Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum
- Alevitische Glaubenslehre und -praxis
- Verantwortliche Lebensgestaltung
- Alevitische Feier- und Gedenktage
- Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums
- Andere Religionen und Weltanschauungen
- Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum
- Alevitische Glaubenslehre und -praxis
- Verantwortliche Lebensgestaltung
- Alevitische Feier- und Gedenktage
- Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums
- Andere Religionen und Weltanschauungen
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufen 5–6
- 1beschreiben das Buch Buyruk als wichtige Quelle
- 2erklären alevitische Schöpfungsgeschichten und analysieren in ihnen enthaltene Gotteseigenschaften wie lieben und gerecht sein
- 3unterscheiden Gebetsformen wie Gesänge (Deyisler) und Fürbitten (Gülbenkler)
- 4geben religiöse Inhalte des Glaubensbekenntnisses (Hak-Muhammet-Ali) sowie von Gesängen und Fürbitten wieder
- 5benennen und beschreiben die 12 Dienste im Cem-Gottesdienst
- 6erörtern alevitische Schöpfungsgeschichten in Bezug auf ihre Relevanz für den alevitischen Glauben
- 7erörtern die Aufgaben der 12 Dienste im Cem-Gottesdienst und ihre Transfermöglichkeit auf den Alltag
- 1erklären Formen von Einvernehmen (Rizalik) in unterschiedlichen Lebenssituationen
- 2unterscheiden verschiedene Ebenen von Einvernehmen (Rizalik) im persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich
- 3benennen und beschreiben die verschiedenen Rituale des Versprechens (Ikrar) u.a. beim Eintritt in die Pubertät, bei der Eheschließung und in die Weggemeinschaft (Müsahiplik)
- 4erörtern den Hintergrund von Einvernehmen (Rizalik) als grundsätzliches Glaubensritual und Prinzip im menschlichen Zusammenleben
- 5bewerten Formen und Bedingungen von Versprechen (Ikrar) für ihren Lebensweg
- 1benennen Handlungs- und Verhaltensweisen, die ihnen für ihren persönlichen Lebensweg Orientierung geben können
- 2analysieren die Bedeutung von Heiligen und anderen Vorbildern
- 3benennen die Namen der 4 Tore und beschreiben ihre inhaltliche Ausrichtung
- 4ordnen die Stufen des ersten Tores in den gesellschaftlichen Lebenskontext ein
- 5beurteilen Vorbilder anhand ihrer Lebensführung
- 6erörtern Möglichkeiten einer gelungenen Lebensführung im alevitischen Sinne
- 1benennen alevitische Feier- und Gedenktage und erklären ihre Bedeutungen
- 2benennen Gründe für die zeitliche Veränderung des Opferfestes, der Fastenzeit (Muharrem) und des Asure-Tages
- 3erörtern den Ursprung und die Grundinhalte der Feste und Feiern für die heutige Zeit
- 4bewerten Rituale als symbolisches Handeln und beurteilen ihre heutige Relevanz
- 5erörtern Umsetzungsmöglichkeiten zur Gestaltung von Projekten zu den Feier- und Gedenktagen
- 1benennen anhand einer Landkarte die Herkunftsgebiete und die heiligen Orte der Aleviten
- 2beschreiben zentrale, für die geschichtliche Entwicklung des Alevitentums maßgebliche Ereignisse
- 3erläutern Gründe für den Verbleib oder die Auswanderung von Aleviten in bzw. aus ihrer Heimat
- 4ordnen die heiligen Vorbilder in die geschichtlichen Abläufe ein
- 5beurteilen die Lebensumstände der Aleviten in verschiedenen Epochen
- 6erörtern Beispiele für die Auswanderungs- und Vertreibungshistorie der Aleviten
- 1benennen zentrale Glaubensinhalte und Grundlagen von Judentum, Christentum und Islam
- 2unterscheiden Textstellen aus den heiligen Schriften Thora, Bibel und Koran
- 3benennen ausgewählte andere Religionen und Weltanschauungen aus ihrem unmittelbaren Umfeld und erläutern deren zentrale Merkmale
- 4erörtern an ausgewählten Beispielen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Religionen und formulieren einen eigenen religiösen Standpunkt
- 5beurteilen Beispiele für gelungenes und misslungenes Zusammenleben
Jahrgangsstufen 7–10
- 1analysieren das aus den alevitischen Schöpfungsgeschichten resultierende Gottes- und Menschenbild
- 2beschreiben den alevitischen Weg anhand der 4 Tore - 40 Stufen
- 3erklären und deuten religiöse Symbole in Gebetsformen wie Fürbitten (Gülbenkler), Gesängen (Deyisler) und weiteren Riten (u.a. Semah)
- 4analysieren die 12 Dienste vor dem Hintergrund des Ur-Cems
- 5benennen und beschreiben ihr persönliches Gottesverständnis und die Bedeutung für ihre eigene Lebensgestaltung
- 6erläutern die aus dem Gottesverständnis resultierende persönliche Verantwortung für Mensch und Natur
- 7bewerten die Bedeutung der Gebote und Glaubensgrundsätze der unterschiedlichen Quellen für den gelebten Glauben in der Gegenwart
- 8erörtern den alevitischen Weg in Bezug auf die Möglichkeiten der Lebensgestaltung in der Gesellschaft
- 9bewerten die religiösen Inhalte der Gebetsformen im Hinblick auf ihre Aktualität und ihren mystischen Gehalt
- 10erörtern die spirituelle Symbolik der 12 Dienste
- 1beschreiben auf der Grundlage der Rituale alevitische Werte
- 2analysieren alevitische Rituale im Hinblick auf ihre gemeinschaftsstiftende Funktion
- 3erläutern die gleichberechtigte Beteiligung von Männern und Frauen an Ritualen und im Alltag
- 4ordnen die Weggemeinschaft (Müsahiplik) als Verantwortungsübernahme für Mitmenschen ein
- 5beurteilen alevitische Werte wie Wissenserwerb, Fleiß, soziales Miteinander sowie die Gleichstellung von Mann und Frau vor dem Hintergrund der gelebten Praxis
- 6erörtern Möglichkeiten und Grenzen der Übernahme von Verantwortung für andere Menschen
- 1analysieren Vorbilder aus Vergangenheit und Gegenwart im Hinblick auf ihren Einfluss auf das eigene Leben
- 2analysieren die Wirkungsgeschichten der Heiligen anhand ihrer Werke
- 3unterscheiden und erläutern die Inhalte der 4 Tore und 40 Stufen
- 4beschreiben Bedingungen, wie sie selber Wegweiser (Rehber) für andere werden können
- 5beurteilen die Umsetzungsmöglichkeiten des Weges (Yol) unter Berücksichtigung der 4 Tore – 40 Stufen
- 6erörtern Wirkung und Nutzen der Stufen für sich und die Gesellschaft
- 1erläutern unterschiedliche mündliche und schriftliche Quellen hinsichtlich ihrer Inhalte und Herkunft
- 2erläutern den zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext von alevitischen Feier- und Gedenktagen
- 3stellen Bezüge zu anderen Religionen und ihren Festen und Feiern dar
- 4bewerten die verschiedenen Quellen in Bezug auf ihre Beweiskraft und Akzeptanz
- 5beurteilen politische und geschichtliche Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die alevitischen Gedenktage
- 6erörtern Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Inhalte von ausgewählten Festen und Gedenktagen anderer Religionen
- 1analysieren die Bedeutung der Lebensgeschichte des Heiligen Alis als zentrale Persönlichkeit in der Entwicklung des Alevitentums und des Islams
- 2analysieren die Auswirkungen geschichtlicher Ereignisse auf religiöse Zusammenhänge
- 3erklären politische Hintergründe für die Verfolgung und Ermordung von Aleviten in verschiedenen Epochen
- 4erläutern das Zusammenspiel von Politik und Religion vor dem Hintergrund von Machtinteressen
- 5bewerten die Verfolgungen von Aleviten vor dem Hintergrund der Menschenrechte
- 6bewerten das Wirken wichtiger Glaubensvertreter wie Hünkar Bektas Veli und Pir Sultan Abdal für die Verbreitung und Vertiefung des alevitischen Glaubens
- 7erörtern den Einfluss des Islam auf die Entwicklung des Alevitentums
- 1benennen und beschreiben ausgewählte Weltanschauungen und ihre Ausrichtungen
- 2erläutern die verschiedenen Schöpfungsgeschichten der Weltreligionen im Hinblick auf ihre Unterschiedlichkeiten
- 3erläutern das Gottes- und Menschenbild des Alevitentums im Vergleich zu anderen Religionen und Weltanschauungen
- 4analysieren das menschliche Bedürfnis nach Religion oder Transzendenz
- 5bewerten die Glaubenshintergründe für religiöse Auseinandersetzungen
- 6erörtern den Einfluss von religiöser Orientierung auf menschliches Handeln
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Häufige Fragen
Lehrplan Alevitische Religionslehre – Gymnasium Nordrhein-Westfalen
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Alevitische Religionslehre für Gymnasium in Nordrhein-Westfalen?+
Der Lehrplan Alevitische Religionslehre am Gymnasium in Nordrhein-Westfalen umfasst 75 Kompetenzen, gegliedert in 12 Lernbereiche über 2 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Alevitische Religionslehre am Gymnasium in Nordrhein-Westfalen ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum, Alevitische Glaubenslehre und -praxis, Verantwortliche Lebensgestaltung, Alevitische Feier- und Gedenktage, Geschichtliche Entwicklung des Alevitentums, Andere Religionen und Weltanschauungen, Die Beziehung von Gott und Mensch im Alevitentum, Alevitische Glaubenslehre und -praxis und weitere.
Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Alevitische Religionslehre passend zum Lehrplan?+
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Ist dieser Lehrplan Alevitische Religionslehre aktuell?+
Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Alevitische Religionslehre am Gymnasium in Nordrhein-Westfalen.