Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Übergeordnete Kompetenzerwartungen
- Entwicklung einer eigenen religiösen Identität
- Christlicher Glaube als Lebensorientierung
- Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde
- Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft
- Religionen und Weltanschauungen im Dialog
- Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur
- Übergeordnete Kompetenzerwartungen
- Entwicklung einer eigenen religiösen Identität
- Christlicher Glaube als Lebensorientierung
- Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde
- Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft
- Religionen und Weltanschauungen im Dialog
- Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufen 5–6
- 1ansatzweise eigene Standpunkte zu menschlichen Verhaltensweisen sowie zu religiösen und ethischen Fragen und religiösen Ausdrucksformen begründen
- 2eigene religiöse bzw. nicht religiöse Erfahrungen und Überzeugungen beschreiben und darstellen
- 3erste Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt sowie der eigenen Existenz stellen und unterschiedliche Antwortversuche und Gottesvorstellungen beschreiben
- 4einfache religiöse Handlungen der christlichen Tradition mitgestalten bzw. eine Teilnahme begründet ablehnen
- 5ausgewählte historische und gegenwärtige religiöse Phänomene und Handlungen anhand von Merkmalen identifizieren und ihre Funktion für den Glauben beschreiben
- 6einfache religiös-historische Zeitleisten, Schaubilder und Landkarten beschreiben und ihnen Informationen entnehmen
- 7individuelle Erfahrungen als Ausgangspunkte eigenen religiösen Fragens beschreiben
- 8die Bedeutung elementarer biblischer Aussagen und Einsichten für das heutige Leben kriteriengeleitet untersuchen und darstellen
- 9ansatzweise individuelle und gesellschaftliche Handlungsweisen vor dem Hintergrund christlicher Maßstäbe bewerten
- 10als Voraussetzung für einen Dialog in Ansätzen adressatenorientiert eigene Standpunkte zu einfachen religiösen Fragen und Problemen formulieren
- 11die Bedeutung bildhafter Geschichten in der Bibel als Möglichkeit zur Bewältigung eigener Lebenssituationen darstellen
- 12aus Medien (u. a. künstlerische Darstellungen) Informationen und Aussagen angeleitet entnehmen und wiedergeben
- 13grundlegende Aussagen und Überzeugungen christlichen Glaubens benennen
- 14sich in der Bibel angeleitet orientieren
- 15anhand ausgewählter biblischer Geschichten Beispiele für verantwortungsbewusstes Handeln in der eigenen Lebenswelt entwickeln
- 16religiöse Ausdrucksformen beschreiben und ggf. in Beziehung zu ihrem eigenen Leben setzen
- 17die religiösen und nicht religiösen Überzeugungen anderer achten, sich mit deren Argumenten auseinandersetzen und erste Ansätze für eine Verständigung äußern
- 18biblische und religiös relevante Texte durch vorgegebene Zugänge erschließen (u. a. Rollenspiele, Standbilder)
- 19ausgewählte historische und gegenwärtige Elemente religiöser Weltanschauungen und Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepte wahrnehmen und auf ihrem Hintergrund beschreiben
- 20sich an außerschulischen Lernorten und bei anderen unterrichtlichen Arrangements, die mit religiösen Traditionen verbunden sind, angemessen verhalten
- 21an einfachen Beispielen die Bedeutung religiös begründeter Lebensformen für Gemeinschaft und Kultur erklären
- 22in Ansätzen die charakteristischen Eigenschaften biblischer und religiös relevanter Texte sowie in ihnen vorliegende Ausprägungen religiöser Sprache beschreiben (u. a. Psalm, Bekenntnis, Erzählung, Rechtstext)
- 23zu religiös relevanten Sachverhalten unter Anleitung Informationen sammeln
- 24religiös relevante Sachverhalte im Unterricht unter Zuhilfenahme von in Inhalt und Struktur klar vorgegebenen Medienprodukten verständlich und in sprachlich angemessener Form präsentieren
- 1anhand der Frage „Wer bin ich?" die Einzigartigkeit ihrer individuellen Existenz wahrnehmen
- 2eine Grundhaltung des Glaubens an Gott als Vertrauen von sich lebensgeschichtlich verändernden Vorstellungen von Gott unterscheiden
- 3sich in Ansätzen mit Veränderungen des Gottesbildes im Lebenslauf bei sich und anderen auseinandersetzen und erste Einschätzungen dazu formulieren
- 4Situationen erläutern, in denen Menschen sich an Gott wenden
- 5unterschiedliche Gottesvorstellungen menschlichen Erfahrungen zuordnen und sie mit biblischen Aussagen über Gott vergleichen
- 6im respektvollen Miteinander ihren eigenen Standpunkt und fremde Vorstellungen zur Gottesfrage ansatzweise erläutern
- 7Schicksalsschläge aus ihrem Umfeld benennen und Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen aufzeigen
- 8die eigenen und die Gottesvorstellungen anderer Menschen in Grundzügen beschreiben
- 9lebensgeschichtlich bedingte Veränderungen von Gottesvorstellungen und Gottesglauben bei sich und anderen benennen und darlegen, welche Anlässe zu diesen Veränderungen führten
- 1ausgewählte Erzählungen des AT unter dem Aspekt der Lebensorientierung in Grundzügen wiedergeben
- 2kriteriengeleitet Erzählungen des AT untersuchen und mögliche Bedeutungen für das heutige Leben beschreiben (u. a. Schöpfung, Exodus)
- 3Fragen des Alltags sowie individuelle und gesellschaftliche Handlungsweisen aus ihrem Erfahrungsraum auf der Grundlage ausgewählter biblischer Erzählungen und ihrer Maßstäbe bewerten
- 4Möglichkeiten von Christinnen und Christen erläutern, sich an Handeln und Auftreten von Jesus zu orientieren
- 5einfache religiöse Handlungen im Rahmen der Klasse gestalten bzw. gegebenenfalls eine mögliche Teilnahme begründet ablehnen
- 6ausgewählte Entstehungsschritte der Bibel benennen
- 7Ansprüche aus Jesu Auftreten für das christliche Handeln der Menschen heute ableiten und darstellen
- 8grundlegende praktische religiöse Handlungen (u. a. Gebet und Taufe) erläutern, indem sie die Bedeutung auf ihr Leben beziehen
- 9exemplarisch die Bedeutung biblisch-metaphorischer Sprache auf die eigene Lebenssituationen übertragen und kreativ darstellen
- 10ansatzweise Handlungen und Verhaltensweisen zur Wahrnehmung von eigener Verantwortung aus christlicher Motivation prüfen
- 11erklären, dass für Christinnen und Christen Jesus von Nazareth der von den Juden erwartete Messias ist
- 12Eckpunkte der Biographie des Juden Jesus benennen
- 13die Bedeutung der Bibel als Urkunde des Glaubens erklären
- 14an ausgewählten Beispielen Auftreten und Handeln Jesu als Auseinandersetzung mit seiner jüdischen Tradition beschreiben
- 15Beispiele für das Orientierung gebende Auftreten und Handeln Jesu benennen
- 1die Prinzipien des Teilens, der Rücksichtnahme und des Vertrauens als Voraussetzung gemeinschaftsstiftenden Verhaltens beschreiben
- 2die Grundlagen des Zusammenlebens in ihrer Lebenswirklichkeit, insbesondere unter den Aspekten Freiheit und Verantwortung, auch für die jeweiligen Rollenerwartungen an Mann und Frau, beschreiben
- 3konkretes Handeln in ihrer näheren Umgebung als gemeinschaftsstiftend oder gemeinschaftsschädlich unterscheiden und bewerten
- 4die grundsätzliche Gleichheit aller Menschen vor Gott in ausgewählten biblischen Schöpfungserzählungen beschreiben
- 5an Beispielen die Bedeutung des biblischen Schöpfungsgedankens für den Erhalt unserer Welt erklären
- 6sich mit Alltagsverhalten auseinandersetzen und es im Kontext von Schöpfungsverantwortung bewerten
- 7die Sichtbarkeit vielfältiger Lebensformen erkennen und sie vor dem Hintergrund der Gleichheit aller Menschen vor Gott in den Schöpfungserzählungen bewerten
- 8an Beispielen die Übernahme von Verantwortung für Leben und Umwelt mithilfe des Schöpfungsgedankens erläutern
- 9Schöpfung als lebenschaffendes und lebensfreundliches Handeln Gottes identifizieren
- 10die biblisch motivierte Schöpfungsverantwortung als eine mögliche Begründung für bewussten Umgang mit der Schöpfung im eigenen Lebensumfeld beschreiben
- 1eigene Erfahrungen mit Kirche mit denen anderer vergleichen und bewerten
- 2unterschiedliche christliche Konfessionen anhand von Gebäuden, Personen, Angeboten und ihrer religiösen Praxis beschreiben
- 3in elementarer Form Gemeinsamkeiten und Unterschiede der evangelischen und katholischen Kirche beschreiben
- 4eine evangelische Ortsgemeinde und ihre Institutionen als Konkretion von Kirche identifizieren
- 5anhand zentraler Symbole Kirche als Glaubensgemeinschaft deuten
- 6sich mit Angeboten auseinandersetzen, in denen Kirche als Glaubensgemeinschaft erfahrbar wird und Stellung dazu beziehen
- 1die wesentlichen Stationen der Geschichte Israels benennen
- 2anhand von ausgewählten Erzählungen aus der Abrahamgeschichte gemeinsame Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam erklären
- 3sich mit der Bedeutung einer religiös bestimmten Lebensführung für Juden, Christen und Muslime auseinandersetzen
- 4als Voraussetzung für einen Dialog adressatenorientiert eigene Standpunkte zu einfachen religiösen Fragestellungen formulieren
- 5sich im schulischen Umfeld für ein friedliches Miteinander von Menschen verschiedener Religionen einsetzen
- 6Formen und Merkmale des Gottesglaubens in den abrahamitischen Religionen identifizieren und unterscheiden
- 7grundlegende Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verständnis Gottes in Judentum, Christentum und Islam erläutern
- 8Formen der Lebensgestaltung in Judentum, Christentum und Islam als Konsequenz des Glaubens benennen
- 1innerhalb des Jahreskreises christliche, jüdische und muslimische Feiertage identifizieren und unterscheiden
- 2die Herkunft und Bedeutung christlicher, jüdischer und muslimischer Feiertage im Jahreskreis erklären
- 3sich mit der Bedeutung von Festen, Feiern und Ritualen für die abrahamitischen Religionen auseinandersetzen und erste Einschätzungen dazu formulieren
- 4eigene religiöse, nicht religiöse und religionsähnliche Erfahrungen und Überzeugungen darstellen
- 5einfache religiöse Handlungen der christlichen Tradition (u. a. religiöse Feiern) mitgestalten bzw. eine Teilnahme begründet ablehnen
- 6die jeweiligen Gotteshäuser der abrahamitischen Religionen beschreiben und unterscheiden
- 7die Bedeutung von Einrichtung und Gestaltung der Gotteshäuser in den drei abrahamitischen Religionen erklären
- 8christliche Feste und Rituale bezüglich der Relevanz für ihr eigenes Leben beurteilen
- 9christliche Übergangsrituale als Umgang mit bedeutsamen Lebenssituationen erklären und sie mit denen anderer Religionen vergleichen
- 10religiöse Rituale im Lebenslauf eines evangelischen Christen bzw. einer evangelischen Christin als Lebensbegleitung und Lebenshilfe identifizieren und sie mit denen anderer Religionen vergleichen
Jahrgangsstufen 7–10
- 1religiös-historische grafische Darstellungsformen analysieren und eigene Darstellungen erstellen
- 2komplexe historische und gegenwärtige religiöse Redeweisen, Gestaltungsformen und Zusammenhänge in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang einordnen
- 3religiöse Handlungen der christlichen Tradition vor dem Hintergrund der eigenen religiösen Sozialisation mitgestalten bzw. die Teilnahme begründet ablehnen und die dabei gemachten Erfahrungen reflektieren
- 4gegenüber anderen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen einen eigenen Standpunkt vertreten und eigene Überzeugungen von denen anderer abgrenzen
- 5Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt, des Menschen und der eigenen Existenz erläutern und unterschiedliche Antwortversuche und Gottesvorstellungen ihren religiösen bzw. nicht religiösen Kontexten zuordnen
- 6eigene Standpunkte zu menschlichen Verhaltensweisen sowie zu religiösen und ethischen Fragen und religiösen Ausdrucksformen, zur Berechtigung des Glaubens und zur Kritik an Religion begründen und vertreten
- 7beschreiben, in welcher Weise die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen das eigene Selbst- und Weltverständnis erweitern kann
- 8den besonderen Wahrheits- und Wirklichkeitsanspruch religiös begründeter Ausdrucks- und Lebensformen und deren lebenspraktische und gesellschaftliche Konsequenzen erläutern
- 9individuelle, gesellschaftliche und religiöse Handlungsweisen, Überzeugungen und Institutionen vor dem Hintergrund christlicher Maßstäbe bewerten
- 10als Voraussetzung für einen Dialog adressatenorientiert eigene differenzierte Standpunkte zu religiösen Fragen und Problemen formulieren
- 11aus dem impulsgebenden Charakter biblischer Texte exemplarisch Entwürfe zur Bewältigung gegenwärtiger Lebenswirklichkeit entwickeln
- 12aus Medien (u. a. künstlerische Darstellungen) abstrakte Informationen und leitende Aussagen entnehmen, wiedergeben und deren Wirkung erläutern
- 13religiöse Symbole, Phänomene, Deutungen und Handlungen ihren jeweiligen historischen, sozialgeschichtlichen und wirkungsgeschichtlichen Kontexten zuordnen und ggf. in Beziehung zu ihrer eigenen Biografie setzen
- 14die gesellschaftliche Bedeutung religiöser Überzeugungen und religiöser Institutionen beurteilen
- 15respektvoll mit Angehörigen anderer Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen kommunizieren und Unterschiede sowie Grenzen der Kooperation respektieren
- 16Aussagen des christlichen Glaubens mit eigenen Erfahrungen und Überzeugungen vergleichen
- 17Formen, Motive und Ziele christlicher Handlungsweisen zur Wahrung der Menschenwürde und weltweiter Gerechtigkeit prüfen und eine eigene reflektierte Haltung dazu entwickeln
- 18sich selbstständig in der Bibel orientieren (Aufbau, Struktur, Inhaltsverzeichnis und Abkürzungen)
- 19sich an außerschulischen Lernorten und bei anderen unterrichtlichen Arrangements, die mit religiösen Traditionen verbunden sind, angemessen verhalten
- 20die sozialisierende und kulturprägende Bedeutung religiös begründeter Lebensformen, ihrer Ausdrucksformen und institutionellen Gestaltung unter besonderer Berücksichtigung des evangelischen Verständnisses des Christentums erläutern und zu eigenen Überzeugungen in Beziehung setzen
- 21biblische und religiös relevante Texte durch selbstständig gewählte Zugänge erschließen (u. a. Perspektivwechsel)
- 22historische und gegenwärtige religiöse Welt-Anschauungen von anderen Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepten unterscheiden
- 23vor dem Hintergrund religiöser Pluralität für eine wechselseitige Verständigung von Religionen eintreten
- 24die charakteristischen Eigenschaften biblischer und religiös relevanter Texte sowie in ihnen vorliegende Ausprägungen religiöser Sprache erläutern (u. a. Psalm, Bekenntnis, Erzählung, Rechtstext)
- 25einige ausgewählte Möglichkeiten des Zugangs und der Auslegung biblischer Texte beschreiben (u. a. historisch-kritischer Zugang)
- 26zu religiös relevanten Sachverhalten selbstständig Informationen sammeln und präsentieren
- 27religiös relevante Sachverhalte im (schul-)öffentlichen Raum unter Zuhilfenahme von Medienprodukten (u. a. computergestützt) verständlich, adressatenorientiert und fachsprachlich korrekt präsentieren
- 1ihre Identität als Geschöpf Gottes deuten und den Glauben an Gott als Grundhaltung für eigenes Verhalten erläutern
- 2beschreiben, dass sie einmalig und Teil einer Gemeinschaft sind, für sich und andere Verantwortung tragen und respektvoll miteinander umgehen sollten
- 3auf der Grundlage biblischer Bilder vom Menschen ihre eigene Position zu anderen religiösen und säkularen Menschenbildern vertreten
- 4Gestaltungsmöglichkeiten ihres Lebens sowie Veränderungen des Gottesbildes im eigenen Lebenslauf erörtern und Ansätze eines eigenen Standpunktes zur Frage nach Gott entwickeln
- 5wesentliche Züge der Rede von Gott und dem Menschen im Alten und Neuen Testament benennen
- 6unterschiedliche Gottesvorstellungen menschlichen Erfahrungen zuordnen
- 7eigene und andere Geschlechterrollenverständnisse vor dem Hintergrund biblischer Bilder von Mann und Frau bewerten
- 8unterschiedliche Lebensentwürfe von Männern und Frauen hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Bedeutung vergleichen und ihre Relevanz für das eigene Selbstverständnis erklären
- 9verschiedene religiöse und säkulare Menschenbilder analysieren und bewerten
- 10die bedingungslose Annahme des Menschen durch Gott als entscheidende Grundlage des evangelischen Glaubens und einer entsprechenden Lebensgestaltung beschreiben
- 11Luthers Einsichten als Wurzel des heutigen evangelischen Glaubensverständnisses darstellen
- 12wichtige Eckdaten der Biografie Martin Luthers benennen und identifizieren, welche lebenspraktischen Konsequenzen für evangelische Christinnen und Christen die Orientierung an reformatorischen Einsichten hat
- 13die reformatorische Zuordnung von Freiheit und Verantwortung des Einzelnen vor Gott als Grundlage heutiger evangelischer Lebensgestaltung erläutern
- 1zu aktuellen gesellschaftlichen Themen Ideen zur Bewältigung dieser Lebenswirklichkeit anhand von Deutungen zentraler biblischer Texte entfalten
- 2in interreligiösen Gesprächen Auskunft bezüglich der Bedeutung von Person und Botschaft Jesu für evangelische Christen unter Berücksichtigung der Perspektive des Gesprächspartners oder der Gesprächspartnerin geben
- 3die Wundertaten und Gleichnisse als Hoffnungsbotschaft Jesu beurteilen
- 4an Beispielen erklären, wie Jesus an die jüdische Tradition anknüpft und diese weiter ausführt
- 5Wundererzählungen, Gleichnisse und Passagen der Bergpredigt als Möglichkeiten vom Reich Gottes zu sprechen identifizieren und deren Bedeutung als mögliches Orientierungsangebot beschreiben
- 6historische Hintergründe der Passionsgeschichte beschreiben sowie historische von bekenntnishafter Rede von der Auferweckung unterscheiden
- 7den Gehalt der Wundertaten und Gleichnisse Jesu als Hoffnungsbotschaft beschreiben
- 8die Realisierbarkeit ethischer Implikationen der Botschaft Jesu vom Reich Gottes erörtern
- 9Handlungen und Verhaltensweisen zur Wahrnehmung von eigener Verantwortung aus christlicher Motivation prüfen und erproben
- 10fundamentale Schritte der Wirkungsgeschichte beschreiben (u. a. Urchristentum, Reformation)
- 11den Gehalt der Bergpredigt Jesu erläutern
- 12sich mit der Frage der Umsetzbarkeit ausgewählter Passagen der Botschaft Jesu in der Gegenwart auseinandersetzen
- 13Formen, Motive und Ziele gesellschaftlicher Handlungsweisen zur Wahrung der Menschenwürde und weltweiter Gerechtigkeit an ausgewählten Beispielen aus christlicher Perspektive prüfen und eine eigene reflektierte Haltung dazu äußern
- 14Abschnitte der Passionsgeschichte als Spiegelung menschlicher Grunderfahrungen deuten
- 15zentrale Aussagen der Osterbotschaft hinsichtlich ihrer Gegenwartsrelevanz beurteilen
- 16die Rede von der Auferweckung Jesu als Grundlage christlicher Hoffnung deuten
- 17die Bedeutung Jesu in der christlichen Tradition mit seiner Bedeutung in anderen religiösen bzw. säkularen Vorstellungen und Aussagen vergleichen und Einschätzungen dazu formulieren
- 18an Beispielen erklären, wie sich ein evangelisches Verständnis des Christentums aus der Reformation entwickelt, und es zu eigenen Überzeugungen in Beziehung setzen
- 1Konsequenzen aus dem christlich motivierten Einsatz für die Würde des Menschen für das eigene Verhalten ableiten
- 2sich vor dem Hintergrund des christlichen Ideals der Nächstenliebe mit anderen sozialethischen Positionen auseinandersetzen
- 3persönliche und gesellschaftliche Konsequenzen einer am biblischen Gerechtigkeitsbegriff und an der Wahrung der Menschenwürde orientierten Lebens- und Weltgestaltung an Beispielen erörtern
- 4erläutern, auf welche Weise christlicher Glaube zum Einsatz für andere motiviert
- 5Merkmale biblisch-prophetischer Rede und Handlungen benennen und sie als Kritik gesellschaftlicher Unrechtsstrukturen identifizieren
- 6Formen und Zielgruppen diakonischen Handelns beschreiben und unterscheiden
- 7den Einsatz für Menschenwürde und Freiheit als Konsequenz der biblischen Rede von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen erläutern
- 8zur Sichtbarkeit vielfältiger Lebensformen und zur konsequenten Ächtung jeglicher Diskriminierung begründet Stellung beziehen
- 9sich vor dem Hintergrund des jüdisch-christlichen Verständnisses von Menschenwürde und seinem universalen Geltungsanspruch argumentativ mit Vertretern relativistischer ethischer Positionen (u. a. Leistungsprinzip, Schönheitsideal) auseinandersetzen
- 10diakonisches Handeln als Ausdruck und Gestaltung christlich motivierter Nächstenliebe identifizieren
- 11den Einsatz für die gerechte Gestaltung der Lebensverhältnisse aller Menschen als Konsequenz des biblischen Verständnisses von Gerechtigkeit erklären
- 12gesellschaftliches Engagement ausgewählter Gruppen bzw. Projekte mithilfe des biblischen Gerechtigkeitsbegriffs beurteilen
- 13Beispiele für Ungerechtigkeit im Horizont der Einen Welt beschreiben
- 14Möglichkeiten des Einsatzes für weltweite Gerechtigkeit benennen
- 1Konsequenzen ausgewählter kirchengeschichtlicher Ereignisse beurteilen
- 2die Bedeutung zentraler Ereignisse und Personen für die Entwicklung der christlichen Kirche erläutern
- 3wichtige Stationen der Ausbreitung der frühen christlichen Kirche benennen
- 4prägende Personen (u. a. Paulus) und deren Bedeutung für die Entwicklung des Christentums beschreiben
- 5die Grundzüge der Reformation und das sich daraus entwickelnde Selbstverständnis der evangelischen Kirche erklären
- 6verschiedene Erscheinungsformen von Kirche am Maßstab ihrer biblischen Begründung und des reformatorischen Anspruchs bewerten
- 7Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften hinsichtlich Gestalt, Funktion und religiöser Praxis vor dem Hintergrund ihres jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontextes beschreiben
- 8Erscheinungs- und Organisationsformen von Kirche in Geschichte und Gegenwart erläutern
- 9die Praxis religiöser und säkularer Gemeinschaften hinsichtlich ihres Beitrags für gelingendes Leben beurteilen
- 10an Beispielen grundlegende Aspekte der Beziehung von Kirche zu Staat und Gesellschaft im Verlauf der Geschichte und in der Gegenwart darlegen
- 11ökumenische Bestrebungen erläutern und beispielhaft Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Umsetzung verdeutlichen
- 12erklären, warum sich Christinnen und Christen gegen Unrecht politisch engagieren und ggf. auch Widerstand leisten
- 1die Konsequenzen unterschiedlicher religiöser und nicht religiöser Weltdeutungen für die Lebensgestaltung beurteilen
- 2zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Selbst- und Fremdverständnisses der großen Weltreligionen beschreiben und deuten
- 3Formen und Merkmale des Gottesglaubens in Judentum, Christentum und Islam identifizieren und unterscheiden
- 4anderen Religionen mit Respekt und Toleranz begegnen
- 5die Grundstrukturen, Bekenntnisse und gemeinsamen Wurzeln (u. a. Monotheismus, Erzvätertradition) der drei abrahamitischen Weltreligionen darstellen
- 6vor dem Hintergrund von evangelisch-christlichen Gottesbildern zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Verständnis Gottes in den großen Weltreligionen darstellen
- 7aus christlicher Perspektive zu politischen Ideologien, säkularen Weltanschauungen und den anderen Weltreligionen begründet Stellung beziehen
- 8ausgewählte Argumente der Bestreitung oder Infragestellung Gottes bzw. der Indifferenz erläutern
- 9Grundstrukturen von Hinduismus und Buddhismus darstellen
- 10politische Ideologien und säkulare Weltanschauungen identifizieren und von religiösen Weltsichten unterscheiden
- 11Gemeinsamkeiten und Unterschiede von ausgewählten Weltanschauungen und Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepten (u. a. Gerechtigkeit, Menschenwürde) beschreiben
- 12ausgewählte Formen der Bestreitung oder Infragestellung Gottes sowie seiner Funktionalisierung identifizieren
- 1die Bedeutung von christlichen Festen und Ritualen bezüglich der Relevanz für ihr eigenes Leben und das von anderen beurteilen
- 2die Perspektive einer anderen Religion probeweise einnehmen und durch diesen Perspektivwechsel ein vertieftes Verständnis der religiösen Praxis anderer Religionen sowie der eigenen gewinnen und die jeweiligen Perspektiven begründet vertreten
- 3Möglichkeiten legitimer und manipulativer Verwendung religiöser Symbole und Rituale (u. a. in der Werbung) unterscheiden
- 4komplexe religiöse Elemente im Alltag des Christentums (u. a. Rituale) in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang einordnen
- 5ihren Standpunkt zu religiösen, nicht religiösen und religionsähnlichen Erfahrungen und Überzeugungen formulieren
- 6die Bedeutung religiöser und nicht religiöser Ausdrucksformen sowie Verhaltensweisen zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung auf der Basis christlicher Maßstäbe im Hinblick auf das eigene Verhalten prüfen
- 7religiöse Elemente aus Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang einordnen
- 8die Verwendung religiöser Symbole und Rituale in neuen Zusammenhängen in ihrer jeweiligen Funktionalität (z. B. im Sinne einer „Ersatzreligion") erläutern
- 9ausgewählte individuelle, gesellschaftliche und religiöse Handlungsweisen, Überzeugungen und Institutionen vor dem Hintergrund christlicher Maßstäbe bewerten
- 10Elemente religionsähnlicher Weltsichten im Alltag und deren Wirkungsabsicht im Vergleich mit christlichen Aussagen bewerten
- 11Herkunft, Absicht und Wirkung von Elementen religionsähnlicher Weltsichten im Alltag (u. a. Gemeinschaftsgefühl in der Fangruppe) darlegen
- 12die Absichten von Elementen religionsähnlicher Weltsichten im Vergleich zur Absicht christlicher Aussagen deuten
- 13Herkunft, Absicht und Wirkung von Ritualen, religiösen Sprach-, Symbol- und Ausdrucksformen sowie ihre Verwendung in neuen Zusammenhängen in Gesellschaft und Kultur (u. a. Bildern, Musik und Werbung) darlegen
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Häufige Fragen
Lehrplan Evangelische Religionslehre – Gesamtschule Nordrhein-Westfalen
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Evangelische Religionslehre für Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen?+
Der Lehrplan Evangelische Religionslehre am Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen umfasst 191 Kompetenzen, gegliedert in 14 Lernbereiche über 2 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Evangelische Religionslehre am Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Übergeordnete Kompetenzerwartungen, Entwicklung einer eigenen religiösen Identität, Christlicher Glaube als Lebensorientierung, Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde, Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft, Religionen und Weltanschauungen im Dialog, Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur, Übergeordnete Kompetenzerwartungen und weitere.
Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Evangelische Religionslehre passend zum Lehrplan?+
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Ist dieser Lehrplan Evangelische Religionslehre aktuell?+
Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Evangelische Religionslehre am Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen.