Lehrplan Alevitische Religionslehre – Gesamtschule Nordrhein-Westfalen

108 Kompetenzen14 Lernbereiche2 Jahrgangsstufen

Der komplette Lehrplan Alevitische Religionslehre für Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen — nach Jahrgangsstufen und Lernbereichen geordnet. Und mit Didoria erstellst du dazu in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde.

Aufbau

Lernbereiche nach Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufen 5–67 Lernbereiche
  • Übergeordnete Kompetenzerwartungen
  • Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum
  • Alevitische Glaubenslehre und -praxis
  • Verantwortliche Lebensgestaltung
  • Alevitische Feier- und Gedenktage
  • Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums
  • Andere Religionen und Weltanschauungen
Jahrgangsstufen 7–107 Lernbereiche
  • Übergeordnete Kompetenzerwartungen
  • Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum
  • Alevitische Glaubenslehre und -praxis
  • Verantwortliche Lebensgestaltung
  • Alevitische Feier- und Gedenktage
  • Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums
  • Andere Religionen und Weltanschauungen

Kompetenzen im Detail

Was Schüler:innen können sollen

Jahrgangsstufen 5–6

Übergeordnete Kompetenzerwartungen
14 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben religiöse Bilddarstellungen und Symbole
  • 2beschreiben anhand von einfachen Texten grundlegende Sachverhalte
  • 3benennen religiöse Themen und Inhalte und beschreiben sie anhand von Texten, Schaubildern, Bildern, Filmsequenzen und Rollenspielen
  • 4ordnen einfache fachbezogene Begriffe sachgerecht ein
  • 5identifizieren religiöse Begriffe in Texten und Bildern
  • 6beschaffen eigenständig und zielgerichtet Informationen
  • 7stellen fachbezogene Sachverhalte mithilfe von Plakaten dar
  • 8stellen fachbezogene Sachverhalte inhaltlich und strukturiert verbal dar und tragen sie im unterrichtlichen Kontext vor
  • 9analysieren Gesänge und Gedichte im Hinblick auf Informationen zu religiösen Inhalten
  • 10nehmen einen ersten eigenen Standpunkt zu religiösen Fragen ein
  • 11erörtern unterschiedliche Einstellungen und Meinungen
  • 12planen und organisieren unter Anleitung Projekte
  • 13entwickeln Möglichkeiten zum verantwortlichen Handeln
  • 14entwickeln Lösungsansätze für das eigene Handeln in Problemsituationen
Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum
7 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben das Buch Buyruk als wichtige Quelle
  • 2erklären alevitische Schöpfungsgeschichten und analysieren in ihnen enthaltene Gotteseigenschaften wie lieben und gerecht sein
  • 3unterscheiden Gebetsformen wie Gesänge (Deyişler) und Fürbitten (Gülbenkler)
  • 4geben religiöse Inhalte des Glaubensbekenntnisses (Hak-Muhammet-Ali) sowie von Gesängen (Deyisler) und Fürbitten (Gülbenkler) wieder
  • 5benennen und beschreiben die 12 Dienste im Cem-Gottesdienst
  • 6erörtern alevitische Schöpfungsgeschichten in Bezug auf ihre Relevanz für den alevitischen Glauben
  • 7erörtern die Aufgaben der 12 Dienste im Cem-Gottesdienst und ihre Transfermöglichkeit auf den Alltag
Alevitische Glaubenslehre und -praxis
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erklären Formen von Einvernehmen (Rızalık) in unterschiedlichen Lebenssituationen
  • 2unterscheiden verschiedene Ebenen von Einvernehmen (Rızalık) im persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich
  • 3benennen und beschreiben die verschiedenen Rituale des Versprechens (Ikrar) u.a. beim Eintritt in die Pubertät, bei der Eheschließung und in die Weggemeinschaft (Müsahiplik)
  • 4erörtern den Hintergrund von Einvernehmen (Rızalık) als grundsätzliches Glaubensritual und Prinzip im menschlichen Zusammenleben
  • 5bewerten Formen und Bedingungen von Versprechen (Ikrar) für ihren Lebensweg
Verantwortliche Lebensgestaltung
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1benennen Handlungs- und Verhaltensweisen, die ihnen für ihren persönlichen Lebensweg Orientierung geben können
  • 2analysieren die Bedeutung von Heiligen und anderen Vorbildern
  • 3benennen die Namen der 4 Tore und beschreiben ihre inhaltliche Ausrichtung
  • 4ordnen die Stufen des ersten Tores in den gesellschaftlichen Lebenskontext ein
  • 5beurteilen Vorbilder anhand ihrer Lebensführung
  • 6erörtern Möglichkeiten einer gelungenen Lebensführung im alevitischen Sinne
Alevitische Feier- und Gedenktage
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1benennen alevitische Feier- und Gedenktage und erklären ihre Bedeutungen
  • 2benennen Gründe für die zeitliche Veränderung des Opferfestes, der Fastenzeit (Muharrem) und des Aşure-Tages
  • 3erörtern den Ursprung und die Grundinhalte der Feste und Feiern für die heutige Zeit
  • 4bewerten Rituale als symbolisches Handeln und beurteilen ihre heutige Relevanz wie zum Beispiel das Schlachten eines Opfertieres
  • 5erörtern Umsetzungsmöglichkeiten zur Gestaltung von Projekten zu den Feier- und Gedenktagen
Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1benennen anhand einer Landkarte die Herkunftsgebiete und die heiligen Orte der Aleviten
  • 2beschreiben zentrale, für die geschichtliche Entwicklung des Alevitentums maßgebliche Ereignisse
  • 3erläutern Gründe für den Verbleib oder die Auswanderung von Aleviten in bzw. aus ihrer Heimat
  • 4ordnen die heiligen Vorbilder in die geschichtlichen Abläufe ein
  • 5beurteilen die Lebensumstände der Aleviten in verschiedenen Epochen
  • 6erörtern Beispiele für die Auswanderungs- und Vertreibungshistorie der Aleviten
Andere Religionen und Weltanschauungen
5 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1benennen zentrale Glaubensinhalte und Grundlagen von Judentum, Christentum und Islam
  • 2unterscheiden Textstellen aus den heiligen Schriften Thora, Bibel und Koran
  • 3benennen ausgewählte andere Religionen und Weltanschauungen aus ihrem unmittelbaren Umfeld und erläutern deren zentrale Merkmale
  • 4erörtern an ausgewählten Beispielen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Religionen und formulieren einen eigenen religiösen Standpunkt
  • 5beurteilen Beispiele für gelungenes und misslungenes Zusammenleben

Jahrgangsstufen 7–10

Übergeordnete Kompetenzerwartungen
19 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1interpretieren religiöse Bilddarstellungen und Symbole
  • 2analysieren anhand von Texten und lyrischen Werken religiöse Sachverhalte
  • 3systematisieren und analysieren religiöse Aspekte im unterrichtlichen Kontext
  • 4analysieren fachbezogene Begriffe
  • 5interpretieren Glaubensaussagen alevitischer Heiliger und großer Dichter und transferieren diese auf ihre aktuelle Lebenslage
  • 6stellen Ursachen, Abläufe und Lösungsmöglichkeiten von Konflikten mit religiösem Hintergrund im Alltag dar
  • 7benennen das Thema und beschreiben den Aufbau bzw. die Strukturelemente von einfachen Schaubildern, Bildern sowie religiösen Quellen und ordnen diese ein
  • 8recherchieren unter Anleitung in eingegrenzten Mediensammlungen und beschaffen eigenständig Informationen
  • 9dokumentieren und referieren Ergebnisse
  • 10beschreiben religiöse Sachverhalte sprachlich angemessen unter Verwendung relevanter Fachbegriffe
  • 11analysieren religiöse Aspekte in Texten, Bildern, Schaubildern, Filmsequenzen und Rollenspielen
  • 12überprüfen vorgegebene Fragestellungen und eigene Vermutungen mittels Erkundungen und Befragungen im Elternhaus und in der Gemeinde
  • 13beurteilen religiöse Glaubensfragen
  • 14erörtern und bewerten unterschiedliche Positionen in religiösen Fragestellungen
  • 15bewerten die erworbenen Erkenntnisse aus Kunst, Musik und Dichtung in Bezug auf spezifisch alevitische Glaubensvorstellungen
  • 16planen und organisieren eigenständig Projekte
  • 17entwickeln die Fähigkeit zum verantwortlichen Handeln sowie zur Einnahme einer vorbildlichen Grundhaltung
  • 18entwickeln simulativ Lösungen und Lösungswege für fachbezogene Fragen und Konflikte
  • 19vertreten die eigenen Positionen im unterrichtlichen Kontext sowie in der Auseinandersetzung mit kontroversen Sichtweisen
Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum
10 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1analysieren das aus den alevitischen Schöpfungsgeschichten resultierende Gottes- und Menschenbild
  • 2beschreiben den alevitischen Weg anhand der 4 Tore - 40 Stufen
  • 3erklären und deuten religiöse Symbole in Gebetsformen wie Fürbitten (Gülbenkler), Gesängen (Deyişler) und weiteren Riten (u.a. Semah)
  • 4analysieren die 12 Dienste vor dem Hintergrund des Ur-Cems
  • 5benennen und beschreiben ihr persönliches Gottesverständnis und die Bedeutung für ihre eigene Lebensgestaltung
  • 6erläutern die aus dem Gottesverständnis resultierende persönliche Verantwortung für Mensch und Natur
  • 7bewerten die Bedeutung der Gebote und Glaubensgrundsätze der unterschiedlichen Quellen (u.a. Buyruk, Makalatname) für den gelebten Glauben in der Gegenwart
  • 8erörtern den alevitischen Weg in Bezug auf die Möglichkeiten der Lebensgestaltung in der Gesellschaft
  • 9bewerten die religiösen Inhalte der Gebetsformen im Hinblick auf ihre Aktualität und ihren mystischen Gehalt
  • 10erörtern die spirituelle Symbolik der 12 Dienste
Alevitische Glaubenslehre und -praxis
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1beschreiben auf der Grundlage der Rituale alevitische Werte
  • 2analysieren alevitische Rituale im Hinblick auf ihre gemeinschaftsstiftende Funktion
  • 3erläutern die gleichberechtigte Beteiligung von Männern und Frauen an Ritualen und im Alltag
  • 4ordnen die Weggemeinschaft (Müsahiplik) als Verantwortungsübernahme für Mitmenschen ein
  • 5beurteilen alevitische Werte wie Wissenserwerb, Fleiß, soziales Miteinander sowie die Gleichstellung von Mann und Frau vor dem Hintergrund der gelebten Praxis
  • 6erörtern Möglichkeiten und Grenzen der Übernahme von Verantwortung für andere Menschen
Verantwortliche Lebensgestaltung
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1analysieren Vorbilder aus Vergangenheit und Gegenwart im Hinblick auf ihren Einfluss auf das eigene Leben
  • 2analysieren die Wirkungsgeschichten der Heiligen anhand ihrer Werke
  • 3unterscheiden und erläutern die Inhalte der 4 Tore und 40 Stufen
  • 4beschreiben Bedingungen, wie sie selber Wegweiser (Rehber) für andere werden können
  • 5beurteilen die Umsetzungsmöglichkeiten des Weges (Yol) unter Berücksichtigung der 4 Tore – 40 Stufen
  • 6erörtern Wirkung und Nutzen der Stufen für sich und die Gesellschaft
Alevitische Feier- und Gedenktage
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1erläutern unterschiedliche mündliche und schriftliche Quellen hinsichtlich ihrer Inhalte und Herkunft
  • 2erläutern den zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext von alevitischen Feier- und Gedenktagen
  • 3stellen Bezüge zu anderen Religionen und ihren Festen und Feiern dar
  • 4bewerten die verschiedenen Quellen in Bezug auf ihre Beweiskraft und Akzeptanz
  • 5beurteilen politische und geschichtliche Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die alevitischen Gedenktage
  • 6erörtern Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Inhalte von ausgewählten Festen und Gedenktagen anderer Religionen
Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums
7 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1analysieren die Bedeutung der Lebensgeschichte des Heiligen Alis als zentrale Persönlichkeit in der Entwicklung des Alevitentums und des Islams
  • 2analysieren die Auswirkungen geschichtlicher Ereignisse auf religiöse Zusammenhänge
  • 3erklären politische Hintergründe für die Verfolgung und Ermordung von Aleviten in verschiedenen Epochen
  • 4erläutern das Zusammenspiel von Politik und Religion vor dem Hintergrund von Machtinteressen
  • 5bewerten die Verfolgungen von Aleviten vor dem Hintergrund der Menschenrechte
  • 6bewerten das Wirken wichtiger Glaubensvertreter wie Hünkar Bektaş Veli und Pir Sultan Abdal für die Verbreitung und Vertiefung des alevitischen Glaubens
  • 7erörtern den Einfluss des Islam auf die Entwicklung des Alevitentums
Andere Religionen und Weltanschauungen
6 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1benennen und beschreiben ausgewählte Weltanschauungen und ihre Ausrichtungen
  • 2erläutern die verschiedenen Schöpfungsgeschichten der Weltreligionen im Hinblick auf ihre Unterschiedlichkeiten
  • 3erläutern das Gottes- und Menschenbild des Alevitentums im Vergleich zu anderen Religionen und Weltanschauungen
  • 4analysieren das menschliche Bedürfnis nach Religion oder Transzendenz
  • 5bewerten die Glaubenshintergründe für religiöse Auseinandersetzungen
  • 6erörtern den Einfluss von religiöser Orientierung auf menschliches Handeln
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Häufige Fragen

Lehrplan Alevitische Religionslehre – Gesamtschule Nordrhein-Westfalen

Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Alevitische Religionslehre für Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen?+

Der Lehrplan Alevitische Religionslehre am Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen umfasst 108 Kompetenzen, gegliedert in 14 Lernbereiche über 2 Jahrgangsstufen.

Welche Lernbereiche deckt Alevitische Religionslehre am Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen ab?+

Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Übergeordnete Kompetenzerwartungen, Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum, Alevitische Glaubenslehre und -praxis, Verantwortliche Lebensgestaltung, Alevitische Feier- und Gedenktage, Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums, Andere Religionen und Weltanschauungen, Übergeordnete Kompetenzerwartungen und weitere.

Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Alevitische Religionslehre passend zum Lehrplan?+

Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.

Ist dieser Lehrplan Alevitische Religionslehre aktuell?+

Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Alevitische Religionslehre am Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen.