Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Menschsein: Sich selbst begegnen
- Zusammenleben: Dem anderen begegnen
- Religion und Kultur: Dem Leben begegnen
- Die moderne Welt: Der Mensch und seine Umwelt
- Menschsein: Sich selbst begegnen
- Zusammenleben: Dem anderen begegnen
- Religion und Kultur: Dem Leben begegnen
- Die moderne Welt: Umwelt und Medien
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufen 1–2
- 1nehmen eigene Gefühle in bestimmten Situationen wahr und benennen sie, damit sie sich ihrer Gefühle bewusst werden.
- 2benennen eigene Wünsche und beurteilen sie danach, inwiefern sie erfüllbar sind.
- 3beschreiben ihr Äußeres, ihre Vorlieben und Hobbys, ihre Familien und Lebensgewohnheiten und bringen zum Ausdruck, was sie daran schätzen.
- 4nehmen anhand kindgerechter Aufgaben eigene Grenzen wahr und begreifen die Notwendigkeit, Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen und anzunehmen.
- 5kennen einfache Kriterien dafür, was wertvolle Wünsche (z. B. der Wunsch nach Gesundheit oder Geborgenheit) auszeichnet, und unterscheiden Wünsche nach ihrer Wichtigkeit.
- 6nehmen wahr, welche Eigenschaften sie von anderen Kindern unterscheiden und was sie mit ihnen gemeinsam haben, um sich selbst besser einschätzen zu können.
- 7kennen Mitmenschen (z. B. Familienmitglieder, Lehrer oder Mitschüler), die um Hilfe gefragt werden können, und nutzen in angemessener Weise verbale und nonverbale Möglichkeiten, diese zu erbitten.
- 8unterscheiden angenehme und unangenehme Gefühle und denken über deren Bedeutung für das eigene Leben nach.
- 9tauschen sich darüber aus, was für das eigene Leben wirklich wichtig ist.
- 10berücksichtigen, wie die eigenen Gefühle das Denken und Handeln beeinfl ussen (z. B. beim Spielen, in Wettbewerbssituationen oder Interessenskonfl ikten).
- 11nehmen in ihrem schulischen Umfeld geeignete Unterstützungsangebote von anderen an und zeigen ihre Wertschätzung dafür.
- 12erfahren und erproben ihre eigenen Fähigkeiten und Begabungen (z. B. sportlicher oder musischer Art).
- 13verstehen, dass jeder Mensch auch Stärken und Schwächen hat, erfassen in altersgemäßer Weise die Auswirkungen von Fehlern auf sich selbst und andere und setzen sich mit Möglichkeiten auseinander, damit richtig umzugehen.
- 14nehmen respektvolle Rückmeldungen zur eigenen Person ernst.
- 1nehmen in ihrem Alltag Situationen wahr, in denen andere Hilfe benötigen, fühlen sich in den anderen ein und erkennen eigene Möglichkeiten zur Unterstützung.
- 2erkennen grundlegende Unterschiede zwischen den Gemeinschaftsformen ihres Alltags (z. B. Anzahl der Personen, Art der Aufgaben, welche die Mitglieder haben) und beschreiben, welche Bedeutung diese für ihr Leben haben.
- 3beschreiben einfache Situationen, in denen Regeln notwendig sind, und erklären deren Bedeutung für ein gelingendes Miteinander.
- 4erkennen Situationen, in denen es zu Streit kommen kann, und denken über Gründe für Konfl ikte nach.
- 5nehmen ihre Mitschüler als gleichberechtigte und gleichwertige Individuen wahr.
- 6erfassen, dass die verschiedenen Gemeinschaftsformen mit unterschiedlichen Vorgaben und Erwartungen an die Menschen, die darin leben, verbunden sind.
- 7formulieren für bestimmte Situationen passende einfache Regeln und wenden diese an.
- 8wägen im Gespräch verschiedene Möglichkeiten der Konfl iktlösung und Versöhnung ab und bewerten diese hinsichtlich ihrer Eignung.
- 9unterscheiden anhand von beispielhaften Situationen ihres Alltags in Familie, Schule und Freundeskreis freundliches und rücksichtsvolles Verhalten von unfreundlichem und rücksichtslosem und erfassen dessen Bedeutung für ein wertschätzendes Miteinander.
- 10erkennen die Notwendigkeit gegenseitiger Hilfe und verhalten sich im Umgang mit Mitschülern aufmerksam und hilfsbereit.
- 11planen Hilfsangebote für Kinder mit und ohne Behinderung und führen sie durch.
- 12wenden einfache gewaltfreie Strategien der Konfl iktlösung unter Gleichaltrigen an.
- 13kennen grundlegende höfl iche und freundliche Umgangsformen verbaler und nonverbaler Art und wenden diese im Umgang mit anderen Menschen an.
- 14denken über nötige und angemessene Maßnahmen bei Verstößen gegen ihnen bekannte Regeln nach.
- 15nehmen sich als Mitglieder unterschiedlicher Gemeinschaften wahr und denken über eigene Möglichkeiten nach, darin verantwortungsvoll mitzuwirken.
- 16erkennen, dass gewinnbringendes gemeinschaftliches Erleben nicht allein durch Regeln möglich ist.
- 17nehmen auf die Gefühle ihres Gegenübers in altersgemäßer Weise Rücksicht.
- 18verstehen in altersgemäßer Weise, dass andere Gemeinschaftsmitglieder andere Bedürfnisse und Anliegen als sie selbst haben.
- 19äußern sich wertschätzend über das, was ihnen an anderen gefällt.
- 1kennen Alltagsrituale (z. B. in der Familie oder Schule) und beschreiben sie.
- 2geben Auskunft über die kulturellen und religiösen Feste in ihrer Familie und in ihrem Umfeld.
- 3nehmen wahr, in welchen Lebenssituationen Religion eine Rolle spielen kann.
- 4schätzen Rituale als entlastende und ordnende Handlungen, die dem Leben Sicherheit und Struktur geben und die Gemeinschaft fördern.
- 5nehmen die Besonderheit der Feste ihrer Mitschüler wahr und respektieren diese.
- 6erkennen typische Symbole und ordnen sie religiösen oder anderen Inhalten zu.
- 7denken in der Auseinandersetzung mit beispielhaften religiösen Festen über darin greifbare ethische Wertvorstellungen nach (z. B. eines Menschen gedenken, Gemeinschaftserleben, das Gute am Spenden).
- 8erfassen in altersgemäßer Weise Sinn und Bedeutung von rhythmisierten Ruhe- und Arbeitsphasen.
- 1nehmen menschliche Eingriffe in die Natur in ihrem Lebensbereich bewusst wahr und setzen sich mit dem eigenen Verhalten auseinander.
- 2nehmen unterschiedliche Naturerscheinungen mit ihren Sinnen bewusst wahr.
- 3drücken als Voraussetzung eines achtsamen und wertschätzenden Umgangs mit der Natur ihr Staunen (z. B. über Regelmäßigkeit, Vielfalt, Schönheit in der Natur oder Naturkräfte) aus.
- 4prüfen eigene Möglichkeiten des Natur- und Umweltschutzes und entwerfen einfache Schutzmaßnahmen.
- 5erkennen anhand eigener Beobachtungen die Bedeutung und den Nutzen der Natur für den Menschen.
- 6führen zur Förderung des Umweltbewusstseins im schulischen Umfeld einfache Aktionen durch.
- 7nehmen verschiedene Facetten der Beziehung Mensch – Natur (z. B. bei der Haustierhaltung) wahr.
- 8unterscheiden zwischen natürlichen Gegenständen und Artefakten.
Jahrgangsstufen 3–4
- 1nehmen im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Talente ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen wahr und berücksichtigen dabei, dass man Menschen nicht allein daran messen kann.
- 2beschreiben die Absichten und Ziele des eigenen Handelns in unterschiedlichen Alltagssituationen und denken über die Beweggründe nach.
- 3nehmen ihre Gefühle bewusst wahr und bringen sie angemessen zum Ausdruck.
- 4setzen sich mit den Folgen eigener Handlungen auseinander und verstehen, dass sie für die Auswirkungen ihrer Handlungen verantwortlich sind.
- 5verstehen die Bedeutung von Anstrengungsbereitschaft und Geduld bei der erfolgreichen Bewältigung einer Aufgabe und setzen diese Tugenden gezielt ein.
- 6kennen altersgemäße Möglichkeiten, mit ihren Gefühlen bewusst und situationsgerecht umzu gehen.
- 7setzen sich mit Gefühlen als einem wichtigen Bestandteil des Lebens auseinander und refl ektieren die Auswirkungen eigener Gefühle im Hinblick auf ein gelingendes Zusammenleben.
- 8beurteilen ihr Verhalten und ihre Handlungen in altersgemäßer Weise kritisch und prüfen Alternativen.
- 9denken im Hinblick auf die eigene Zukunft über Erfolg und Misserfolg bzw. Gelingen und Misslingen nach.
- 10erkennen und prüfen verschiedene Möglichkeiten, um die eigenen Grenzen zu überwinden.
- 1verstehen den Zusammenhang zwischen konkreten Konfl ikten und den Motiven der Beteiligten.
- 2begreifen den Sinn von Regeln und überprüfen ihren Nutzen anhand konkreter Regeln in ihrem Lebensumfeld.
- 3erkennen, dass es zu manchen Fragen verschiedene Ansichten gibt, die gleichberechtigt sind.
- 4nehmen unterschiedliche Lebenssituationen von Menschen in ihrer Umgebung wahr und stellen sich vor, was das für die Menschen in diesen Situationen bedeutet.
- 5setzen sich im gemeinsamen Austausch mit den verschiedenen Gründen auseinander, weshalb manche Menschen anders leben als sie selbst.
- 6begreifen und akzeptieren, dass Menschen ihr Leben unterschiedlich gestalten und führen.
- 7erkennen die Geltung von Regeln an, die sich als sinnvoll herausgestellt haben.
- 8denken über die Ursachen von Streit und Aggressionen nach.
- 9fi nden Unterstützungsmöglichkeiten für andere in ihrer Umgebung.
- 10schätzen in der Auseinandersetzung mit der Unterschiedlichkeit der Menschen den Wert von Vielfalt für das eigene Leben.
- 11beurteilen verschiedene Sanktionsmöglichkeiten bei Regelverstößen im Hinblick auf ihre Angemessenheit, Durchführbarkeit und Wirksamkeit.
- 12verstehen die Notwendigkeit, Konfl ikte friedlich zu beenden, und beurteilen konkrete Beispiele der Umsetzung aus ihrem Alltag.
- 13wenden einfache Formen einer fairen Entscheidungsfi ndung an und prüfen in altersgemäßer Weise, inwieweit die Entscheidung gerecht ist.
- 14erkennen in der Auseinandersetzung mit sehr unterschiedlichen Lebenssituationen von Kindern dieser Welt, dass alle Menschen einen Anspruch auf menschenwürdige Lebensbedingungen haben.
- 15bringen zum Ausdruck, dass sie das Recht des anderen auf freie Entfaltung respektieren.
- 16verwenden eine Sprache, die von Respekt gekennzeichnet ist.
- 1beschreiben eigene Vorstellungen in Bezug auf den Ursprung und das Ende des Lebens und tauschen sich darüber aus.
- 2begreifen, dass Religion für einige Mitschüler ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens ist.
- 3erkennen anhand ausgewählter Lebensläufe von sozial engagierten Menschen verschiedene Motive und Formen persönlichen Engagements.
- 4erkennen Produkte kulturellen Schaffens und ermessen in altersgemäßer Weise, wie kulturelles Schaffen das Leben bereichert.
- 5benennen konkrete Möglichkeiten eigenen sozialen Engagements, überlegen Wege zur Umsetzung und gehen diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
- 6kennen Elemente der Religionen ihrer Mitschüler und zeigen in altersgemäßer Weise Verständnis für deren Bedeutung im Leben eines religiösen Menschen.
- 7denken im Rahmen der altersgemäßen Möglichkeiten über verschiedene Grenzen im Leben nach (z. B. Krankheiten, Schicksalsschläge, Tod).
- 8erfassen an ausgewählten Beispielen die Bedeutung und den persönlichen Wert von Kultur gütern aus ihrer eigenen Lebenswelt, denken über Kriterien für ihre Wertschätzung nach (z. B. Schönheit und Nutzen), und vertreten ihre Ansicht gegenüber anderen.
- 9verstehen im gemeinsamen Austausch über konkrete Beispiele kultureller Zeugnisse, dass es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich ihrer Beurteilung gibt und tolerieren diese.
- 10erfahren und denken darüber nach, wie der Einsatz für andere Menschen zu einem erfüllten Leben beitragen kann.
- 11nehmen grundlegende Menschheitsfragen wahr (z. B. die Frage nach Gott und dem richtigen Leben, die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung).
- 12begreifen in altersgemäßer Weise die Bedeutung des Trostes, kennen Möglichkeiten, anderen Trost zu spenden und setzen diese in ihrem Alltag um.
- 13bringen ihre Achtung gegenüber der weltanschaulichen Überzeugung anderer zum Ausdruck.
- 1bringen ihre Wertschätzung der Natur zum Ausdruck, indem sie die Bedeutung von Natur für ihr Leben erkennen.
- 2verstehen, wie menschliches Leben auf vielfältige Weise unmittelbar von der Natur abhängt, und formulieren elementare Bedingungen einer intakten Umwelt, die als Lebensgrundlage dienen kann und zur Lebensqualität beiträgt.
- 3sind sich dessen bewusst, dass Medien nur Aussschnitte der Wirklichkeit vermitteln.
- 4erkennen beispielhaft die schädlichen Auswirkungen, die eine negative Veränderung der Natur und Umwelt auf Tiere und Pfl anzen und schließlich auch auf den Menschen hat.
- 5erkennen problematisches Umweltverhalten im eigenen Umfeld (z. B. Schule und Familie) und prüfen sinnvolle Gegenmaßnahmen.
- 6nehmen ihre eigenen Gewohnheiten und Vorlieben in Bezug auf den Medienkonsum wahr und begründen diese.
- 7erfassen in altersgemäßer Weise grundlegende Vor- und Nachteile der Benutzung elektronischer Medien und bewerten den eigenen Umgang mit modernen Medien auf dieser Grundlage.
- 8begründen in altersgemäßer Weise Sinn und Notwendigkeit bestimmter Natur- oder Umweltschutzmaßnahmen im eigenen Umfeld und verhalten sich nach ihren Möglichkeiten umweltbewusst.
- 9untersuchen an ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Bereichen (Energieverbrauch, Konsumverhalten, Ernährung oder Mobilität) den Einfl uss des Menschen auf die Natur und begreifen die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit Natur und Umwelt.
- 10denken über die eigenen Möglichkeiten für einen verantwortungsvollen und sinnvollen Medienkonsum nach und handeln entsprechend.
- 11verstehen, dass ein verantwortlicher Umgang mit Natur und Umwelt eine langfristige Aufgabe ist, die über Generationen andauert, und dass ein fortwährender und gemeinschaftlicher Einsatz erforderlich ist; sie setzen sich mit möglichen Konsequenzen in ihrem eigenen Leben auseinander (z. B. beim Kauf von Konsumgütern).
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Häufige Fragen
Lehrplan Ethik – Grundschule Bayern
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Ethik für Grundschule in Bayern?+
Der Lehrplan Ethik am Grundschule in Bayern umfasst 99 Kompetenzen, gegliedert in 8 Lernbereiche über 2 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Ethik am Grundschule in Bayern ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Menschsein: Sich selbst begegnen, Zusammenleben: Dem anderen begegnen, Religion und Kultur: Dem Leben begegnen, Die moderne Welt: Der Mensch und seine Umwelt, Menschsein: Sich selbst begegnen, Zusammenleben: Dem anderen begegnen, Religion und Kultur: Dem Leben begegnen, Die moderne Welt: Umwelt und Medien.
Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Ethik passend zum Lehrplan?+
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Ist dieser Lehrplan Ethik aktuell?+
Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Ethik am Grundschule in Bayern.