und beurteilen die inhaltliche, gestalterische und ggf. ästhetische Qualität.
  • 12beurteilen die Qualität von Texten mit Blick auf Intention und Wirkung, ggf. auch hinsichtlich der gewählten Präsentationsform, und reflektieren deren Geltungsansprüche, kontextuelle Einbettungen und Deutungsmuster (z. B. Narrative, Framing, Agenda-Setting). Sie vergleichen kriteriengeleitet themengleiche Texte, diskutieren im Anschluss daran zentrale Aspekte kritisch, entwickeln so einen eigenen Standpunkt auf der Grundlage reflektierter Werthaltungen und setzen sich mit unterschiedlichen Welt- und Wertvorstellungen, auch in einer interkulturellen Perspektive, auseinander.
  • 13erschließen und reflektieren in der Auseinandersetzung mit Literatur die Grundideen von Klassik und Romantik, die zentralen Strömungen realistischer Literatur im 19. Jh., die zunehmende Vielfalt literarischer Zugangsweisen und Strömungen der Moderne von der Jahrhundertwende bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, Themen und Formen der Literatur der Nachkriegszeit bis zum Mauerfall sowie die Entwicklungen der Literatur seit 1989.
  • 14untersuchen und vergleichen die Gestaltung ausgewählter Themen, Motive und Strukturen in Texten der aktuellen Literatur und anderer literarischer Epochen und Strömungen.
  • 15erweitern ihr literatur- und kulturhistorisches Orientierungswissen, indem sie die rezipierten Texte mit Werken anderer Künste, Kulturräume oder Fachgebiete in Beziehung setzen.
  • 16setzen sich kritisch mit der literaturgeschichtlichen Epocheneinteilung sowie der Kanonisierung von Literatur auseinander.
  • 17bewerten die ästhetische Qualität von Texten auf der Grundlage inhaltlicher, formaler, sprachlicher oder poetologischer Kriterien und überprüfen damit eigene Präferenzen und Qualitätsurteile. Sie berücksichtigen dabei die sich wandelnden Produktions- und Rezeptionsbedingungen.
  • 18arbeiten gestaltend und gehen produktiv mit Sprache und Literatur um und vertiefen so ihr Textverständnis. Sie setzen dabei ggf. Medien ein.
  • 19lesen mindestens fünf Ganzschriften unterschiedlicher Gattungen, die repräsentativ über die Epochen verteilt sind und die aktuelle Literaturproduktion berücksichtigen. Die Lektüre einer der Ganzschriften kann durch die Rezeption einer Graphic Novel erfolgen oder durch die Analyse eines Films ersetzt werden.
Schreiben
13 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1konzipieren adressatengerechte und durchdacht strukturierte Texte mit einer geeigneten thematischen Entfaltung, indem sie adäquate Schreibstrategien eigenständig oder im Team nutzen. Sie bilden die Struktur ihrer Texte ab, indem sie unterschiedliche formale Gliederungssysteme verwenden, die sie sprachlich-stilistisch sicher gestalten.
  • 2wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung entsprechend der Schreibsituation bzw. dem Schreibziel sicher, selbstständig und kombiniert an und bewältigen damit auch komplexe Aufgabenstellungen.
  • 3beurteilen, überarbeiten und gestalten eigene und fremde Texte kriteriengeleitet selbstständig, auch mit Blick auf das Schreibziel – ggf. auch kollaborativ, z. B. in digitalen Kontexten –, achten besonders auf den inhaltlich-semantischen und gedanklich-logischen Zusammenhang sowie die sprachliche Korrektheit, stilistische Gewandtheit und Präzision der Darstellung.
  • 4verfassen kohärente Texte, indem sie klare inhaltlich-semantische sowie gedanklich-logische Zusammenhänge herstellen und dabei auch verschiedene sprachliche Mittel der Textkohäsion einsetzen; die Schülerinnen und Schüler stellen komplexe Sachverhalte und Positionen adäquat dar. Sie verwenden reichhaltigen Wortschatz, differenzierte Fachsprache, variable Syntax, geeignete sprachliche Ausdrucksformen und vielfältige unterschiedliche sprachlich-stilistische Mittel adressatengerecht bzw. dem Schreibziel entsprechend.
  • 5wählen für das Schreibziel geeignete thematische Entfaltungen und setzen sie entsprechend der jeweiligen Schreibsituation reflektiert und textsortengerecht ein (z. B. das Verknüpfen von Informieren, Argumentieren und Erzählen beim kommentierenden und essayistischen Schreiben oder das Verknüpfen von Informieren und Argumentieren beim Interpretieren).
  • 6nutzen beim Überarbeiten von Texten geeignete (auch digitale) Methoden; sie überarbeiten Texte, auch im Team, und reflektieren Überarbeitungsprozesse mit Blick auf die Verbesserung der Schreibprodukte.
  • 7verfassen auf der Basis eigener Kenntnisse und unterschiedlicher, auch selbst recherchierter Materialien informierende Texte über domänenspezifische Themen. Sie definieren dabei Begriffe, erklären Sachverhalte, formulieren ihren Text dem Schreibziel, dem Adressatenbezug, der Textsorte und ggf. dem Schreibanlass entsprechend und gelangen so zu einer eigenständigen und kohärenten Darstellung.
  • 8verfassen eigenständig strukturierte Mitschriften auch in formalisierter Form, z. B. von längeren gesprochenen bzw. (audio-)visuellen Beiträgen oder Diskussionen.
  • 9analysieren anspruchsvolle pragmatische Texte, indem sie über Inhalt, Struktur, argumentative Gestaltung und Besonderheiten von Sprache und Stil informieren, wobei sie Überlegungen zu einzelnen Aspekten sowie zu deren Zusammenwirken, zum Adressatenbezug, ggf. zur kontextuellen Einbettung, sowie zur Intention argumentativ erläutern, auch im Vergleich zu anderen Texten, und so ihr Verständnis des Textes darlegen.
  • 10arbeiten mit Belegen und Zitaten aus ausgewerteten Texten und Materialien inhaltlich zielführend und reflektiert, sprachlich sicher und abwechslungsreich sowie methodisch korrekt. Sie geben Quellen dem Zieltext und den wissenschaftlichen Standards gemäß an.
  • 11interpretieren anspruchsvolle literarische Texte, indem sie über Inhalt, Aufbau und Besonderheiten von Sprache und Stil sowie gattungsspezifische Gestaltungsmittel differenziert informieren, eine Deutungshypothese formulieren und diese begründen, wobei sie Überlegungen zu einzelnen Aspekten sowie zu deren Zusammenwirken argumentativ erläutern. Sie beziehen geeignetes Kontextwissen ein und vergleichen mithilfe von passenden Untersuchungskriterien gegebene oder selbst gewählte literarische Texte (z. B. auch Film, Graphic Novel) differenziert miteinander, auch unter Heranziehung zusätzlicher Materialien.
  • 12setzen Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme gewandt ein (z. B. beim Verfassen und Überarbeiten von Texten sowie beim Darstellen von Arbeitsergebnissen).
  • 13verfassen argumentierende Texte, indem sie sich textbezogen oder materialgestützt mit komplexen, domänenspezifischen Themen in erörternden, kommentierenden oder essayistischen Formen differenziert auseinandersetzen, ggf. adressatenbezogen. Sie strukturieren ihre Texte dem Schreibauftrag gemäß linear, antithetisch, aspektorientiert oder assoziativ, achten bei der Argumentation auf einen logischen Zusammenhang und Textkohärenz, variieren sinnvoll die Verwendung verschiedener Argumentationstypen und berücksichtigen dabei Stichhaltigkeit und Plausibilität der Argumente. Sie vermeiden Verallgemeinerungen, Fehlschlüsse und Pauschalurteile, gehen auf Gegenargumente ein, nehmen Einräumungen vor und formulieren, je nach Schreibauftrag abwägend, Schlussfolgerungen, in denen der eigene Standpunkt ersichtlich wird.
Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
11 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1wenden ihr grammatikalisches und orthografisches Regelwissen, Rechtschreibstrategien bzw. Methoden der Fehleranalyse sicher und systematisch für die korrekte Gestaltung von Texten an und beheben individuelle orthografische Schwierigkeiten, auch unter Zuhilfenahme digitaler Werkzeuge.
  • 2beschreiben und reflektieren Sprache als dynamisches System, als Mittel der Darstellung und Verständigung und vertiefen so ihr Sprachwissen und Sprachbewusstsein.
  • 3untersuchen und reflektieren Aspekte des gegenwärtigen Sprachgebrauchs, indem sie sich z. B. mit Sprachvarietäten, Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt sowie Spracherwerb auseinandersetzen, und vertiefen so ihr Sprachbewusstsein.
  • 4ziehen sprachphilosophische Erkenntnisse und Positionen zur Analyse von Sprache und Kommunikation heran und reflektieren Zusammenhänge von Sprache, Wirklichkeit und Denken sowie die Bedeutung der Sprache für die individuelle und gemeinschaftliche Identitätsbildung.
  • 5erläutern komplexe sprachliche Strukturen und Bedeutungen auf der Basis ihrer Kenntnisse im Bereich der Grammatik und der Semantik (u. a. Konnotation und Denotation, Bedeutungsnuancen), um ihr Sprachwissen zu vertiefen und um Texte zu analysieren bzw. zu erschließen und eigene Texte zu produzieren.
  • 6reflektieren die Bedeutung sprachlicher Normen in unterschiedlichen Kontexten, z. B. die der orthografischen und formalsprachlichen Kompetenz für die Studierfähigkeit.
  • 7untersuchen und reflektieren auf der Basis kommunikationstheoretischer Grundlagen das Gelingen bzw. Misslingen von Kommunikation. Die Schülerinnen und Schüler analysieren und bewerten verbale, paraverbale und nonverbale Gestaltungsmittel in ihrem Zusammenspiel, identifizieren Signale für Macht- und Dominanzverhältnisse und bewerten sprachliche Handlungen kriterienorientiert in authentischen und fiktiven Kommunikationssituationen.
  • 8verwenden und reflektieren unterschiedliche Formen der Verdichtung und Abstrahierung sowie deren Funktion.
  • 9analysieren persuasive und manipulative Strategien und Mechanismen in öffentlichen, auch digitalen Bereichen und bewerten diese kritisch.
  • 10erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und ihr Ausdrucksvermögen, indem sie sich mit anspruchsvollen literarischen und pragmatischen, auch wissenschaftlichen Texten auseinandersetzen und auf Nachschlagewerke zurückgreifen.
  • 11untersuchen und reflektieren die Beschaffenheit und Strukturierung von Texten, insbesondere deren sprachlich-stilistische Gestaltung in unterschiedlichen Medien, und wenden ihre Erkenntnisse für die eigene Textproduktion an.

Jahrgangsstufe 12

Aspekte der Literatur
12 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1unterscheiden und beschreiben verschiedene Aspekte des literarischen Lebens, insbesondere Akteure im Literaturbetrieb (z. B. Autorinnen und Autoren, Agenturen, Verlage, Leserschaft), Formen des literarischen Austauschs (z. B. Lesung, Diskussion mit der Autorin / dem Autor, Rezension) sowie der Vermarktung und Wertung in unterschiedlichem medialen und organisatorischen Rahmen (z. B. Buchmessen, Buchhandel, Literaturpreise).
  • 2setzen sich mit Grundlagen, Techniken und Arbeitsweisen des kreativen Schreibens auseinander.
  • 3setzen sich mit Produktionsbedingungen und Gestaltungsmitteln von Theaterinszenierungen auseinander.
  • 4rezipieren ein Werk der Weltliteratur aus dem nicht-deutschsprachigen Raum und finden individuelle Zugänge dazu.
  • 5vertiefen ihr Verständnis des Textes, indem sie Kontextualisierungen, Rezensionen und Interpretationen hinzuziehen.
  • 6rezipieren eine Theateraufführung und erläutern und vergleichen ihre individuellen Wahrnehmungen und Einschätzungen.
  • 7entwickeln Schreibideen, konzipieren Schreibpläne und gestalten diese zu literarischen Texten aus, wobei sie auch ihren eigenen Stil weiter ausbilden. Sie geben sich dazu gegenseitig kriteriengeleitete Rückmeldungen und überarbeiten ihre Textentwürfe.
  • 8setzen sich mit einem ausgewählten Aspekt aus diesen Bereichen vertieft auseinander und reflektieren dessen Bedeutung für das literarische Leben.
  • 9reflektieren die Einordnung des Textes in die Weltliteratur, ggf. auch im Vergleich zu anderen Werken der (auch deutschsprachigen) Weltliteratur und führen ein literarisches Gespräch zum ausgewählten Werk.
  • 10analysieren und reflektieren diese Theaterinszenierung, z. B. in Bezug auf ausgewählte Gestaltungsmittel, die Textgrundlage, Rezensionen oder andere Inszenierungen. Sie gelangen so zu einer Bewertung der Theaterinszenierung.
  • 11konzipieren eine konkrete Aktivität (z. B. Autorinnen-/Autorenlesung, literarischer Abend, Buchtrailer, Bücherschau) als Beitrag zum literarischen Leben und führen diese ggf. durch.
  • 12präsentieren ihre Texte. Sie reflektieren und kommentieren ihren Schreibprozess (z. B. Ideenfindung, stilistische Entscheidungen), ihr Schreibprodukt und die gewählte Präsentationsform.
Sprache und weitere Medien
12 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1lernen die Rhetorik als historische und wissenschaftliche Disziplin kennen und setzen sich mit bedeutenden Reden sowie Redeformaten auseinander (z. B. Debatte, politische Rede, wissenschaftlicher Vortrag, Podiumsdiskussion).
  • 2beschäftigen sich mit Zeichentheorie(n) und lernen so Grundzüge der Semiotik kennen (z. B. de Saussure, Peirce, Eco).
  • 3setzen sich mit dem Begriff des Genres vor dem Hintergrund der Filmgeschichte auseinander.
  • 4beschäftigen sich mit Grundzügen der Sprachgeschichte, auch im kulturgeschichtlichen Kontext.
  • 5setzen sich mit verschiedenen Zeichensystemen und deren Besonderheiten auseinander (z. B. Schriften, Sprachen, Piktogramme, Formen der Bildlichkeit, Karten, Zeichen im öffentlichen Raum, jugendspezifische und subkulturelle Zeichen, Mode als Sprache).
  • 6untersuchen ausgewählte sprachliche Phänomene (z. B. in literarischen Texten, in amtlichen Dokumenten, in privaten Schriftstücken, bei Orts- und Personennamen) unter sprachgeschichtlicher Perspektive (z. B. Sprachwandel, Etymologie, regionale Varietäten) und berücksichtigen dabei ggf. den kulturgeschichtlichen Kontext.
  • 7arbeiten aus ausgewählten Theorien und Reden (auch in Auszügen) Prinzipien der Rhetorik (z. B. Aufbau, Stil, Wirkungsabsicht, Stimmmodulation, Gestik) heraus. Sie reflektieren dabei Möglichkeiten der Beeinflussung durch Rhetorik.
  • 8rezipieren und analysieren mindestens drei exemplarische Filme eines Genres und erschließen dieses genauer (z. B. Historie/Entwicklung, Merkmale, strukturelle Besonderheiten, typische Motive, Subgenres, Varianten).
  • 9dokumentieren und präsentieren ihre Ergebnisse (z. B. in einer Sprachkarte, in einem Podcast).
  • 10reflektieren ausgewählte Aspekte dieses Filmgenres, indem sie Beiträge konzipieren (z. B. Filmkritik, Podcast, Plakat, Storyboard, Trailer), ggf. ausgestalten, präsentieren und kommentieren.
  • 11verfertigen und halten einen Kurzvortrag bzw. eine kurze Rede oder analysieren eine vollständige (publizierte) Rede und ihren Vortrag.
  • 12analysieren auf der Basis ihrer semiotischen Erkenntnisse im Bereich der Semiotik einen ausgewählten Untersuchungsgegenstand und reflektieren dessen kommunikative Wirkung.
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Häufige Fragen

Lehrplan Deutsch – Gymnasium Bayern

Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Deutsch für Gymnasium in Bayern?+

Der Lehrplan Deutsch am Gymnasium in Bayern umfasst 395 Kompetenzen, gegliedert in 37 Lernbereiche über 9 Jahrgangsstufen.

Welche Lernbereiche deckt Deutsch am Gymnasium in Bayern ab?+

Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Sprechen und Zuhören, Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen, Schreiben, Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren, Sprechen und Zuhören, Lesen – mit Texten und weiteren Medien umgehen, Schreiben, Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren und weitere.

Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Deutsch passend zum Lehrplan?+

Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.

Ist dieser Lehrplan Deutsch aktuell?+

Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Deutsch am Gymnasium in Bayern.