Lehrplan Psychologie – Gymnasium Sachsen-Anhalt

101 Kompetenzen8 Lernbereiche2 Jahrgangsstufen

Der komplette Lehrplan Psychologie für Gymnasium in Sachsen-Anhalt — nach Jahrgangsstufen und Lernbereichen geordnet. Und mit Didoria erstellst du dazu in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde.

Aufbau

Lernbereiche nach Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufe 95 Lernbereiche
  • Grundlagen der Wissenschaft Psychologie
  • Ausgewählte Methoden der Psychologie
  • Psychische Phänomene: Wahrnehmung
  • Psychische Phänomene: Gedächtnis erklären
  • Psychische Phänomene: Denken erklären
Jahrgangsstufe 103 Lernbereiche
  • Kommunikationsprozesse analysieren,
  • Gruppenprozesse untersuchen und
  • Integrierendes Modell beschreiben und

Kompetenzen im Detail

Was Schüler:innen können sollen

Jahrgangsstufe 9

Grundlagen der Wissenschaft Psychologie
12 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1alltagspsychologische Erfahrungen und daraus folgende subjektive Verallgemeinerungen prüfen und beurteilen
  • 2Gegenstand der Psychologie durch die Betrachtung von Erleben und Verhalten sowie deren Wechselwirkungen ermitteln
  • 3Beschreibung und Interpretation von Verhalten in sozialen Situationen bewusst unterscheiden
  • 4aus eigener Erfahrung gewonnene alltagspsychologische Kenntnisse identifizieren und von Merkmalen der wissenschaftlichen Theorie unterscheiden
  • 5als Voraussetzung für die differenzierte und zielgerichtete
  • 6Gegenstand der Psychologie durch die Betrachtung von Erleben und Verhalten auf Alltagsphänomene anwenden
  • 7Ziele der Psychologie beschreiben und am Beispiel erläutern
  • 8Berechtigung verschiedener Erklärungsansätze für Alltagsbeispiele auf Grundlage der Paradigmen unter Anleitung beurteilen
  • 9anhand ausgewählter Beispiele des Erlebens und Verhaltens Paradigmen unterscheiden und dieses Grundgerüst für die Untersuchung psychischer Phänomene nutzen
  • 10psychologische Fragestellungen verschiedener Disziplinen und ausgewählter Anwendungsgebiete unterscheiden und zuordnen
  • 11psychologisches Wissen für systemisches und lebenslanges Lernen anwenden
  • 12zur Erfassung verschiedener Erklärungsmöglichkeiten für ausgewähltes Verhalten Grundannahmen unterschiedlicher paradigmatischer Erklärungsmodelle in Ansätzen beschreiben
Ausgewählte Methoden der Psychologie
12 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1Hauptmethoden der Psychologie beschreiben sowie für einfache Fragestellungen kriteriengeleitet auswählen
  • 2auf der Grundlage der Gütekriterien die konkret eingesetzten Methoden überprüfen
  • 3anhand ausgewählter Beispiele die Methoden unterscheiden und eine empirische Untersuchungen selbstständig planen, durchführen und auswerten
  • 4Vorgehensweisen und Ergebnisse empirischer Untersuchungen fachsprachlich korrekt protokollieren,
  • 5auf Basis von Unstimmigkeitserfahrungen in Alltagssituationen, z. B. sozial-ökologische Krisen, eine wissenschaftliche Fragestellung ableiten
  • 6sich mit klassischen Experimenten auseinandersetzen und deren Replizierbarkeit im aktuellen Kontext prüfen
  • 7den Prozess der Durchführung der ausgewählten Hauptmethode kriteriengeleitet protokollieren,
  • 8die gewählte Hauptmethode in Bezug auf die Variablen und Verallgemeinerbarkeit gelenkt beurteilen
  • 9die Ergebnisse sachund adressatengerecht präsentieren
  • 10gewonnene Daten in Tabellen und Diagrammen darstellen, auswerten und sachbezogen interpretieren
  • 11Vorgehensweise und Ergebnisse empirischer Untersuchungen selbstständig auf alltagsrelevante Phänomene übertragen
  • 12alltagspsychologische Beobachtungen von wissenschaftlichen unterscheiden
Psychische Phänomene: Wahrnehmung
16 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1Multidimensionalität von Wahrnehmung skizzieren
  • 2Subjektivität der Wahrnehmung auf der Stufe der Klassifikation anhand von individuellen und sozialen Faktoren auf der Grundlage von historischen Experimenten ableiten
  • 3subjektive Wahrnehmung in Bezug auf die Darstellung von Nachhaltigkeitsfragen reflektieren
  • 4Demonstrationen und Experimente zu den Stufen des Wahrnehmungsprozesses sowohl gelenkt als auch selbstständig durchführen, präsentieren und auswerten
  • 5Untersuchungsergebnisse diskutieren und unter Nutzung verschiedener Medien und digitaler Werkzeuge präsentieren
  • 6die Diskrepanz zwischen Erleben und Verhalten einer Person wahrnehmen
  • 7Wahrnehmungstäuschungen mithilfe von Gesetzmäßigkeiten und analogen sowie digitalen Einflussfaktoren erklären
  • 8Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmung in der Werbeund Verkaufspsychologie und ihre Wirkung auf das eigene Konsumverhalten auch unter sozialen sowie ökologischen Gesichtspunkten beurteilen
  • 9Werbebotschaften und Konsumentenverhalten an gegebenen und eigenen digitalen und analogen Beispielen anhand wahrnehmungspsychologischer Grundsätze überprüfen und Konsequenzen ableiten
  • 10Beeinflussungsmöglichkeiten der Wahrnehmung durch Social Media erörtern
  • 11Wahrnehmungsstörungen und Wahrnehmungstäuschungen vergleichen
  • 12Effekte und Fehler bei der Personenwahrnehmung unter Nutzung von Experimenten ableiten und auf Alltagserfahrungen übertragen
  • 13in sozialen Situationen mit Effekten der Personenwahrnehmung verantwortungsbewusst umgehen und diese in sozialen Situationen nutzen
  • 14Auswirkungen von Wahrnehmungsstörungen und Wahrnehmungstäuschungen im Alltag und Schlussfolgerungen für einen inklusiven Umgang mit Betroffenen ableiten
  • 15individuelle Handlungshemmnisse in Bezug auf Wahrnehmung von Bedrohungen erklären, z. B. sozial-ökologische Krisen
  • 16die Bedeutung der positiven wie negativen Effekte der Personenwahrnehmung für Alltagssituationen darstellen
Psychische Phänomene: Gedächtnis erklären
17 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1Einflussfaktoren für Behalten und Vergessen im schulischen Kontext identifizieren und Konsequenzen für den Lernerfolg ableiten
  • 2Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung aus kognitivistischer Sicht auf der Grundlage des Mehrspeichermodells beschreiben
  • 3eigenes und fremdes Lernverhalten hinsichtlich des Lernerfolgs aus kognitivistischer Sicht beurteilen
  • 4Erkenntnisse der Gedächtnisund Motivationspsychologie als Möglichkeiten zur Verbesserung des eigenen Lernverhaltens prüfen und Strategien zur Optimierung von Lernprozessen entwickeln und anwenden
  • 5Ergebnisse ausgewählter Experimente zu Verarbeitungsprozessen multimedial präsentieren und diskutieren
  • 6die Vielfalt von Lernund Gedächtnistrainingsmöglichkeiten ermitteln
  • 7Experimente zu Verarbeitungsprozessen gelenkt durchführen, protokollieren und auswerten
  • 8digitale Medien und Werkzeuge hinsichtlich der Bedeutung und Nutzung für eigene Lernprozesse einschätzen
  • 9selbstverantwortliche Handlungsoptionen insbesondere für schädliche Attributionsmuster entwickeln
  • 10Lernapps/-plattformen als Lernmittel präsentieren und diskutieren
  • 11Wirkung von Attributionsmustern erörtern
  • 12motivationspsychologische Begriffe beschreiben und auf Lernprozesse anwenden
  • 13Vorund Nachteile moderner Lernmedien, z. B. Apps, auf Basis gedächtnispsychologischer Forschung ermitteln
  • 14zu Konsequenzen von Attributionsmustern bei Erfolg und Misserfolg Stellung nehmen
  • 15Einfluss von Motivation und Attribution auf Lernergebnisse beurteilen
  • 16eigene und fremde Attributionsmuster beschreiben
  • 17Lernapps/-plattformen hinsichtlich der Umsetzung von gedächtnispsychologischen Aspekten untersuchen
Psychische Phänomene: Denken erklären
7 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1individuelle Strategien bei der Lösung von Problemen multimedial präsentieren und diskutieren
  • 2eigene Denkprozesse als rationale Handlungsgrundlage interund intrapersoneller Situationen reflektieren sowie adressatenund zielgerichtet anwenden
  • 3Problemlösungsstrategien hinsichtlich ihrer Effektivität und des Erfolgs bewerten
  • 4Formen und Fehler des psychischen Prozesses Denken unter Nutzung von Demonstrationen und Experimenten ableiten und auf Alltagserfahrungen übertragen
  • 5Herausforderungen im Denkprozess charakterisieren
  • 6verschiedene Formen des Denkens benennen und deren Relevanz in Alltagssituationen skizzieren
  • 7Problemlösungsprozesse und -strategien an Beispielen beschreiben und auf den schulischen Kontext sowie in die berufliche Orientierung übertragen

Jahrgangsstufe 10

Kommunikationsprozesse analysieren,
11 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1eigenes Kommunikationsverhalten und die Wirkung von Sprache auf sich selbst und andere, auch in Hinblick auf muttersprachliche Besonderheiten, reflektieren und Möglichkeiten erfolgreicher verbaler und nonverbaler Kommunikation beurteilen
  • 2Formen und Modelle der Kommunikation beschreiben und auf dieser Grundlage erfolgreiche und gestörte Kommunikation erklären und auf Alltagssituationen übertragen
  • 3verschiedene Kommunikationssituationen charakterisieren
  • 4zur Weiterentwicklung der Metakommunikation Kommunikationsmodelle an geeigneten Fallbeispielen darstellen und auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen diskutieren
  • 5zur Verbesserung der eigenen Kommunikation Kommunikationsstörungen bei sich und anderen Personen erkennen und zuordnen sowie erfolgreiche Kommunikationsstrategien entwickeln
  • 6sich mit den psychologischen Grundlagen zur „Macht der Worte“ auseinandersetzen
  • 7eigene durch Sprache entwickelte Denkmuster identifizieren
  • 8Chancen und Risiken der Kommunikation in digitalen Medien einschätzen
  • 9Aspekte der Nachhaltigkeit für die eigene Lebensgestaltung und für künftige Generationen ableiten und überzeugend kommunizieren
  • 10Kommunikationssituationen und Präventionsmaßnahmen mithilfe von Interaktionsübungen planen, präsentieren und auswerten
  • 11digitale und analoge Kommunikation vergleichen
Gruppenprozesse untersuchen und
14 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1statistisches Material und Ergebnisse historischer und aktueller Experimente sowie audiovisuell gestützte Fallbeispiele hinsichtlich von Gruppenprozessen und -strukturen auswerten, visualisieren und präsentieren
  • 2eigenes Verhalten in Gruppen, insbesondere gegenüber Autoritäten situationsund anforderungsangemessen einschätzen und regulieren
  • 3ethische Aspekte sozialpsychologischer Experimente bewerten
  • 4Merkmale und Arten von Gruppen sowie Gruppenentwicklungsprozesse beschreiben und auf verschiedene eigene Gruppenzugehörigkeiten anwenden
  • 5sich selbst als Teil eines Sozialgefüges wahrnehmen
  • 6Unterschiede der Leistung in verschiedenen Sozialformen wahrnehmen und erkennen
  • 7konformes Verhalten und Gehorsam gegenüber Autoritäten auf der Grundlage der Analyse historischer Experimente ganzheitspsychologisch erklären und auf Alltagssituationen übertragen
  • 8Einfluss von Gruppendruck, Gruppennormen und Autorität auf das Verhalten des Einzelnen als Voraussetzung für die Erklärung von Verhalten in Alltagssituationen beurteilen
  • 9eigene digitale Produkte zur Veranschaulichung von Gruppenstrukturen und -normen entwickeln
  • 10soziale Rollen und damit zusammenhängende Intraund Interrollenkonflikte erläutern sowie soziometrische Strukturen anhand von Fallbeispielen auswerten
  • 11Einflüsse der digitalen Welt auf Gruppenbildung, -werte und -strukturen reflektieren
  • 12Auswirkungen von Gruppenkonstellationen auf den Einzelnen beschreiben
  • 13eigene Forschungsfragen zu den Zusammenhängen von Gruppe und Leistung entwickeln und diese systematisch erarbeiten und erklären
  • 14Zusammenhänge von Gruppe und Leistung experimentell prüfen und auf den schulischen Kontext übertragen
Integrierendes Modell beschreiben und
12 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1zur Darstellung der Komplexität von Erleben und Verhalten multikausale Bezüge zu grundlegenden Aspekten des psychischen Systems diskutieren
  • 2Eignung des integrierenden Modells zur Erklärung von Erleben und Verhalten multifaktoriell beurteilen
  • 3anhand von Alltagssituationen und Fallbeispielen grundlegende Aspekte des psychischen Systems identifizieren
  • 4verschiedene Alltagssituationen charakterisieren
  • 5eigenes und fremdes Verhalten auf Grundlage des integrierenden Modells interpretieren und für eigenes Handeln Verantwortung übernehmen
  • 6reale und konstruierte Fallbeispiele aus verschiedenen Medien auswählen, präsentieren und interpretieren
  • 7Erleben und Verhalten als multifaktoriell erklärbar erkennen
  • 8die Notwendigkeit der Sensibilisierung in Bezug auf nachhaltiges Handeln im Alltag ermitteln
  • 9Aspekte der Nachhaltigkeit für die eigene gesunde, aktive und nachhaltige Lebensgestaltung ableiten
  • 10individuelle Erklärmuster bewusst wahrnehmen und beschreiben
  • 11Erleben und Verhalten auf der Grundlage des Zusammenwirkens der Aspekte beschreiben und unter Berücksichtigung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen erklären
  • 12zur Strukturierung psychologischen Wissens paradigmatische Ansätze und Disziplinen den Aspekten des Integrierenden Modells zuordnen
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Häufige Fragen

Lehrplan Psychologie – Gymnasium Sachsen-Anhalt

Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Psychologie für Gymnasium in Sachsen-Anhalt?+

Der Lehrplan Psychologie am Gymnasium in Sachsen-Anhalt umfasst 101 Kompetenzen, gegliedert in 8 Lernbereiche über 2 Jahrgangsstufen.

Welche Lernbereiche deckt Psychologie am Gymnasium in Sachsen-Anhalt ab?+

Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Grundlagen der Wissenschaft Psychologie, Ausgewählte Methoden der Psychologie, Psychische Phänomene: Wahrnehmung, Psychische Phänomene: Gedächtnis erklären, Psychische Phänomene: Denken erklären, Kommunikationsprozesse analysieren,, Gruppenprozesse untersuchen und, Integrierendes Modell beschreiben und.

Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Psychologie passend zum Lehrplan?+

Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.

Ist dieser Lehrplan Psychologie aktuell?+

Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Psychologie am Gymnasium in Sachsen-Anhalt.