Lehrplan Deutsch als Zweitsprache – Grundschule Bayern

239 Kompetenzen4 Lernbereiche1 Jahrgangsstufen

Der komplette Lehrplan Deutsch als Zweitsprache für Grundschule in Bayern — nach Jahrgangsstufen und Lernbereichen geordnet. Und mit Didoria erstellst du dazu in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde.

Aufbau

Lernbereiche nach Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufen 1–44 Lernbereiche
  • Hören, Sprechen und Zuhören
  • Lesen – mit Texten umgehen
  • Schreiben
  • Sprache – Wortschatz und Strukturen entwickeln und untersuchen

Kompetenzen im Detail

Was Schüler:innen können sollen

Jahrgangsstufen 1–4

Hören, Sprechen und Zuhören
65 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen Gefühle anderer wahr, indem sie auf Gestik, Mimik und die Stimmlage achten, um die Gesprächssituation einschätzen zu können.
  • 2sprechen Dialoge und Rollen unter besonderer Beachtung von Aussprache und Satzmelodie nach.
  • 3richten in Zuhörsituationen ihre Aufmerksamkeit bewusst auf das Gesagte.
  • 4erkennen vertraute Laute in Wörtern wieder.
  • 5sprechen Laute und Lautgruppen verständlich artikuliert, auch solche, die nicht in der Erstsprache vorkommen.
  • 6sprechen vorgegebene Satzmuster nach, wobei sie Wortgrenzen einhalten sowie Intonation, Satzmelodie und Rhythmus imitieren.
  • 7formulieren Fragen, Bedürfnisse und Anliegen mit einfachen sprachlichen Mitteln (z. B. Darf ich etwas essen? – Ich habe Hunger.).
  • 8verstehen nonverbale Kommunikationsmittel in konkreten Gesprächssituationen, ggf. im Vergleich/Gegensatz zu denen ihrer Erstsprache (z. B. Nicken, Kopfschütteln, Schulterzucken).
  • 9setzen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme ein (z. B. Lautstärke, Stimmhöhe, Geschwindigkeit, Rhythmus, Ausrufe wie pssst, iih, puh).
  • 10zerlegen Wörter in Sprechsilben, indem sie diese z. B. in Silben klatschen und einzeln sprechen (z. B. To-ma-te).
  • 11stellen soziale Kontakte her durch Begrüßung, Verabschiedung, Sich-Vorstellen, Danken, Bitten mit grundlegenden sprachlichen Formeln und Gesten.
  • 12geben nonverbal (z. B. Schultern hochziehen) und verbal (z. B. einfaches Nachfragen) zu erkennen, wenn sie etwas sprachlich nicht verstehen.
  • 13stellen Silben zur Ausspracheschulung durch rhythmisches Sprechen und Klatschen dar.
  • 14gestalten Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze durch die im Deutschen typischen Satzmelodien.
  • 15drücken Gefühle und Gedanken mit den vorhandenen sprachlichen Mitteln aus (z. B. Ich bin traurig. – Ich wünsche mir einen Hund.).
  • 16halten sich an grundlegende Regeln eines Gesprächs (z. B. ausreden lassen, sich melden und abwarten, höflicher Umgangston).
  • 17verwenden die im deutschen Kulturraum üblichen körpersprachlichen Ausdrucksmittel (Gestik, Mimik, Körperhaltung, Blickkontakt), auch im Vergleich mit anderen Sprachkulturen.
  • 18hören, erkennen und lokalisieren in Wörtern auch individuell schwierige Laute, die z. B. in der Erstsprache nicht vorhanden (/h/, /r/) oder nicht genau identifizierbar (/l/, /r/) sind.
  • 19erkennen vertraute Wörter in unterschiedlichen Sätzen und Kontexten wieder.
  • 20verfügen über Sprachmuster (z. B. Mir geht es nicht gut, wenn … – Ich freue mich über …), um eigene Gefühle äußern zu können.
  • 21stellen Begriffe, Handlungen, Vorgänge und Gefühle pantomimisch dar, um Verstehen zu signalisieren und Mimik wie Gestik der deutschen Sprache zu trainieren.
  • 22erschließen sich mithilfe bekannter Wörter den Sinn einfacher sprachlicher Äußerungen.
  • 23nehmen mit kurzen Gesprächsbeiträgen in ihrer Lernersprache aktiv an Gesprächen teil.
  • 24strukturieren, veranschaulichen und rhythmisieren ihre Redebeiträge zum besseren Verständnis.
  • 25holen zum Verstehen notwendige sprachliche und inhaltliche Informationen durch situationsangemessenes Nachfragen ein und erweitern dabei ihren Wortschatz.
  • 26bewältigen Sprechhandlungen in kindgemäßen formellen Situationen (z. B. sich vorstellen, sich entschuldigen) und bei Sprachkonventionen (z. B. die Verwendung von du und Sie).
  • 27verstehen Wendungen und Sätze in der deutschen Alltagssprache inhaltlich.
  • 28rhythmisieren Sätze und Texte durch Sprechpausen bei Sinneinschnitten (z. B. in Sprechversen und Kinderreimen).
  • 29reagieren und argumentieren aus einer Rolle heraus (z. B. schulisches Rollenspiel), um im Spiel auf ihrem Sprachstand sprachlich authentisch zu agieren und reale Situationen sprachlich zu antizipieren.
  • 30verstehen Wörter und Aussagen, bei denen ähnlich klingende Laute einen Unterschied in der Bedeutung bewirken (z. B. Länge/Kürze wie fühlen – füllen).
  • 31nehmen die Äußerungen anderer auf und lassen die Meinung anderer gelten, indem sie auf diese Bezug nehmen.
  • 32wenden die Betonungsprinzipien der deutschen Sprache (meist Betonung auf der ersten Silbe, Ausnahmen bei Fremdwörtern und untrennbaren Vorsilben) bei Wörtern an.
  • 33benennen die Stellung der Laute im Wort (z. B. das /a/ als Anlaut, Inlaut und Endlaut), um Lautfolgen analysieren und synthetisieren zu können.
  • 34verstehen einfache Anweisungen sowie Aufgabenstellungen und setzen sie in Handlungen um.
  • 35verknüpfen verbale und nonverbale Beiträge von Gesprächspartnern, um dem Gespräch folgen zu können.
  • 36erzählen eigene Erlebnisse, Geschichten aus unterschiedlichen Kulturen und selbsterfundene Geschichten nach Vorgaben (z. B. Bilder, Figuren, Gegenstände).
  • 37tragen Verse, Reime, Gedichte und Lieder mit besonderer Beachtung von Aussprache und Sprachmelodie vor, ggf. auch in der Erstsprache.
  • 38geben wieder, was sie verstanden haben, fragen nach bei Verständnisproblemen und geben Rückmeldung.
  • 39bewerten und diskutieren eigene und fremde Positionen, indem sie sachlich und wertschätzend Argumente anderer aufgreifen.
  • 40spielen ihre Rolle verbal und nonverbal.
  • 41unterscheiden im Deutschen schwer zu differenzierende Laute und Lautgruppen (z. B. ähnlich klingende Laute /s/ – /ʃ/, /ɛ:/ – /ɛ/, /x/ – /ç/ und spezifische Laute des Deutschen /br/, /gr/, /pf/, /ʃt/, /ŋ/).
  • 42sprechen Wörter flüssig und deutlich artikuliert aus.
  • 43wenden die Verstehensstrategien (z. B. Nachfragen, Erschließen aus dem Kontext, Mimik und Gestik) bewusst und gezielt an, um Einzelheiten zu verstehen.
  • 44werden sich unterschiedlicher kultureller Gepflogenheiten und Werte bewusst und achten diese.
  • 45erbitten Rückmeldungen und Meinungen anderer zum eigenen Vortrag, um Hinweise für den nächsten Vortrag zu erhalten.
  • 46gehen auf Gesprächsbeiträge anderer ein und beantworten Fragen.
  • 47beobachten andere und ihre Sprache im szenischen Spiel (z. B. auch, indem sie Medien wie Fotos, Podcasts, Hörspiele oder Video nutzen), benennen persönliche Eindrücke und tauschen sich darüber aus.
  • 48bilden Reimwörter (z. B. Hase – Nase, Hund – Mund, Tasche – Flasche), um Sicherheit in der Lautunterscheidung zu zeigen.
  • 49verstehen die Aussagen unterschiedlicher Sprecherinnen und Sprecher (z. B. in Bezug auf Sprechgeschwindigkeit) in Gesprächen, Tonaufzeichnungen, Filmen.
  • 50beschreiben und erklären Sachverhalte und einfache Vorgänge auf individuellem Sprachstand (z. B. Wir kochen eine Suppe. – Wir falten ein Schiff.).
  • 51gestalten Szenen im Zusammenspiel mit Mitschülerinnen und Mitschülern, um Sprache kommunikativ einzusetzen und kulturell übliche Umgangsformen situationsgerecht anzuwenden.
  • 52führen Gespräche in Partner- und Gruppenarbeit (z. B. zur gemeinsamen Informationsgewinnung oder Problemlösung).
  • 53unterscheiden Aussagen, Fragen und Aufforderungen an deren Satzmelodie.
  • 54finden und formulieren auf dem individuellen Sprachstand Kompromisse und Lösungen.
  • 55nutzen situationsangemessenen Wortschatz (z. B. Themenfeld Schule: Benennen von Schulräumen, -möbeln, -ritualen, Lernmitteln, Schulsachen) dem Sprachstand entsprechend differenziert (z. B. Haus – Wohnung, Reihenhaus).
  • 56hören Sprechbeiträgen, die in angemessener Geschwindigkeit vorgetragen werden, aufmerksam zu und verstehen Inhalte sinngemäß.
  • 57sind sich der Wirkung eingesetzter sprachlicher Mittel bewusst und wenden diese an geeigneter Stelle richtig an (z. B. Lob, Kritik).
  • 58machen sich verständlich, indem sie ihre Meinung äußern und begründen.
  • 59gestalten kleine Aufführungen für Zuschauer in deutlicher Aussprache und Anwendung von Mimik und Gestik.
  • 60erschließen sich unbekannte Wörter und Strukturen aus dem Zusammenhang, indem sie sich auf Bekanntes konzentrieren und Rückschlüsse ziehen.
  • 61überwinden sprachliche Probleme (z. B. fehlender Wortschatz, Tempus) durch geeignete Strategien (z. B. Umschreiben, nonverbales Untermalen, Code-Switching, Pausen, die den Gesprächspartner zu Hilfestellung auffordern).
  • 62vertreten den eigenen Standpunkt, ohne andere zu verletzen und drücken sich wertschätzend aus.
  • 63stellen Arbeitsergebnisse vor (z. B. von Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit), auch unterstützt durch Medien.
  • 64entnehmen gesprochenen Texten Informationen, indem sie z. B. auf Signalwörter achten.
  • 65benennen Gründe für Nicht-Verstehen (z. B. zu leises Sprechen, zu laute Nebengeräusche, unbekannter Wortschatz).
Lesen – mit Texten umgehen
60 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1aktivieren ihr Vorwissen zum Inhalt eines Textes, indem sie anhand des Titels Vermutungen anstellen.
  • 2erkennen Verständnislücken und füllen sie durch Nachfragen oder Nutzung von Nachschlagewerken und Sachbüchern.
  • 3schildern (ggf. auch erstsprachige) Leseerfahrungen und vergleichen sie im Austausch miteinander.
  • 4lesen grafisch dargestellte Texte (z. B. Piktogramm, Geheimschrift) und übertragen sie in geschriebene Texte und umgekehrt.
  • 5lesen und hören deutschsprachige und ggf. zweisprachige Bilder-, Kinder- und Hörbücher, bauen dabei ihre Leseerfahrung aus und steigern ihre Lesefreude.
  • 6erkennen Buchstaben und Buchstabenverbindungen im deutschen Schriftsystem (z. B. <au>, <äu>, <eu>, <ei>, <ie>, <ch>, <sch>, <pf>) und ordnen diese dem entsprechenden Laut zu.
  • 7halten die Leserichtung von links nach rechts ein und finden die richtige Zeile nach dem Zeilenumbruch.
  • 8lesen geübte Texte laut, rhythmisiert und klanggestaltend vor.
  • 9erkennen Alltags- und Gebrauchstexte (z. B. Sachtexte, Bastelanleitungen, Rezepte, Werbung, Programmzeitschriften) und entnehmen ihnen Informationen.
  • 10äußern eigene Gedanken und Schlussfolgerungen und begründen sie mit den zur Verfügung stehenden sprachlichen Mitteln.
  • 11verstehen schriftliche Anweisungen und Aufgabenstellungen und führen diese aus.
  • 12schließen aufgrund der ihnen bekannten Wörter im Text auf inhaltliche Aussagen.
  • 13erkennen Grundstrukturen (Personen, Handlung, Verlauf) von erzählten und vorgelesenen Texten.
  • 14zeigen Interesse an Kinderliteratur, auch aus anderen Kulturen in unterschiedlichen Medien.
  • 15lesen orthographische Besonderheiten als lautliche Einheit (z. B. <sch>, <ch>, <ck>, <ie>, <eu>, <äu>).
  • 16erlesen Wörter, Sätze und Texte in unterschiedlichen Schriftarten.
  • 17erklären sich unbekannte Wörter, indem sie sie mit bereits bekannten in Beziehung setzen.
  • 18erkennen Fragestellungen und Aussagen in Sätzen und kurzen Texten und nutzen diese zum sinnerfassenden Lesen.
  • 19tauschen sich auf individuellem Sprachstand im Gespräch mit anderen über Inhalte der Texte und ihre Gedanken aus.
  • 20gestalten Texte szenisch, musikalisch oder in Bildern und bringen dadurch ihre eigene Vorstellung zum Ausdruck.
  • 21beschreiben Merkmale und Erzählabsichten in lyrischen und epischen Texten (z. B. in Sprechversen, Witzen, Reimen, Gedichten, Erzähltexten, Fabeln, Märchen, Sagen, Legenden) und wenden gewonnene Erkenntnisse bei anderen Texten der Textsorte an (z. B. in Fabeln sprechen Tiere).
  • 22nehmen unterschiedliche Perspektiven ein, indem sie sich z. B. beim Lesen mit verteilten Rollen in unterschiedliche Personen eindenken.
  • 23bewerten das Gelesene auch vor dem Hintergrund der eigenen kulturellen Erfahrungen.
  • 24vergleichen Kinderliteratur aus verschiedenen Kulturen und erkennen Gemeinsamkeiten, aber auch kulturspezifische Unterschiede.
  • 25finden in Wörtern sinntragende Wortbausteine (z. B. die Kinder, leben) und Silben (z. B. weg-fah-ren) und nutzen sie zum Wort- und Textverständnis.
  • 26tragen Lieder, Verse, Reime, Gedichte und Dialoge auswendig vor, ggf. auch in der Erstsprache.
  • 27filtern Informationen auch aus unvollständig verstandenen Texten heraus und geben sie mit eigenen Worten auf individuellem Sprachstand wieder.
  • 28erkennen Sinnabschnitte im Satz und erlesen Sätze zum richtigen Verständnis als Sinnganzes.
  • 29erfahren unterschiedliche Lesesituationen (z. B. bei Lesespielen, beim gemeinsamen Lesen mit Mitschülerinnen und Mitschülern) und beschreiben sie.
  • 30verwenden individuell angelegte Wörterlisten (auch zweisprachig) oder Wörterbücher zum Nachschlagen.
  • 31verstehen sprachlich einfache Begründungen (z. B. Weil-Sätze).
  • 32nutzen Zeitungen und Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen, Ton- und Bildträger sowie das Internet.
  • 33erlesen Lautgruppen und Wörter synthetisierend.
  • 34setzen im geübten Lesevortrag bewusst sinnunterstützende Pausen, indem sie sich an Satzzeichen orientieren.
  • 35klären unbekannten Fachwortschatz durch Nachfragen oder Nutzung von Nachschlagewerken.
  • 36wählen Texte, die sie präsentieren wollen, selbst aus und nutzen Medien zur Erarbeitung einer eigenen Präsentation.
  • 37belegen im Text erkannte Aussagen mit Textstellen durch Zeilenangabe.
  • 38lesen diskontinuierliche Texte (z. B. einfache Tabellen und Grafiken) und entnehmen diesen Informationen.
  • 39erfassen häufige Buchstabenverbindungen und Wörter auf einen Blick (z. B. Sichtwortschatz, Blitzlesen), um das Lesetempo zu steigern.
  • 40ziehen einfache Folgerungen aus unterschiedlichen Informationen im Text sowie begleitenden Bildern und Grafiken.
  • 41lesen selbständig ein Bilder- oder Kinderbuch und stellen es in der Klasse vor.
  • 42markieren zentrale Aussagen und Intentionen eines Textes und unterscheiden wichtige von unwichtigen Informationen durch Verknüpfen von Vorwissen, Überschrift, Kontext und Schlüsselwörtern.
  • 43nutzen Sachbücher und ggf. Suchmaschinen für Kinder, auch in der Erstsprache, zur Texterschließung.
  • 44unterscheiden Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze und lesen mit der passenden Sprachmelodie.
  • 45nutzen unterschiedliche Medien (z. B. Preisschilder, Informationstafeln, Fahrpläne) an außerschulischen Lernorten (z. B. im Museum, Bahnhof, Geschäft, Supermarkt, am Marktstand) zum Lesen.
  • 46lesen Ziffern und Zahlen in der speziellen deutschen Sprechweise (z. B. Zehner-Einer-Umstellung, Jahreszahlen).
  • 47präsentieren bei Aufführungen in der Schule Texte aus ihrer Herkunftskultur und tragen so zum interkulturellen Lernen an der Schule bei.
  • 48entnehmen Schulbüchern und schulischen Texten anderer Fächer die für den Unterricht notwendige Information, auch mit Unterstützung durch Partnerlesen, Leseplan etc. und bringen sie in den Unterricht ein.
  • 49fassen größere Textteile und logische Bezüge zusammen.
  • 50lesen genau und erschließen sich wichtige unbekannte Wörter, auch aus dem Textzusammenhang (Worterschließungsstrategien).
  • 51erfassen Beziehungen zwischen Sätzen (z. B. deshalb, sobald) und erkennen Sinnzusammenhänge in Texten.
  • 52nutzen Angebote von Leseecken, Büchereien, Buchhandlungen, Mediatheken, auch in unterschiedlichen Sprachen, um die Vielfältigkeit an unterschiedlichen Leseorten kennenzulernen.
  • 53entnehmen Medien (z. B. Preisschildern, Informationstafeln, Fahrplänen), auch an außerschulischen Lernorten (z. B. Museum, Bahnhof, Geschäft, Supermarkt, Marktstand), Informationen.
  • 54lesen kurze geeignete Texte flüssig, in angemessenem Tempo und in richtiger Aussprache.
  • 55finden im Text Wörter und Stellen, in denen symbolhafte Sprache (z. B. Glückspilz) verwendet wird und klären diese durch Nachfragen.
  • 56tauschen Leseinteressen aus und dokumentieren ihre Leseerfahrungen (z. B. Lesetagebuch, Leseportfolio).
  • 57nutzen Bilder oder Grafiken zum besseren Textverständnis.
  • 58wählen mediale Angebote nach eigenen Bedürfnissen und Interessen bewusst aus und beurteilen sie (z. B. im Hinblick auf Eignung für sachliche Informationen).
  • 59erlesen kurze und sprachlich einfache Texte sinnerschließend, indem sie vor, während und nach dem Lesen Lesestrategien anwenden.
  • 60denken in der Logik eines Textes weiter und stellen Vermutungen zum weiteren Handlungsverlauf an (z. B. Was wird die Figur als Nächstes machen?).
Schreiben
40 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1vervollständigen Texte (z. B. durch Wörter, Satzteile, Textpassagen).
  • 2schreiben mit ihrer dominanten Schreibhand gut lesbar, flüssig und in angemessener Geschwindigkeit in der in Deutschland üblichen Schreibrichtung.
  • 3wenden Sprache spielerisch an (z. B. mit Lauten, Buchstaben und Wörtern spielen).
  • 4überprüfen Texte und Textteile (z. B. mittels Textlupe, Prüffragen) auf inhaltliche Richtigkeit und sachlogische Reihenfolge und tauschen sich darüber aus.
  • 5bestimmen Schreibabsicht (Erlebtes und Erfundenes, Gedanken und Gefühle, Bitten und Wünsche, Aufforderungen und Vereinbarungen, Erfahrungen und Sachverhalte) und Adressat zur Planung ihres Textes.
  • 6halten Zeilen und Ränder ein und gestalten Zeilenumbrüche.
  • 7setzen Laute der Zweitsprache in Buchstaben und Buchstabenkombinationen einer unverbundenen Schrift und einer verbundenen Schrift um.
  • 8bereiten selbst verfasste Texte zur Veröffentlichung (z. B. Schülerzeitung, Ausstellung im Klassenzimmer oder Schulhaus) auf.
  • 9verwenden Listen mit Strukturhilfen, um Texte zu verbessern (z. B. Satzanfänge, Satzmuster).
  • 10überprüfen eigene Texte in Bezug auf Wortwahl, sprachliche Richtigkeit und Bezüge sowie Satzbau und setzen ggf. Nachschlagewerke ein.
  • 11nutzen geeignete Medien (z. B. Tafel, Wortkarten, Plakate, Gegenstände, Bilder, Spielszenen, Filme) zur Illustration ihrer Präsentation.
  • 12verwenden unterschiedliche Schreibwerkzeuge und passen ihre Druckstärke entsprechend an, um eine lockere Stifthaltung zu erreichen.
  • 13zeigen ein individuell konstantes Schriftbild in ihrer Handschrift.
  • 14gestalten Überschriften, Absätze und Besonderheiten im Text übersichtlich, ansprechend und zweckmäßig.
  • 15nutzen verschiedene Medien zur Informationsgewinnung, auch in der Erstsprache.
  • 16verfassen poetische Texte in vorgegebenen Strukturen mit einfachen sprachlichen Mitteln (z. B. Elfchen, Haiku, Schneeballgedicht, Rondell).
  • 17drücken eigene Gedanken mittels der aktuellen Lernersprache in freien Texten aus (z. B. Tagebuch, Sprachtagebuch).
  • 18benennen mündlich oder schriftlich einen gelungenen Aspekt im eigenen und im fremden Text.
  • 19verfassen einfache eigene Texte nach bildlicher, textlicher oder musikalischer Anregung (z. B. Schreiben zu Kunstwerken, Schreiben aus einer anderen Perspektive, Schreiben zu Musik).
  • 20geben mündlich oder schriftlich zu einem fremden Text einen konkreten Überarbeitungshinweis (z. B. Rechtschreibung, Reihenfolge).
  • 21schreiben eigene kleine Texte nach Textvorbild (z. B. Steckbrief, Rezept, Einladung, Wunschzettel).
  • 22gehen mit Schrift gestalterisch um und achten auf die Übersichtlichkeit und Wirkung ihrer Schriftstücke in unterschiedlichen Größen auf verschiedenen Materialien (z. B. große Schrift auf einem Plakat oder an der Tafel).
  • 23überprüfen die Rechtschreibung, auch mit Wörterbuch oder durch Nachfragen.
  • 24gestalten Texte situations- und adressatengerecht in Anlehnung an deutsche Normen (z. B. Brief, E-Mail, SMS, Einladung, Gedicht) und bringen ggf. Wissen zu Normen anderer Kulturen ein.
  • 25verwenden erstellte Sammlungen von Wortschatz (z. B. Cluster, Mindmap) und sprachlichen Strukturen (z. B. Satzmuster) zum Schreibanlass.
  • 26schreiben die unverbundene und verbundene Schrift geläufig mit günstiger Linienführung, gleichmäßiger Neigung und angemessenem Abstand zwischen Wörtern.
  • 27verwenden ggf. den Computer zum Schreiben und nutzen ihn für die Textgestaltung auch unter Einbezug unterschiedlicher Schriftsätze.
  • 28skizzieren die wichtigsten Aussagen des zu verfassenden Textes auf individuellem Sprachstand.
  • 29lesen und gestalten anschließend einfache Parallelgedichte und -geschichten, indem sie die Struktur der Textsorte übertragen.
  • 30setzen Anregungen von Mitschülerinnen und Mitschülern und der Lehrkraft für die eigene Textüberarbeitung um.
  • 31nutzen einfache Kriterien und Hinweise anderer zur sprachlichen Verbesserung ihrer eigenen Texte (z. B. Partnerkorrektur, Schreibkonferenz).
  • 32nutzen eigene Aufzeichnungen (z. B. Sprachtagebuch, individuelle Wörterliste) und Nachschlagewerke, um treffende Ausdrücke zu finden.
  • 33schreiben Geschichten, Lieder oder Gedichte um oder weiter und zeigen so ihre Kreativität und ihren Einfallsreichtum.
  • 34verfassen informierende, beschreibende Texte und achten dabei auf eine logische Reihenfolge (z. B bei der Beschreibung einer Person, bei der Abfolge verschiedener Arbeitsschritte eines Versuches), auch in Kooperation mit Mitschülerinnen und Mitschülern.
  • 35schreiben informierende, berichtende Texte und achten dabei auf die zeitliche Ordnung und Vollständigkeit der Informationen (z. B. im Bericht über einen Vorfall in der Pause), auch in Kooperation mit Mitschülerinnen und Mitschülern.
  • 36verfassen argumentierende Texte (z. B über ein Ausflugsziel) anhand entsprechender Textvorbilder, auch in Kooperation mit Mitschülerinnen und Mitschülern.
  • 37schreiben sinnvoll aufgebaute erzählende Texte, auch in Kooperation mit Mitschülerinnen und Mitschülern.
  • 38formulieren Gedanken und notieren Informationen aus Texten in Stichpunkten, um sie für eigene Texte und Präsentationen zu nutzen.
  • 39formulieren Inhalte und ordnen sie zur besseren Übersichtlichkeit in Tabellen an.
  • 40gestalten Texte zur Veröffentlichung und für Präsentationen.
Sprache – Wortschatz und Strukturen entwickeln und untersuchen
74 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1schreiben methodisch sinnvoll ab, indem sie z. B. genau hinschauen, sich Wörter/Satzteile merken, Besonderheiten im inneren Gedächtnis vorstellen, aufschreiben und mitsprechen, kontrollieren.
  • 2drücken Vorzeitigkeit durch Verwendung von Adverbien aus (Beispiel einer frühen Spracherwerbsstufe: Gestern gehe ich …).
  • 3sprechen über einfache Strukturen der deutschen Sprache sowie ihre Funktion im Satz und benutzen dabei Fachbegriffe (z. B. Nomen, Artikel, Verb, Adjektiv, Vokal, Konsonant).
  • 4verstehen Wörter des Alltagswortschatzes (z. B. Haus, gehen, Tier) und verwenden diese für einfache, allgemeine Aussagen – auch in nicht vollständigen Sätzen.
  • 5entdecken und identifizieren Unterschiede zwischen konzeptioneller und medialer Mündlichkeit (Referat versus Unterhaltung) bzw. Schriftlichkeit (geplanter Text versus Chat) bezüglich Wortwahl, Satzbau, Textstruktur – auch was Sprachvarietäten anbelangt.
  • 6kennzeichnen Satzgrenzen durch Punkt, Ausrufezeichen oder Fragezeichen und schreiben den Satzanfang groß.
  • 7bringen Kenntnisse aus ihrer Erstsprache und anderen Sprachen (z. B. Hallo, Herzlich willkommen, Ziffern) ggf. in den Unterricht ein, steigern dadurch ihr Interesse an Sprachen und entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  • 8wenden das bewusste Mitsprechen für das Aufschreiben lautgetreuer Wörter an.
  • 9ordnen Lauten Schriftzeichen bzw. eine Gruppe von Schriftzeichen zu und bilden die Lautkette eines Wortes vollständig ab.
  • 10verfügen über eine angemessene Sprache für unterschiedliche Situationen (z. B. unterschiedliche Höflichkeitsformeln und Fragewörter) und Adressaten (z. B. Freundesgruppe, Eltern, Schule).
  • 11drücken am Anfang des Zweitspracherwerbs Aussagen in einfachen Wortreihen aus – beginnend mit dem Einwortsatz (z. B. Essen. – Ich esse. – Ich will essen.) und entwickeln ihre Sprachstruktur weiter.
  • 12bilden unpersönliche Sätze mit man.
  • 13drücken Fragen, Wünsche oder Aufforderungen durch passende Intonation des Deutschen aus – auch in unvollständigen Sätzen.
  • 14nutzen Vorsilben zur Bedeutungsveränderung von Wörtern (z. B. zer-, ver-, vor-, umlegen).
  • 15erkennen die Mehrdeutigkeit von Wörtern (z. B. Mutter in Familie und Technik, Bank als Sitzgelegenheit und Kreditinstitut) und wenden diese im richtigen Zusammenhang an.
  • 16wenden gezielt die Fachsprache an, die im Fachunterricht erworben wurde (z. B. plus – minus, kleiner als, beobachten, untersuchen, Grundfarben, Mischfarben, laut – leise).
  • 17verwenden Floskeln und feststehende Redewendungen situationsgemäß (z. B. Wie heißt du? – Das verstehe ich nicht.).
  • 18bilden unterschiedliche Wortarten durch Nominalisierung (z. B. gehen – das Gehen) und das Anhängen von Nachsilben (z. B. -heit, -keit, -ung, -nis, -schaft, -tum, -ig, -lich, -isch, -bar).
  • 19nutzen unterschiedliche Informationsquellen zum individuellen Ausbau von Fachwortschatz in Sachzusammenhängen (z. B. einsprachige oder zweisprachige Lexika, Wörterliste, Sachbücher, Internet).
  • 20erkennen lexikalische und syntaktische Besonderheiten des bildungssprachlichen Wortschatzes der Zweitsprache und wenden sie situationsgerecht (z. B. bekommen statt kriegen) an.
  • 21erfragen gezielt die Richtigschreibung von Wörtern.
  • 22markieren wörtliche Rede durch Anführungszeichen und trennen den Redebegleitsatz durch Doppelpunkt oder Komma ab.
  • 23schreiben die beim Wortschatzerwerb erlernten Wörter richtig (Lernwörter/Grundwortschatz).
  • 24verwenden für besondere Laute der deutschen Sprache, z. B. /ɛ:/, /s/, /v/, /ʃ/, /œ/,/ŋ/, /ç/, /x/, /y:/ die entsprechenden Schriftzeichen oder Buchstabenkombinationen <ä>, <ß>, <w>, <sch>, <st>, <sp>, <ö>, <ng>, <ch>, <ü>.
  • 25erkennen gebräuchliche Internationalismen und Fremdwörter und nutzen diese (z. B. Computer, Theater, Kaffee, Baby, Ski, Pizza).
  • 26erschließen die Struktur von Sätzen durch sprachliche Operationen (z. B. Umstellprobe, Ersatzprobe, Klangprobe, Weglassprobe und Erweiterungsprobe).
  • 27denken über die Wirkung und die situationsgemäße Verwendung von Ethnolekten und Dialekten nach (z. B. Ethnolekte in Peergroups, Dialekt in der Familie, Standardsprache und Bildungssprache in der Schule).
  • 28kennen die Bedeutung und Wirkung von gängigen Redensarten der deutschen Umgangssprache aus ihrem Lebensumfeld (z. B. echt ätzend, kalt erwischt).
  • 29verstehen Konjunktivkonstruktionen und setzen sie in einfachen Äußerungen um (z. B. Könntest du mir bitte den Radiergummi geben?).
  • 30verwenden passende Tempora von Verben, um Vorzeitigkeit auszudrücken (Perfekt meist erste Zeitform der Vorzeitigkeit, z. B. Ich habe gegessen.).
  • 31verwenden die Strukturen der Zweitsprache für einfache Frage- oder Aufforderungssätze (z. B. W-Frage: Wie geht es dir? – Satzfrage: Hast du heute schon gegessen? – Aufforderung: Geh über die Ampel!).
  • 32verwenden die passende Sprachmelodie und Stimmführung des Deutschen für die Mitteilung.
  • 33verstehen Passivkonstruktionen (z. B. aus Bedienungsanleitungen und einfachen Fachtexten) und formulieren entsprechende Aktiv-Sätze.
  • 34verfügen über Wortschatz und Formulierungsroutinen, um ihren Lernstand zu beschreiben und weiteres Lernen zu planen (z. B. Das kann ich schon gut. – Das muss ich noch üben.).
  • 35verfügen über grundlegenden, altersgemäßen Wortschatz (z. B. aus den Bereichen Ich – Du – Wir, Lernen, Orientierung in Raum – Zeit – Gesellschaft, Miteinander leben und sich wohl fühlen) und den der Unterrichtsfächer der eigenen Jahrgangsstufe.
  • 36reflektieren über kulturspezifische Körpersprache und Intonation und setzen sie adressaten-, situations- und intentionsgemäß ein.
  • 37bezeichnen Zukünftiges durch ein passendes Tempus (z. B. Präsens: Ich fahre nach Italien. – Futur I: Ich werde nach Italien fahren.).
  • 38setzen Kommata bei Aufzählungen und vor häufig verwendeten Konjunktionen (z. B. weil, denn, obwohl).
  • 39verstehen und verwenden Begriffe, die in fachsprachlichen Kontexten eine andere Bedeutung haben als im Alltag (z. B. Hut als Teil eines Pilzes, Hut als Kopfbedeckung).
  • 40erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen und Schriftsystemen im eigenen Umfeld (z. B. von Sprachvarietäten, Dialekten, Nachbarsprachen, unterschiedlichen Herkunftssprachen, Englisch) und nutzen diese zur Erweiterung ihres Sprachbewusstseins.
  • 41verwenden die situationsgemäß höfliche Form von Fragen, Wünschen und Aufforderungen (z. B. Kannst du bitte … – Können Sie bitte …).
  • 42unterscheiden in Wörtern Vokale und Konsonanten, um Wörter richtig in Silben zu zerlegen (z. B. To-ma-te).
  • 43erkennen Silben in Wörtern und trennen Wörter sprechsilbengerecht.
  • 44nutzen Komposita von Nomen, Adjektiven und Verben als Mittel für Wortbildungen, um sich treffend auszudrücken (z. B. Telefon-hörer, bitter-kalt, wunder-schön, tief-kühlen).
  • 45benennen ihre Erfolge beim Zweitsprachenlernen bezogen auf einen überschaubaren Zeitraum (z. B. Heute habe ich fünf neue Wörter gelernt.).
  • 46verwenden bei schriftlichen Mitteilungen eine der Funktion, dem Sinn und dem Adressaten des Textes entsprechende Form (z. B. Brief, Stichpunktzettel, Poesiealbum).
  • 47setzen ihre individuelle Wortschatzsammlung zum Nachschlagen ein (z. B. Wörterheft, Wortschatzkartei).
  • 48bilden analog zu sprachlichen Modellen (z. B. Lehrkraft) Sätze mit den notwendigen Satzgliedern in der richtigen Satzstellung (z. B. Der Elefant ist größer als die Maus. – Nach der Schule treffe ich meinen Freund.).
  • 49verstehen zunehmend differenzierten Wortschatz und nutzen Wortfelder (z. B. gehen: laufen, hüpfen, schleichen, stolzieren, waten).
  • 50äußern sich beim Lösen einer Aufgabe zu ihren eigenen Beobachtungen und Vermutungen und nutzen dazu vorgegebene Formulierungen (z. B. Ich vermute, dass …).
  • 51formulieren einfache Vergleiche (z. B. ist schöner als, kostet mehr als, gefällt mir besser als).
  • 52wenden imitierend oder in Floskeln Modalformen an, um Wünsche auszudrücken (z. B. Ich hätte gern … – Ich würde …).
  • 53wenden in einfachen Gliedsätzen die Zeitenfolge an (z. B. Wenn ich groß bin, werde ich mir ein Pferd kaufen.).
  • 54sprechen über Strategien und Herausforderungen des Zweitspracherwerbs (z. B. Merkstrategien, Interferenzen).
  • 55nutzen Silben und Klangunterschiede der Vokale, um sich Schreibungen zu erschließen (z. B. Esel/ Ente – offene/geschlossene Silbe, doppelter Konsonant, Wörter mit <tz>/<ck>, Wörter mit <ie>).
  • 56nutzen das Alphabet beim Nachschlagen in Wörterverzeichnissen.
  • 57reflektieren über wörtliche und übertragene Bedeutungen (z. B. in Sprachbildern und Redensarten: Unglücksrabe, ins kalte Wasser springen), um sie richtig einzusetzen.
  • 58erkennen und reflektieren die Absicht und Wirkung sprachlicher Mittel (z. B. in Medien: Werbung verführt, Appelle rufen zum Handeln auf).
  • 59reflektieren über positiven und negativen Transfer von der Erstsprache in die Zweitsprache (positiv: z. B. portugiesische Satzstellung meu nome é = mein Name ist, negativ: z. B. keine Artikel in der türkischen Sprache, Lesart der Zahlen).
  • 60begründen oder verdeutlichen Mitteilungen durch die Verwendung von Nebensätzen mit passenden Konjunktionen und der spezifischen Stellung der Satzglieder (z. B. Ich wünsche mir einen Hund, weil … – Ich bin froh, dass …).
  • 61verwenden das Wörterbuch als Nachschlagewerk zur Überarbeitung von Texten regelmäßig (Rechtschreibung, Artikel, Flexion).
  • 62memorieren Wortschatz, indem sie ihn strukturieren (z. B. Synonym, Antonym, Wortfeld, Wortfamilie, Worterklärung) und in Kontexte einbauen.
  • 63nutzen Verlängerungen und Ableitungen, um Auslautverhärtungen und Stammveränderungen zu erkennen (z. B. Hund – Hunde, Zug – Züge, käuflich – kaufen).
  • 64überprüfen und korrigieren eigene Texte mithilfe der Rechtschreibstrategien auf orthographische Richtigkeit.
  • 65nutzen Wortbausteine und das Prinzip der Stammtreue (z. B. kaufen, ich kaufe, er kaufte, du hast gekauft, Kaufmann, käuflich, verkaufen, ankaufen, einkaufen) zum Richtigschreiben und zur Wortschatzerweiterung.
  • 66drücken Mitteilungen zur räumlichen und zeitlichen Orientierung sowie zu kausalen Zusammenhängen durch Adverbiale und Konjunktionen aus (z. B. Ich gehe zum Bäcker. – Ich packe einen Schirm ein, obwohl die Sonne scheint.).
  • 67verfügen über Strategien, um sich Wortschatz anzueignen (z. B. nicht geläufige Begriffe erfragen, im Wörterbuch nachschlagen, im Internet suchen).
  • 68beherrschen im Unterricht erlernten Wortschatz in Aussprache und Rechtschreibung auf dem jeweiligen individuellen Sprachstand.
  • 69nutzen Strategien zur Erkennung eines Nomens (z. B. indem sie die Artikelprobe im Satzzusammenhang anwenden oder die Mehrzahl bilden), eines Verbs (z. B. indem sie die Personalformen bilden) und eines Adjektivs (z. B. indem sie das Adjektiv steigern oder zwischen Begleiter und Nomen stellen), um die Regeln der Groß- und Kleinschreibung im Deutschen umzusetzen.
  • 70verwenden in einfachen Hauptsätzen Nomen, Adjektiv und Verb in der für die Aussage bzw. Frage korrekten Flexion (z. B. Ich sitze auf dem Stuhl. – Ich setze mich auf den Stuhl).
  • 71erschließen sich die Bedeutung und den sprachlichen Einsatz von Wörtern aus dem Kontext, mithilfe des Wörterbuchs oder des Internets.
  • 72schreiben ausgewählte Wörter mit Sonderschreibung richtig (z. B. unterschiedliche Verschriftung des Lautes /ks/, Wörter mit <ß>, Wörter mit <v>, Wörter mit doppeltem Vokal).
  • 73schreiben individuell schwierige Wörter nach intensivem Üben richtig.
  • 74schreiben den Satzanfang groß.
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Häufige Fragen

Lehrplan Deutsch als Zweitsprache – Grundschule Bayern

Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Deutsch als Zweitsprache für Grundschule in Bayern?+

Der Lehrplan Deutsch als Zweitsprache am Grundschule in Bayern umfasst 239 Kompetenzen, gegliedert in 4 Lernbereiche über 1 Jahrgangsstufen.

Welche Lernbereiche deckt Deutsch als Zweitsprache am Grundschule in Bayern ab?+

Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Hören, Sprechen und Zuhören, Lesen – mit Texten umgehen, Schreiben, Sprache – Wortschatz und Strukturen entwickeln und untersuchen.

Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Deutsch als Zweitsprache passend zum Lehrplan?+

Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.

Ist dieser Lehrplan Deutsch als Zweitsprache aktuell?+

Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Deutsch als Zweitsprache am Grundschule in Bayern.