Lehrplan Evangelische Religionslehre – Gymnasium Bayern

240 Kompetenzen48 Lernbereiche11 Jahrgangsstufen

Der komplette Lehrplan Evangelische Religionslehre für Gymnasium in Bayern — nach Jahrgangsstufen und Lernbereichen geordnet. Und mit Didoria erstellst du dazu in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde.

Aufbau

Lernbereiche nach Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufe 55 Lernbereiche
  • Ich und die anderen
  • Die Bibel und ihre Geschichten
  • Lebenswege mit Gott
  • Von Gott erschaffen
  • Spuren des Glaubens
Jahrgangsstufe 65 Lernbereiche
  • In Beziehung
  • Zwischen Galiläa und Jerusalem
  • „Mitten unter euch“ – Jesu Botschaft und Leben
  • Feste und Auszeiten
  • Anders – fremd – verschieden
Jahrgangsstufe 75 Lernbereiche
  • Glaube findet Sprache
  • Kirche hat Geschichte
  • Islam
  • Ich und meine Wünsche
  • Nächstenliebe und diakonisches Handeln der Kirche
Jahrgangsstufe 85 Lernbereiche
  • Befreit vor Gott und Mensch? – Voraussetzungen und Folgen der
  • Propheten und die Frage nach Gerechtigkeit
  • Die Welt als Gottes Schöpfung
  • Ich in der Zeit
  • „Was glaubst denn du?“ – Vielfalt des Glaubens
Jahrgangsstufe 95 Lernbereiche
  • Frei im Netz!?
  • „Für uns“ – der Glaube an Jesus Christus
  • Judentum
  • „In Verantwortung vor Gott“ – das Verhältnis von Kirche und Staat
  • Liebe – der Himmel auf Erden?
Jahrgangsstufe 105 Lernbereiche
  • Wie halt ich’s mit der Religion?
  • Buddhismus
  • Zum Glück?!
  • Mitten im Tod: das Leben
  • Gerechtigkeit und Frieden in der einen Welt
Jahrgangsstufe 114 Lernbereiche
  • Glaube und Vernunft – alte und neue Herausforderungen
  • Freiheit leben
  • Sola scriptura!? – Zugänge zur Bibel
  • Zwischen Distanz und Nähe: Judentum, Christentum, Islam
Jahrgangsstufe 124 Lernbereiche
  • Woran dein Herz hängt – Sinnfrage und Gottesfrage
  • Der im-perfekte Mensch
  • „Homo faber“ – Der Mensch und seine Möglichkeiten
  • Mittendrin?! – Christsein in der Gesellschaft
Jahrgangsstufe 124 Lernbereiche
  • Woran dein Herz hängt – Sinnfrage und Gottesfrage
  • Der im-perfekte Mensch
  • „Homo faber“ – Der Mensch und seine Möglichkeiten
  • Mittendrin!? – Christsein in der Gesellschaft
Jahrgangsstufe 133 Lernbereiche
  • Die Frage nach dem guten Leben und richtigen Handeln
  • Konkret und komplex – differenzierte Perspektiven auf ethische
  • Schon und noch nicht – christliche Hoffnungsbilder
Jahrgangsstufe 133 Lernbereiche
  • Die Frage nach dem guten Leben und richtigen Handeln
  • Konkret und komplex – differenzierte Perspektiven auf ethische
  • Schon und noch nicht – christliche Hoffnungsbilder

Kompetenzen im Detail

Was Schüler:innen können sollen

Jahrgangsstufe 5

Ich und die anderen
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1denken darüber nach, welche Auswirkungen Veränderungen wie ein Schulwechsel auf ihr Leben und ihre Person haben, und tauschen sich mit anderen darüber aus.
  • 2nehmen in ihrer neuen Schulsituation Rollenerwartungen sowie eigene und fremde Ansprüche bewusst wahr und fassen diese in Worte.
  • 3entdecken in biblischen Geschichten grundlegende Aussagen von der liebenden Zuwendung Gottes zum Menschen und beziehen diese auf die eigene Person.
  • 4erläutern die Zehn Gebote und das Doppelgebot der Liebe als Wegweiser für gutes Leben; sie begründen diese aus Gottes liebender und befreiender Begleitung des Menschen und geben die beiden Texte im Wortlaut wieder.
  • 5leiten aus den biblischen Impulsen passende Haltungen im Umgang mit anderen und mit sich selbst ab und zeigen Möglichkeiten auf, diese zum Ausdruck zu bringen.
Die Bibel und ihre Geschichten
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben vielfältige Begegnungsmöglichkeiten mit der Bibel und ihren Inhalten und tauschen sich über eigene Erfahrungen aus.
  • 2erklären in Grundzügen den Aufbau der Bibel und finden sich sicher in ihr zurecht.
  • 3nehmen die Vielfalt und Vielstimmigkeit biblischer Texte wahr und zeigen im Überblick, dass die Bibel eine lange Geschichte hat.
  • 4erklären an Beispielen den Einfluss der Bibel auf unsere Kultur und unterscheiden davon ihren Gebrauch als Glaubensbuch.
  • 5erläutern an einem Beispiel, inwiefern die Bibel beim Lesen oder Übersetzen immer auch interpretiert wird; sie gestalten eigene Auslegungs- und Deutungsversuche.
Lebenswege mit Gott
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1deuten das Symbol des Wegs, beziehen es auf Veränderungen, Entwicklungen und Umbruchsituationen im eigenen Leben; sie artikulieren dabei eigene Glaubensfragen und Gottesvorstellungen und deren mögliche Veränderung.
  • 2erproben mit Hilfe der Sprache der Psalmen Möglichkeiten, Freude und Leid, Glaubensgewissheit und ‑zweifel auszudrücken.
  • 3geben eine Geschichtstradition aus dem Alten Testament im Überblick wieder und deuten ausgewählte Erzählungen als Nachdenken über Gottes Wegbegleitung.
  • 4beschreiben wichtige Merkmale des Gottesglaubens in der gewählten Geschichtstradition und diskutieren seine Bedeutung im Blick auf das eigene und das gemeinschaftliche Leben.
  • 5benennen Spannungen im Gottesbild der Bibel, setzen sich damit auch im Blick auf eigenes Nachdenken über Gott auseinander und gehen mit Fragen, die offenbleiben müssen, konstruktiv um.
Von Gott erschaffen
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen wahr, dass sie ihr eigenes Leben und die Lebensbedingungen, auf die sie angewiesen sind, nicht selbst hervorgebracht haben, und beschreiben mögliche Konsequenzen für das eigene Lebensgefühl.
  • 2geben den 1. Glaubensartikel im Wortlaut wieder, setzen sich mit Luthers Auslegung auseinander und erklären die Bedeutung eines gemeinsamen Bekenntnisses für den christlichen Glauben in einfachen Worten.
  • 3erläutern mögliche Widersprüche zwischen den Aussagen des 1. Glaubensartikels und leidvollem Geschehen in der Welt; sie gehen damit um, dass sich manche Spannungen nicht einfach lösen lassen.
  • 4deuten zentrale Aussagen aus biblischen Schöpfungstexten und stellen Bezüge zum 1. Glaubensartikel her.
  • 5erläutern, wie der Glaube an Gott den Schöpfer Hoffnung machen kann, und diskutieren Konsequenzen für den Umgang mit sich selbst und mit anderen.
Spuren des Glaubens
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren in ihrem Umfeld Spuren von Glaube und Religion und erklären in Ansätzen die Bedeutung von religiösen Ausdrucksformen für das Leben vor Ort.
  • 2erläutern die Bedeutung ausgewählter Symbole und Zeichen im Kontext des christlichen Glaubens.
  • 3beschreiben Grundzüge einer Kirchengemeinde und erklären, wie durch ihre Gebäude, durch einzelne Personen oder im Gemeindeleben christlicher Glaube zum Ausdruck gebracht wird.
  • 4unterscheiden verschiedene Möglichkeiten christlichen Feierns und Innehaltens und erproben diese exemplarisch.

Jahrgangsstufe 6

In Beziehung
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen wahr, dass Menschen in Beziehungen leben, in denen sie Nähe und Vertrauen sowie Spannungen und Konflikte erfahren, und tauschen sich über eigene Erfahrungen aus.
  • 2beschreiben und reflektieren das Zusammenleben in der Familie als einen Ort, der ihnen vorgegeben ist und auf vielfältige Weise gestaltet werden kann; sie skizzieren dabei eigene Gestaltungsspielräume.
  • 3erläutern an Beispielssituationen Merkmale von Freundschaft und reflektieren die Bedeutung von Freundschaft im Leben.
  • 4beschreiben typische Rollen und Prozesse in Gruppen und die in ihnen wirkenden Regeln; sie unterscheiden positive und problematische Prozesse an konkreten Beispielen und leiten eigene Handlungsmöglichkeiten ab.
  • 5zeigen Möglichkeiten des Umgangs mit Konflikten auf und legen anhand konkreter Beispiele dar, welche davon in der jeweiligen Situation sinnvoll sein können.
  • 6identifizieren in biblischen Geschichten typische menschliche Konflikte und Schwierigkeiten des Zusammenlebens, deuten diese vor dem Hintergrund von Gottes Begleitung und Bejahung und stellen Bezüge zu Konfliktsituationen in ihrem Umfeld her.
Zwischen Galiläa und Jerusalem
3 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben die Lebensbedingungen in dem Land, in dem Jesus lebte, und wenden ihre Kenntnisse bei der Auseinandersetzung mit Leben und Botschaft Jesu an.
  • 2erklären wichtige Elemente des jüdischen Glaubens, um Jesus im Kontext des Judentums seiner Zeit zu verstehen.
  • 3nehmen wahr, dass das Judentum bis heute eine lebendige Religion ist, und zeigen dies an einem Beispiel auf.
„Mitten unter euch“ – Jesu Botschaft und Leben
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erläutern den Charakter der Evangelien als historisch bedingte Glaubenszeugnisse und berücksichtigen dies bei der Deutung von Texten aus den Evangelien.
  • 2identifizieren die Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes als Mitte der Verkündigung Jesu, deuten Gleichnisse und Wundererzählungen als dessen Vergegenwärtigung und beziehen die Reich-Gottes-Botschaft auf jüdische Hoffnungen.
  • 3beschreiben differenziert und ausgewogen an Beispielen die unterschiedlichen Reaktionen, die Jesus bei Menschen seiner Zeit hervorruft.
  • 4geben über die Erzählungen von Passion und Ostern im Überblick Auskunft und zeigen, wie diese mit Jesu Botschaft vom Reich Gottes zusammenhängen.
  • 5geben den 2. Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses im Wortlaut wieder, deuten bekenntnishafte Aussagen sowie künstlerische oder musikalische Gestaltungen des Glaubens an Jesus Christus und drücken ihre Sicht auf Jesus Christus in selbstgewählter Form aus.
Feste und Auszeiten
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1zeigen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Formen des Feierns auf und deuten Feste als wichtiges Element des Menschseins.
  • 2erläutern, wie durch Festtage dem Lauf des Lebens eine Struktur gegeben wird und wie sich darin Momente der Wiederholung und Veränderung zeigen.
  • 3erklären den Aufbau des Kirchenjahrs und verorten die christlichen Hauptfeste im Kirchenjahr.
  • 4setzen christliche Feste in Bezug zum 2. Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses und identifizieren in ihnen wichtige Grundaussagen des Glaubens.
  • 5erproben eigene Gestaltungsmöglichkeiten beim Feiern von christlichen Festen und im Umgang mit christlichen Symbolen.
Anders – fremd – verschieden
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1tauschen sich mit anderen über Situationen aus, in denen sie sich fremd fühlen bzw. als „anders“ wahrgenommen werden; sie stellen Bezüge zu Situationen her, in denen sie andere als fremd und anders erleben.
  • 2beschreiben Verschiedenheit und Differenz als Grundgegebenheit des Menschseins und verdeutlichen dies an einem Beispiel.
  • 3identifizieren an Beispielen aus ihrem Alltag, aus Medien oder Literatur Vorurteile in der Gesellschaft und erläutern Ursachen und Folgen von Vorurteilen.
  • 4beschreiben unterschiedliche Reaktionen auf Anderssein und Fremdheit im privaten und öffentlichen Umfeld und nehmen dazu kritisch Stellung.
  • 5erläutern biblische Impulse zur Wahrnehmung von Verschiedenheit und zum Umgang mit Fremden und Fremdem und entwickeln daraus Kriterien für einen lebensförderlichen Umgang mit Verschiedenheit.

Jahrgangsstufe 7

Glaube findet Sprache
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben Symbole für den Heiligen Geist in der Pfingstgeschichte und deuten diese.
  • 2beziehen Aussagen des 3. Artikels des Apostolischen Glaubensbekenntnisses auf Glaubensfragen und geben diesen im Wortlaut wieder.
  • 3unterscheiden das Bekenntnis von anderen Sprachformen und erproben eigene Formulierungen.
  • 4beschreiben an Beispielen die Gestaltung von Kirchenräumen und den Wandel von Baustilen und zeigen, wie Glaube in Kunst und Architektur ausgedrückt wird.
  • 5geben Auskunft über wichtige Elemente des Gottesdienstes und tauschen sich über Erfahrungen mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Gottesdienstgestaltung aus.
  • 6erschließen Psalmen und Gebete als Sprachformen des Glaubens und geben das Vaterunser im Wortlaut wieder; sie gehen eigenständig mit Formulierungen von Gebeten um.
Kirche hat Geschichte
3 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1ordnen die Pfingstgeschichte in ihren biblischen Kontext ein und geben über die Bedeutung des Pfingstereignisses für die Entwicklung des christlichen Glaubens Auskunft.
  • 2beschreiben Leben und Wirken des Paulus in Grundzügen und erklären seine Rolle bei der Entwicklung des christlichen Glaubens.
  • 3stellen wichtige Etappen von der Entstehung des Urchristentums bis zur Konstantinischen Wende dar und deuten diese als Weichenstellungen auf dem Weg der Kirche, die Auswirkungen bis heute haben.
Islam
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren Spuren islamischer Religion und Kultur in ihrem Umfeld und ggf. in Medien oder bei Reisen, beschreiben diese Spuren und setzen sie in Bezug zum islamischen Glauben.
  • 2erläutern Grundzüge des islamischen Glaubens und den Einfluss von islamischem Glauben auf die Lebensführung.
  • 3geben einen Überblick über die Anfänge des Islam und die gegenwärtige Ausbreitung.
  • 4nehmen wahr, dass es „den“ Islam nicht gibt und beschreiben seine Vielgestaltigkeit in Auswahl.
  • 5erläutern ein kontroverses Gesprächsthema und verhalten sich in Begegnung und Gespräch mit Muslimen respektvoll.
  • 6entdecken in der Begegnung mit dem Islam eigene kulturelle Prägungen und Glaubensvorstellungen und bringen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen christlichem und islamischem Glauben angemessen zum Ausdruck.
Ich und meine Wünsche
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1formulieren eigene Wünsche, Träume, Sehnsüchte und diskutieren über Möglichkeiten und Grenzen ihrer Erfüllbarkeit.
  • 2nehmen wahr, in welchem Verhältnis Medien einerseits und Wünsche und Träume von Jugendlichen andererseits stehen, und beziehen kritisch Stellung dazu.
  • 3erörtern positive und negative Wirkungen von Vorbildern und Idolen.
  • 4beschreiben an einem Beispiel Ursachen, Symptome und Folgen von Sucht bzw. Abhängigkeit sowie mögliche Auswege und stellen Bezüge her zur Thematik von Wünschen und Träumen.
  • 5entdecken Impulse des Glaubens für einen lebensdienlichen Umgang mit Wünschen und Träumen und bringen sie ins Gespräch mit anderen ein.
  • 6erläutern biblische und nichtbiblische Visionen von einer besseren Welt und setzen diese in Beziehung zu eigenen Zukunfts- und Hoffnungsbildern.
Nächstenliebe und diakonisches Handeln der Kirche
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1reflektieren eigene Erfahrungen von Hilfsbedürftigkeit sowie von Möglichkeiten und Grenzen des Helfens.
  • 2erklären die zentrale Bedeutung von Nächstenliebe für den christlichen Glauben anhand biblischer Überlieferungen und stellen Bezüge zu eigenen Erfahrungen mit Helfen und Sich-helfen-Lassen her.
  • 3beschreiben an Beispielen aus Geschichte und Gegenwart die Umsetzung des Gedankens der Nächstenliebe im diakonischen Handeln der Kirche.
  • 4nehmen Hilfsbedürftigkeit im näheren gesellschaftlichen Umfeld wahr und erörtern Handlungsmöglichkeiten im Horizont von Nächstenliebe.

Jahrgangsstufe 8

Befreit vor Gott und Mensch? – Voraussetzungen und Folgen der
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben Zusammenhänge zwischen Luthers Leben in der Zeit des ausgehenden Mittelalters und seinen theologischen Einsichten.
  • 2erläutern reformatorische Entdeckungen zu Gott und Mensch unter dem Gesichtspunkt von Freiheit und reflektieren sie vor dem Hintergrund eigener Vorstellungen und Erfahrungen.
  • 3setzen sich mit problematischen Entwicklungen in der Reformationszeit kritisch auseinander und beziehen dazu unter Berücksichtigung des historischen Kontextes Stellung.
  • 4stellen Einflüsse der Reformation auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben dar und identifizieren sie in ihrer Lebenswelt.
Propheten und die Frage nach Gerechtigkeit
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im eigenen Leben bzw. in der Gesellschaft wahr und erläutern Ursachen und Folgen an einem Beispiel.
  • 2erklären am Beispiel einer prophetischen Tradition des Alten Testaments, was Propheten auszeichnet und wie sie sich im Namen Gottes für Gerechtigkeit einsetzen.
  • 3deuten den prophetischen Kampf gegen andere Götter als Kritik an Mächten und Ideologien, die den Menschen ganz beanspruchen wollen, und setzen sich damit in Bezug auf eigene Lebenserfahrungen auseinander.
  • 4beschreiben am Beispiel eines Propheten, wie Glaube und Zweifel, Selbstbewusstsein und Unsicherheit zusammengehören, und tauschen sich über Möglichkeiten und Grenzen aus, eigene Standpunkte zu vertreten und für Gerechtigkeit einzutreten.
  • 5erörtern, wie Menschen sich für Gerechtigkeit engagieren, und beschreiben Ähnlichkeiten und Differenzen zu biblischen Propheten.
Die Welt als Gottes Schöpfung
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erklären den Begriff Weltbild und beschreiben Konsequenzen verschiedener Vorstellungsmodelle für das Selbstverständnis des Menschen und sein Verhältnis zur Welt.
  • 2unterscheiden die verschiedenen Zugänge von Naturwissenschaft und Glauben zu Fragen nach der Welt und dem Menschen und nehmen Stellung zu Anfragen an den Schöpfungsglauben im Namen der Naturwissenschaft.
  • 3erläutern die biblisch-christliche Rede von Gott als Schöpfer der Welt und dem Menschen als Geschöpf und beziehen diese auf ihre eigenen Vorstellungen von der Welt.
  • 4leiten aus wichtigen Aussagen des Schöpfungsglaubens Konsequenzen für das Verhältnis zur Welt und die Weltgestaltung ab und beschreiben diese an einem Beispiel.
Ich in der Zeit
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren und deuten Situationen, in denen Zeit im Alltag eine Rolle spielt oder zum Problem wird, und tauschen sich darüber unter Einbezug eigener Erfahrungen aus.
  • 2philosophieren über Zeit und erläutern wichtige Aspekte von Zeit als Grundbedingung menschlichen Lebens.
  • 3beschreiben bedeutsame Veränderungen im Rahmen der eigenen Lebensgeschichte und beziehen sie auf die Frage nach der eigenen Identität.
  • 4leiten aus biblisch-christlichen Sichtweisen von Zeit, Endlichkeit und Ewigkeit Konsequenzen für das Lebensgefühl bzw. die Lebensgestaltung ab und bringen sie mit ihren Überlegungen und Erfahrungen ins Gespräch.
„Was glaubst denn du?“ – Vielfalt des Glaubens
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1tauschen sich über eigene Erfahrungen mit Glauben und Kirche aus und beziehen diese auf die Vorstellung von sichtbarer und verborgener Kirche.
  • 2benennen wichtige Unterschiede zwischen der evangelischen und der katholischen Sicht von Kirche und setzen sie in Beziehung zu gegenwärtigen ökumenischen Bestrebungen.
  • 3nehmen die Vielfalt der Auslegung des christlichen Bekenntnisses wahr und verorten in ihr konfessionelle Ausprägungen.
  • 4nehmen gegenwärtige Frömmigkeitsformen bzw. -bewegungen innerhalb der Kirche wahr und verorten sie im historischen Zusammenhang.
  • 5beschreiben ein religiöses bzw. religionsähnliches Sinnangebot außerhalb der Kirche und setzen sich damit im Horizont christlicher Freiheit auseinander.

Jahrgangsstufe 9

Frei im Netz!?
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben und reflektieren ihr eigenes Agieren im Internet, unterscheiden dabei Formen der Nutzung und Grade der Mitgestaltung.
  • 2erläutern, wie durch die weltweite digitale Vernetzung einerseits Freiheiten und Handlungsmöglichkeiten eröffnet und andererseits Abhängigkeiten und Zwänge geschaffen werden.
  • 3reflektieren Auswirkungen des Internets auf das eigene Selbstverständnis und Selbstbild und entwickeln dazu Perspektiven unter Einbezug eines protestantischen Menschenbildes.
  • 4erörtern mindestens ein Beispiel problematischen Umgangs mit Menschen im Internet und leiten aus einem christlichen Verständnis von der Würde des Menschen Konsequenzen für eigene Internetaktivitäten ab.
„Für uns“ – der Glaube an Jesus Christus
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1setzen sich mit der Frage nach Gott auseinander und tauschen sich dabei über eigene Vorstellungen und Anfragen aus.
  • 2stellen in Auseinandersetzung mit christlichen Bekenntnisaussagen die Frage nach der Bedeutung Jesu für den christlichen Gottesglauben und formulieren eigene Gedanken dazu.
  • 3erläutern das „Für uns“ in unterschiedlichen Deutungen von Kreuz und Auferstehung Jesu und erörtern mögliche Konsequenzen für Lebensgefühl und Lebensorientierung.
  • 4identifizieren das „Für uns“ in Texten der Evangelien über Jesus Christus, erklären die Unterscheidung zwischen historischem Jesus und geglaubtem Christus und beziehen sie auf die Frage nach Gott.
  • 5vergleichen unterschiedliche Jesus-Deutungen in Bereich der Kultur und der Religionen und ordnen diese in den jeweiligen gesellschaftlichen und historischen Kontext ein.
Judentum
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben Grundmotive jüdischen Glaubens und stellen sie in einen Zusammenhang zu gelebter jüdischer Religion bzw. Kultur.
  • 2geben Auskunft über die vielgestaltige Ausprägung des Judentums und treten Vereinfachungen entgegen.
  • 3stellen wichtige Stationen jüdischer Geschichte bis zur Gegenwart dar und beziehen sie auf jüdisches Selbstverständnis.
  • 4erläutern an einem ausgewählten Thema differenziert das Verhältnis von Judentum und Christentum und formulieren Konsequenzen für den christlichen Glauben.
  • 5erkennen Erscheinungsformen des Antisemitismus und vertreten einen begründeten Standpunkt gegen Judenfeindschaft.
„In Verantwortung vor Gott“ – das Verhältnis von Kirche und Staat
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren verschiedene Ausprägungen des Miteinanders von Kirche und Staat im 21. Jahrhundert und diskutieren die Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft.
  • 2beschreiben die Konflikte der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus und beurteilen differenziert unterschiedliche Haltungen und Entscheidungen von Christen gegenüber dem Nationalsozialismus.
  • 3erläutern die Rolle der Kirche in der DDR und reflektieren verschiedene Wege von Christen in der DDR, sich für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen.
  • 4recherchieren Beispiele für politisches Engagement der Kirche vor Ort und diskutieren eigene Mitwirkungsmöglichkeiten.
Liebe – der Himmel auf Erden?
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen das Spektrum menschlicher Beziehungen wahr und charakterisieren diese nach verschiedenen Kriterien.
  • 2unterscheiden verschiedene Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft und formulieren kritische Anfragen gegenüber Idealvorstellungen, die der Wirklichkeit nicht gerecht werden.
  • 3erklären unter Bezug auf biblische Aussagen die Bedeutungen von Liebe für die Beziehung von Gott und Mensch.
  • 4formulieren mithilfe des Gedankens der Liebe Gottes Konsequenzen in Bezug auf Liebe, Partnerschaft und Sexualität.
  • 5nehmen einen Standpunkt gegen missbräuchliche und herabwürdigende Äußerungen und Umgangsweisen im Bereich von Liebe, Partnerschaft und Sexualität ein und vertreten diesen differenziert.

Jahrgangsstufe 10

Wie halt ich’s mit der Religion?
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen unterschiedliche Formen von Religion bzw. Weltanschauung als zum Menschen gehörend wahr und deuten sie im Blick auf Fragen nach Sinn und Lebensorientierung.
  • 2setzen sich mit religionspsychologischen Erkenntnissen auseinander und beziehen sie auf Entwicklungen in der eigenen Biografie.
  • 3unterscheiden verschiedene Begriffsbestimmungen von Religion und bringen sie ins Gespräch mit einer theologischen Position.
  • 4identifizieren unterschiedliche Bewertungen von Religion und setzen sich mit ihnen differenziert auseinander.
Buddhismus
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren Spuren fernöstlicher Religiosität, insbesondere des Buddhismus, in der westlichen Lebenswelt und diskutieren Gründe für die Präsenz und Attraktivität einzelner Elemente fernöstlicher Kultur.
  • 2erläutern Grundzüge des Hinduismus als geistige Voraussetzung für den Buddhismus.
  • 3erklären in Ansätzen Lehre und Ethik des Buddhismus und benennen dabei Grenzen des Verstehens aus der Außenperspektive.
  • 4setzen an einem Beispiel buddhistische und christliche Glaubensvorstellungen zueinander in Beziehung.
  • 5begegnen der fremden Religion respektvoll und bringen im Dialog eigene religiöse Einstellungen zur Sprache.
Zum Glück?!
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren Kontexte im Alltag, in denen der Glücksbegriff verwendet wird, und grenzen verschiedene Bedeutungszusammenhänge voneinander ab.
  • 2reflektieren eigene Erwartungen an glückliches Leben und diskutieren Möglichkeiten und Grenzen ihrer Erfüllbarkeit.
  • 3beschreiben Ergebnisse der Glücksforschung und setzen sich im Blick auf die eigene Lebenssituation mit ihnen auseinander.
  • 4geben einen antiken und einen neuzeitlichen philosophischen Entwurf zu glücklichem Leben in Grundzügen wieder und setzen diese zueinander in Bezug.
  • 5nehmen die Pluralität biblisch-christlicher Perspektiven auf gelingendes Leben wahr, zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu philosophischen Entwürfen auf und prüfen sich daraus ergebende Impulse auf Lebensrelevanz.
Mitten im Tod: das Leben
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen wahr, dass Abschied und Trauer zum Leben gehören, und tauschen sich über unterschiedliche Umgangsweisen damit aus.
  • 2unterscheiden verschiedene religiöse und philosophische Vorstellungen von Sterben und Tod bzw. von einem Leben nach dem Tod und nehmen Stellung dazu.
  • 3erklären wesentliche Aspekte des christlichen Auferstehungsglaubens und setzen diesen in Beziehung zu anderen Vorstellungen von Leben und Tod.
  • 4deuten das Leben aus der Sicht des christlichen Auferstehungsglaubens und beschreiben Konsequenzen für den Umgang mit Tod und Sterben.
  • 5formulieren ethische Fragestellungen im Problembereich von Lebensanfang oder Lebensende und erschließen eine ausgewählte Problemstellung differenziert und sachgerecht.
  • 6beziehen Aspekte einer christlichen Sicht von Gott und Mensch auf die ausgewählte Problemstellung und diskutieren über Lösungsmöglichkeiten.
Gerechtigkeit und Frieden in der einen Welt
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erläutern anhand einer konkreten Fragestellung Zustände im globalen Kontext, die den Menschenrechten zuwiderlaufen und den Frieden gefährden.
  • 2beschreiben die Wirkmechanismen der globalen Vernetzung des Zusammenlebens in Bezug auf die gewählte Fragestellung und erläutern Ursachen und Wirkungen von Ungerechtigkeit und Friedlosigkeit.
  • 3unterscheiden und bewerten verschiedene Dimensionen des Begriffs Gerechtigkeit und erklären Zusammenhänge zwischen Gerechtigkeit und Frieden.
  • 4erklären biblisch-christliche Vorstellungen von Frieden und Gerechtigkeit und beziehen diese auf die gewählte Fragestellung.
  • 5diskutieren Konzepte zur Lösung der gewählten Fragestellung, auch in kirchlichen Initiativen oder Stellungnahmen, und zeigen Konsequenzen für das Alltagsverhalten auf.

Jahrgangsstufe 11

Glaube und Vernunft – alte und neue Herausforderungen
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1reflektieren den Begriff der Mündigkeit vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenssituation.
  • 2leiten aus Grundgedanken der Aufklärung Herausforderungen für den christlichen Glauben ab und untersuchen an Beispielen, inwiefern diese Herausforderungen von der zeitgenössischen Theologie aufgenommen wurden.
  • 3setzen sich auf der Grundlage verschiedener Ansätze aus Philosophie, Literatur, Film oder bildender Kunst kritisch mit dem Vernunftbegriff auseinander und stellen Bezüge zu eigenen Erfahrungen her.
  • 4erschließen einen theologischen Entwurf, der Glaube und Vernunft konstruktiv aufeinander bezieht.
  • 5beschreiben unterschiedliche Zuordnungen von Glaube und Naturwissenschaft, entwickeln Kriterien für eine differenzierte Verhältnisbestimmung und machen diese in der Auseinandersetzung mit Pauschalisierungen im öffentlichen Diskurs geltend.
Freiheit leben
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen Zusammenhänge von Freiheit und Bedingtheit in persönlichen und gesellschaftlichen Lebensvollzügen wahr und erschließen den Begriff der Freiheit vor dem Hintergrund unterschiedlicher Deutungsansätze.
  • 2beschreiben Gefährdungen und Ambivalenzen von Freiheit anhand konkreter Beispiele.
  • 3identifizieren Freiheitsgedanken in biblischen Texten und reflektieren diese im Zusammenhang von Rechtfertigung und Freiheit nach reformatorischem Verständnis.
  • 4nehmen Gewissen aus protestantischer Sicht als Ort von Identitäts- und Freiheitserfahrung wahr und entwickeln daraus Perspektiven für eine verantwortliche Lebensgestaltung.
Sola scriptura!? – Zugänge zur Bibel
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1reflektieren eigene Einstellungen zur Bibel und tauschen sich darüber aus.
  • 2erschließen eine für die Gesamtheit der Bibel bedeutsame Schrift bzw. Erzähltradition.
  • 3erläutern Fragestellungen der historisch-kritischen Exegese und vollziehen deren Methodik in Ansätzen anhand eines Bibeltextes nach.
  • 4setzen weitere Lesarten der Bibel in Beziehung zur historisch-kritischen Exegese und prüfen an einem Textbeispiel aus der gewählten Tradition Reichweite und Grenzen unterschiedlicher Methoden und Lesarten.
  • 5nehmen die Bedeutung der Wirkungsgeschichte für das Verständnis biblischer Texte wahr und vergleichen und deuten ausgewählte literarische, künstlerische oder mediale Umsetzungen des gewählten Textes.
  • 6setzen sich mit evangelischem Schriftverständnis auseinander und vergleichen es mit dem anderer Traditionen.
Zwischen Distanz und Nähe: Judentum, Christentum, Islam
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen lebensweltliche bzw. mediale Zusammenhänge wahr, in denen das Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam zum Thema wird, und setzen sich mit der Problematik von stereotypen Zuschreibungen auseinander.
  • 2stellen exemplarisch Beziehungen von Judentum, Christentum und Islam in Vergangenheit und Gegenwart dar und reflektieren die Möglichkeit, von den drei Religionen als den „abrahamitischen“ zu sprechen.
  • 3identifizieren gemeinsame Glaubensthemen und vergleichen an einem Beispiel ausgewählte Positionen der drei Religionen.
  • 4beschreiben einen gesellschaftlich und politisch relevanten Konflikt, in dem sich Zusammenhänge zu Judentum, Christentum und Islam ergeben oder zumindest solche Zuschreibungen gemacht werden, analysieren dessen Hintergründe und nehmen begründet Stellung.
  • 5unterscheiden verschiedene Geltungs- und Wahrheitsansprüche von Religionen und setzen sie in Beziehung zu einem differenzierten Verständnis von Toleranz.

Jahrgangsstufe 12

Woran dein Herz hängt – Sinnfrage und Gottesfrage
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren Sinnfragen und -angebote in Kultur und Gesellschaft, beziehen sie auf eigene Vorstellungen und reflektieren die Relevanz der Frage nach Gott in diesem Zusammenhang.
  • 2beschreiben die Beziehung zwischen Gott und Mensch in exemplarischen biblischen Traditionen und leiten daraus Grundelemente biblischen Gottesverständnisses ab.
  • 3reflektieren das Verhältnis von Allmacht und Liebe in christlicher Rede von Gott und erörtern Konsequenzen für menschliches Selbstverständnis.
  • 4formulieren die Theodizeefrage präzise, beziehen sie auf eigene und gesellschaftliche Erfahrungen und erörtern Antwortversuche in Bibel, Philosophie und Theologie.
  • 5erklären in Grundzügen die Bedeutung eines trinitarischen Gottesglaubens und bringen das darin ausgedrückte Verständnis von Gott und Wirklichkeit ins Gespräch mit anderen Vorstellungen.
  • 6setzen sich mit einer Position philosophischer Religionskritik aus christlicher Sicht auseinander und vertreten begründet einen Standpunkt.
Der im-perfekte Mensch
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren persönliche und gesellschaftliche Vorstellungen von Perfektion und vollkommenem Leben und bewerten diese differenziert.
  • 2beschreiben Einflüsse auf persönliche Identität bzw. Selbstkonzept, nehmen die Gebrochenheit und Fragmentarität menschlichen Lebens wahr und reflektieren in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Scheitern und Schuld.
  • 3setzen sich mit der Begrenztheit menschlicher Wirklichkeitswahrnehmung auseinander und diskutieren mögliche Konsequenzen.
  • 4erklären ein Beispiel aggressiven Verhaltens mithilfe einer nicht-theologischen Theorie und untersuchen diese im Blick auf deren Auffassung von Willensfreiheit.
  • 5deuten die Fragmentarität und das problematische Verhalten des Menschen im Horizont der christlichen Rede von Sünde, Vergebung und Rechtfertigung.
„Homo faber“ – Der Mensch und seine Möglichkeiten
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1reflektieren eigene Erfahrungen in Bezug auf Aktivität, Kreativität und Leistung und überprüfen deren Bedeutung für das eigene Selbstverständnis.
  • 2vergleichen unterschiedliche Sichtweisen vom Wesen des Menschen, die seine Leistungsfähigkeit, Aktivität und Passivität thematisieren.
  • 3begründen menschliche Kreativität aus biblischem Schöpfungsglauben und verorten sie in der Spannung von Empfangen und Gestalten, von Aktivität und Ruhe.
  • 4beziehen eine biblische und reformatorische Sicht des Menschen auf eigene Fragen nach Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Leistungszwang.
  • 5legen unterschiedliche Vorstellungen und Theorien zu Arbeit und Beruf dar und diskutieren Konsequenzen für die gegenwärtige Arbeitswelt.
  • 6entwickeln aus der biblisch-christlichen Vorstellung vom Menschen an einem aktuellen Beispiel differenzierte Perspektiven für die Fragen nach Arbeit, Leistung und Gerechtigkeit.
Mittendrin?! – Christsein in der Gesellschaft
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1verorten sich als Teil der Gesellschaft, identifizieren Phänomene und Situationen, in denen Individuum und Gesellschaft aufeinander einwirken, und reflektieren Konsequenzen für ihr Verständnis von Individualität und Freiheit.
  • 2erläutern Theorien zum Wesen des Menschen als politischem Gemeinschaftswesen und prüfen darin Spielräume für Individualität und Mündigkeit.
  • 3beschreiben und diskutieren die Rolle von Kirche in der gegenwärtigen Gesellschaft.
  • 4erschließen eine aktuelle sozialethische Fragestellung als Herausforderung für das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, bewerten recherchierte Informationen kritisch und reflektieren unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.
  • 5erörtern die gewählte Problemstellung aus christlicher Perspektive und beziehen dabei theologische Modelle zur Begründung von Sozialethik ein.

Jahrgangsstufe 12

Woran dein Herz hängt – Sinnfrage und Gottesfrage
10 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren komplexe Fragestellungen in aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen, diskutieren deren Relevanz und begründen die Wahl eines übergreifenden Längsschnittthemas, das im Laufe des Leistungsfachs immer wieder aus der Perspektive des jeweiligen Lernbereichs beleuchtet wird.
  • 2identifizieren Sinnfragen und ‑angebote in Kultur und Gesellschaft und beziehen sie auf eigene Vorstellungen.
  • 3reflektieren in diesem Zusammenhang die Relevanz der Frage nach Gott, indem sie sich mit unterschiedlichen theologischen Positionen auseinandersetzen.
  • 4beschreiben die Beziehung zwischen Gott und Mensch in exemplarischen biblischen Traditionen und leiten daraus Grundelemente biblischen Gottesverständnisses ab.
  • 5reflektieren das Verhältnis von Allmacht und Liebe in christlicher Rede von Gott und erörtern Konsequenzen für menschliches Selbstverständnis.
  • 6formulieren die Theodizeefrage präzise im Horizont biblischer Tradition und nehmen Letztere in ihrer Heterogenität differenziert wahr.
  • 7beziehen die Theodizeefrage auf eigene und gesellschaftliche Erfahrungen, erörtern mehrere Antwortversuche aus Philosophie und Theologie und setzen diese zueinander sowie zu biblischen Denkfiguren in Beziehung.
  • 8erklären in Grundzügen die Bedeutung eines trinitarischen Gottesglaubens und bringen das darin ausgedrückte Verständnis von Gott und Wirklichkeit ins Gespräch mit anderen Vorstellungen.
  • 9vergleichen mindestens zwei religionskritische Positionen, setzen sich mit diesen aus christlicher Sicht auseinander und vertreten begründet einen Standpunkt.
  • 10erschließen systematisch-theologische Perspektiven auf das Längsschnittthema, indem sie es mit soziokulturellen, biblisch-theologischen, philosophischen und religionskritischen Deutungsangeboten in Beziehung setzen.
Der im-perfekte Mensch
7 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1identifizieren persönliche und gesellschaftliche Vorstellungen von Perfektion und vollkommenem Leben und bewerten diese differenziert.
  • 2beschreiben Einflüsse auf persönliche Identität bzw. Selbstkonzept, nehmen die Gebrochenheit und Fragmentarität menschlichen Lebens wahr und reflektieren in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Scheitern und Schuld.
  • 3setzen sich mit der Begrenztheit menschlicher Wirklichkeitswahrnehmung auseinander, bringen dazu philosophische Ansätze aus verschiedenen Epochen und theologische Denkfiguren miteinander ins Gespräch und diskutieren mögliche Konsequenzen für das eigene Wirklichkeitsverständnis.
  • 4stellen an einem Beispiel mithilfe mindestens zweier nicht-theologischer Theorien Begründungsmöglichkeiten für aggressives Verhalten dar, setzen sie in Beziehung zueinander und untersuchen diese im Blick auf deren Auffassung von Willensfreiheit.
  • 5vollziehen die reformatorische Denkfigur von „simul iustus et peccator“ anhand biblischer Texte nach und deuten die Fragmentarität und das problematische Verhalten des Menschen im Horizont der christlichen Rede von Sünde, Vergebung und Rechtfertigung.
  • 6erschließen anthropologische Perspektiven auf das Längsschnittthema, indem sie humanwissenschaftliche, philosophische und reformatorisch-theologische Diskurse zur Fragmentarität und Begrenztheit menschlicher Identität und Wahrnehmung einbeziehen.
  • 7bringen diese mit Aspekten ins Gespräch, die sich aus der Auseinandersetzung mit menschlicher Produktivität und Kreativität ergeben.
„Homo faber“ – Der Mensch und seine Möglichkeiten
8 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1reflektieren eigene Erfahrungen in Bezug auf Aktivität, Kreativität und Leistung und überprüfen deren Bedeutung für das eigene Selbstverständnis.
  • 2erschließen differenziert unterschiedliche Sichtweisen vom Wesen des Menschen, die seine Leistungsfähigkeit, Aktivität und Passivität thematisieren, und setzen sie zu einander in Beziehung.
  • 3begründen menschliche Kreativität aus biblischem Schöpfungsglauben und verorten sie in der Spannung von Empfangen und Gestalten, von Aktivität und Ruhe.
  • 4setzen sich mit biblischen und reformatorischen Perspektiven auf menschliche Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Leistungszwang auseinander und beziehen diese auf eigene Fragen.
  • 5legen unterschiedliche Vorstellungen und Theorien zu Arbeit und Beruf dar, setzen sie zueinander in Beziehung und diskutieren Konsequenzen für die gegenwärtige Arbeitswelt.
  • 6entwickeln aus der biblisch-christlichen Vorstellung vom Menschen an einem aktuellen Beispiel differenzierte Perspektiven für die Fragen nach Arbeit, Leistung und Gerechtigkeit.
  • 7erschließen anthropologische Perspektiven auf das Längsschnittthema, indem sie Aussagen aus Wissenschaft, Kunst und Theologie, die die Aktivität, Leistungsfähigkeit und Kreativität des Menschen reflektieren, einbeziehen.
  • 8bringen diese mit Aspekten ins Gespräch, die sich aus der Auseinandersetzung mit der Fragmentarität und Begrenztheit des Menschen ergeben.
Mittendrin!? – Christsein in der Gesellschaft
7 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1verorten sich als Teil der Gesellschaft, identifizieren Phänomene und Situationen, in denen Individuum und Gesellschaft aufeinander einwirken, und reflektieren Konsequenzen für ihr Verständnis von Individualität und Freiheit.
  • 2erläutern und vergleichen Theorien zum Wesen des Menschen als politischem Gemeinschaftswesen aus unterschiedlichen Epochen und prüfen darin Spielräume für Individualität und Mündigkeit.
  • 3beschreiben und diskutieren die Rolle von Kirche in der gegenwärtigen Gesellschaft.
  • 4stellen theologische Modelle zur Begründung von Sozialethik dar, vollziehen davon ausgehend Meinungsbildungsprozesse auf der Ebene von ELKB bzw. EKD nach und setzen sich mit der Frage der Übernahme politischer Verantwortung auseinander.
  • 5erschließen vertieft eine aktuelle sozialethische Fragestellung als Herausforderung für das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, bewerten recherchierte Informationen kritisch und reflektieren unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.
  • 6erörtern die gewählte Problemstellung aus christlicher Perspektive und beziehen dabei passende theologische Modelle zur Begründung von Sozialethik differenziert ein.
  • 7erschließen sozialethische Perspektiven auf das Längsschnittthema, indem sie Aspekte von Individualität, Mündigkeit und Verantwortung sowie bei der Auseinandersetzung mit der Problemstellung erworbene Kompetenzen einbeziehen.

Jahrgangsstufe 13

Die Frage nach dem guten Leben und richtigen Handeln
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1artikulieren eigene Gedanken von gutem Leben und setzen sie in Beziehung zu unterschiedlichen gegenwärtigen Vorstellungen.
  • 2nehmen Situationen, in denen gutes Leben fraglich wird, als ethische Problemstellungen wahr, formulieren eigene Einschätzungen und wenden dabei ethische Grundbegriffe sachgerecht an.
  • 3setzen sich mit Grundmodellen und Entwürfen philosophischer Ethik zu gutem Leben und richtigem Handeln auseinander und vergleichen sie im Blick auf ihre Vorstellungen.
  • 4deuten Grundgedanken christlicher Ethik im Horizont der Frage nach dem guten Leben und leiten daraus Konsequenzen für verantwortliches Urteilen und Handeln ab.
Konkret und komplex – differenzierte Perspektiven auf ethische
2 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erschließen ein komplexes Thema aus einem ethischen Problemfeld sachgerecht und differenziert und formulieren daraus präzise ethische Fragestellungen.
  • 2bringen zum gewählten Thema theologische und nicht-theologische Beiträge miteinander ins Gespräch und erproben und vertreten eigene Standpunkte.
Schon und noch nicht – christliche Hoffnungsbilder
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen das Ende ihrer Schulzeit als Übergangssituation wahr und artikulieren ihre Erwartungen, Hoffnungen und Ängste im Blick auf die Zukunft.
  • 2beschreiben und diskutieren Visionen von der Zukunft der Welt im Spannungsfeld zwischen Fortschrittsoptimismus und apokalyptischen Katastrophenszenarien.
  • 3reflektieren die Begrenztheit des Lebens, unterscheiden Formen des Umgangs mit Endlichkeit und setzen sich mit verschiedenen Vorstellungen einer Überwindung des Todes auseinander.
  • 4beziehen christliche Hoffnungsbilder und ‑traditionen auf eigene Fragen nach Lebenssinn und erörtern Konsequenzen für die Lebensführung.

Jahrgangsstufe 13

Die Frage nach dem guten Leben und richtigen Handeln
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1artikulieren eigene Gedanken von gutem Leben und setzen sie in Beziehung zu unterschiedlichen gegenwärtigen Vorstellungen.
  • 2nehmen Situationen, in denen gutes Leben fraglich wird, als ethische Problemstellungen wahr, formulieren eigene Einschätzungen und wenden dabei ethische Grundbegriffe sachgerecht an.
  • 3setzen sich mit Grundmodellen und Entwürfen philosophischer Ethik zu gutem Leben und richtigem Handeln auseinander und vergleichen sie im Blick auf ihre Vorstellungen.
  • 4prüfen ethische Einordnungskriterien und Unterscheidungen anhand unterschiedlicher Problemstellungen und erproben dazu eigene Standpunkte.
  • 5deuten Grundgedanken christlicher Ethik im Horizont der Frage nach dem guten Leben, leiten daraus Konsequenzen für verantwortliches Urteilen und Handeln ab und beurteilen das Spezifikum christlicher Ethik im Vergleich zu philosophischen Ansätzen.
Konkret und komplex – differenzierte Perspektiven auf ethische
3 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erschließen mindestens zwei komplexe Themen aus unterschiedlichen ethischen Problemfeldern sachgerecht und differenziert und formulieren daraus präzise ethische Fragestellungen.
  • 2bringen zu den gewählten Themen theologische und nicht-theologische Beiträge miteinander ins Gespräch und erproben und vertreten eigene Standpunkte.
  • 3erschließen ethisch-theologische Perspektiven auf das gewählte Längsschnittthema, indem sie Fragen nach gutem Leben und richtigem Handeln an ihn stellen sowie bei der Auseinandersetzung mit den Problemfeldern erworbene Kompetenzen erproben.
Schon und noch nicht – christliche Hoffnungsbilder
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen das Ende ihrer Schulzeit als Übergangssituation wahr, vergleichen diese mit anderen Übergangssituationen und artikulieren ihre Erwartungen, Hoffnungen und Ängste im Blick auf die Zukunft.
  • 2beschreiben und diskutieren unter Einbezug zeitgeschichtlicher Zusammenhänge Visionen von der Zukunft der Welt im Spannungsfeld von Fortschrittsoptimismus und apokalyptischen Katastrophenszenarien.
  • 3reflektieren die Begrenztheit des Lebens, unterscheiden Formen des Umgangs mit Endlichkeit und setzen sich mit verschiedenen, auch populärkulturellen Vorstellungen einer Überwindung des Todes auseinander.
  • 4beziehen biblisch-christliche Hoffnungsbilder und -traditionen auf eigene Fragen nach Lebenssinn und erörtern Konsequenzen für die Lebensführung.
  • 5erschließen eschatologische Perspektiven auf das gewählte Längsschnittthema, indem sie Aspekte säkularer Zukunftsvisionen und biblisch-christlicher Hoffnungsbilder dazu in Beziehung setzen.
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Häufige Fragen

Lehrplan Evangelische Religionslehre – Gymnasium Bayern

Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Evangelische Religionslehre für Gymnasium in Bayern?+

Der Lehrplan Evangelische Religionslehre am Gymnasium in Bayern umfasst 240 Kompetenzen, gegliedert in 48 Lernbereiche über 11 Jahrgangsstufen.

Welche Lernbereiche deckt Evangelische Religionslehre am Gymnasium in Bayern ab?+

Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Ich und die anderen, Die Bibel und ihre Geschichten, Lebenswege mit Gott, Von Gott erschaffen, Spuren des Glaubens, In Beziehung, Zwischen Galiläa und Jerusalem, „Mitten unter euch“ – Jesu Botschaft und Leben und weitere.

Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Evangelische Religionslehre passend zum Lehrplan?+

Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.

Ist dieser Lehrplan Evangelische Religionslehre aktuell?+

Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Evangelische Religionslehre am Gymnasium in Bayern.