Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Primärsozialisation in Familie und Kindertagesstätte
- Sekundärsozialisation in der Schule
- Kommunikation als Grundlage gelungener Sozialisation
- Der Mensch als soziales Wesen
- Jugendliche zwischen Kindheit und Erwachsensein
- Verantwortung für sich und andere
- Menschen mit Beeinträchtigungen
- Partnerschaft, Ehe und Familie
- Tertiäre Sozialisation in der Arbeitswelt
- Quartäre Sozialisation im Alter
- Sozialstaat – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
- Migration und Integration als gesellschaftliche Herausforderung
- Lebenskrisen als persönliche Herausforderungen
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufe 7
- 1analysieren Familienformen im Wandel der Zeit. Dabei vergleichen sie die Probleme, Chancen und Folgen verschiedener Rollenkonstellationen und Lebenssituationen.
- 2erstellen einfache Umfragen zu altersgemäßen Themen aus den Bereichen Familie und Gesellschaft, führen diese durch, werten die Daten aus und präsentieren ihre Ergebnisse.
- 3informieren sich über die Bedeutung der Familie und erkennen den Wert der Familie als erste Sozialisationsinstanz für die grundlegende Werte- und Normenvermittlung.
- 4zeigen die Werte- und Normenvermittlung in der Institution Kindertagesstätte auf und erkennen, dass Kinderkrippe und Kindergarten eine wichtige Ergänzung zur familiären Primärsozialisation sind.
- 5werten Fallbeispiele zu verschiedenen Erziehungsstilen aus, um anhand geeigneter Kriterien deren Vor- und Nachteile zu beurteilen.
- 6werten Textstellen in der Bayerischen Verfassung zum Thema Familie aus und wenden die Erkenntnisse auf Fallbeispiele an, um staatliche Hilfsmöglichkeiten in familiären Notsituationen beurteilen zu können.
- 7vergleichen die Situation von Familien in Deutschland mit der in anderen Ländern, um Verständnis für kulturell bedingte Unterschiede und Toleranz zu entwickeln.
- 8bewerten die Bedeutung ausgewählter familienunterstützender Berufe vor dem Hintergrund ihrer Kenntnisse der Aufgabenbereiche und Arbeitsbedingungen.
- 1analysieren die verschiedenen Gruppen, Rollen und Positionen innerhalb einer Schulgemeinschaft, um ihre eigene Position reflektieren und das Gemeinschaftsgefüge besser verstehen zu können.
- 2erfassen Normen als Rahmenbedingung für ein erfolgreiches Lernen und ein positives Schul- und Klassenklima.
- 3erkunden ihr persönliches Lernverhalten, indem sie ihr Wissen über lernpsychologische Grundlagen anwenden, um Strategien für die Steuerung ihres persönlichen Lernverhaltens zu entwickeln.
- 4erkennen im Vergleich mit Entwicklungsländern Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bildungssystemen und lernen ihre eigenen Bildungs- und Zukunftsmöglichkeiten wertzuschätzen.
- 5analysieren das Berufsbild des Schulpsychologen und erkennen, dass sie in Krisensituationen Hilfsangebote in Anspruch nehmen können.
- 1übertragen ihre Kenntnisse zu Kommunikation, Interaktion und Kooperation in ihren persönlichen Alltag und verknüpfen individuelles Erfahrungswissen mit theoretischem Grundlagenwissen.
- 2nutzen ihre Erkenntnisse über Arten, Nutzung und Bedeutung der Medien, um ihr persönliches Medienverhalten verantwortungsbewusst zu gestalten.
- 3wenden ihre Kenntnisse über Konflikte und Konfliktmanagement an, um bei Meinungsverschiedenheiten eine zielorientierte und friedliche Lösung anzustreben.
Jahrgangsstufe 8
- 1beurteilen die Notwendigkeit von Erziehung und Sozialisation vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und persönlicher Erfahrungen.
- 2nutzen die Kenntnis grundlegender Faktoren für eine gelingende Sozialisation, um deren Bedeutung nachvollziehen und beurteilen zu können.
- 3diskutieren anhand ausgewählter Artikel des Grundgesetzes und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Bedeutung zentraler Werte und Normen.
- 4nutzen die Analyse aktueller Studien zur Lebenssituation von Kindern, um die Notwendigkeit des besonderen Schutzes der Kinder zu begreifen.
- 5bewerten berufliche Perspektiven im Erziehungsbereich auf der Basis von Erkenntnissen aus einem Pflichtpraktikum.
- 6organisieren selbständig eine Ausstellung oder Präsentation, um die Ergebnisse ihres Praktikums zu dokumentieren.
- 1analysieren entwicklungs- und sozialpsychologische Erkenntnisse über die Phasen des Jugendalters, um Entwicklungen in ihrem Lebensumfeld kritisch reflektierend einordnen zu können.
- 2reflektieren konkrete Handlungsspielräume in ihrer Lebenssituation und erkennen die Bedeutung der selbständigen Lebensgestaltung als Chance für die eigene Persönlichkeitsentwicklung.
- 3erschließen aus Fallbeispielen die Rolle von informellen Gruppen im Jugendalter, um deren Einfluss auf die persönliche Lebensgestaltung kritisch zu beurteilen.
- 1nutzen ihr Wissen über die Funktion von Vorbildern und Idolen, um kritisch abzuwägen, inwiefern diese für die eigene Lebensgestaltung hilfreich sein können.
- 2werten Ergebnisse einer empirischen Befragung zum Risikoverhalten im Jugendalter aus, um auch ihr eigenes Verhalten kritisch zu überprüfen.
- 3werten exemplarische Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes aus, um die Notwendigkeit des gesetzlichen Schutzes von Minderjährigen einschätzen zu können.
- 4entwickeln durch Perspektivenwechsel und Rollenspiele Strategien, um die Herausforderungen des Jugendalters zu bewältigen.
- 5beurteilen die Chancen und Risiken bei der Nutzung elektronischer Medien und sozialer Netzwerke, um ein reflektiertes Medienverhalten zu entwickeln.
- 6beurteilen die Bedeutung sinnvollen Freizeitverhaltens für die Persönlichkeitsentwicklung und das gemeinschaftliche Miteinander.
- 1erschließen aus fachspezifischen Quellen Ursachen, Arten und Merkmale von Beeinträchtigungen und nutzen ihre Erkenntnisse, um die Probleme von Menschen mit Beeinträchtigungen einschätzen zu können.
- 2informieren sich über die spezifischen Bedingungen bei der Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen, um aktuelle Herausforderungen und Chancen zu diskutieren.
- 3evaluieren institutionelle und individuelle Hilfen für Menschen mit Beeinträchtigungen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.
- 4nutzen ihre Kenntnisse über die UN-Behindertenrechtskonvention zum Thema Inklusion, um deren Chancen und Grenzen beurteilen zu können.
Jahrgangsstufe 9
- 1verknüpfen Alltagswissen und persönliche Erfahrungen mit Erkenntnissen aus sozialwissenschaftlichen Studien hinsichtlich der Partnerwahl.
- 2analysieren Auszüge aus Gesetzestexten zum Rechtsstatus von Ehe, eingetragener Partnerschaft und Familie.
- 3reflektieren die verschiedenen Herausforderungen im Familienleben und erkennen die Bedeutung von familienunterstützenden Maßnahmen und Einrichtungen.
- 4bewerten berufliche Perspektiven im sozialen Bereich auf der Basis von Erkenntnissen aus einem Pflichtpraktikum.
- 1analysieren die Bedeutung der Arbeit für den Menschen als wichtige Sozialisationsinstanz und setzen sich mit der Bedeutung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Arbeit auseinander.
- 2erkennen die Herausforderungen der Arbeitswelt und reflektieren deren Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft.
- 3setzen sich mit den Themen Arbeitslosigkeit und Burnout auseinander und erkennen die Notwendigkeit von Bewältigungsstrategien und Hilfsangeboten.
- 1analysieren die Lebenssituation älterer Menschen und entwickeln Verständnis für deren Bedürfnisse und Herausforderungen.
- 2setzen sich mit den Themen Pflege und Betreuung im Alter auseinander und erkennen die Bedeutung von gesellschaftlicher Solidarität und persönlichem Engagement.
- 3bewerten die Arbeit in Pflegeberufen und erkennen deren gesellschaftliche Bedeutung.
Jahrgangsstufe 10
- 1analysieren die historische Entwicklung des Sozialstaats in Deutschland und erkennen dessen Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
- 2untersuchen die Grundprinzipien des deutschen Sozialversicherungssystems und beurteilen aktuelle Herausforderungen und Reformansätze.
- 3setzen sich mit den Grenzen des Sozialstaats auseinander und diskutieren mögliche Lösungsansätze.
- 1analysieren Ursachen, Formen und Auswirkungen von Migration auf den Einzelnen und die Gesellschaft.
- 2untersuchen Chancen und Herausforderungen der Integration und beurteilen staatliche und zivilgesellschaftliche Maßnahmen.
- 3entwickeln Verständnis und Toleranz gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund und setzen sich kritisch mit Vorurteilen und Diskriminierung auseinander.
- 1analysieren verschiedene Arten von Lebenskrisen und deren Auswirkungen auf den Einzelnen und sein soziales Umfeld.
- 2erkennen die Bedeutung von professionellen Hilfsangeboten und persönlichen Bewältigungsstrategien bei der Krisenbewältigung.
- 3bewerten berufliche Perspektiven im Bereich der Sozialarbeit und erkennen deren gesellschaftliche Bedeutung.
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Häufige Fragen
Lehrplan Sozialwesen – Realschule Bayern
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Sozialwesen für Realschule in Bayern?+
Der Lehrplan Sozialwesen am Realschule in Bayern umfasst 54 Kompetenzen, gegliedert in 13 Lernbereiche über 4 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Sozialwesen am Realschule in Bayern ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Primärsozialisation in Familie und Kindertagesstätte, Sekundärsozialisation in der Schule, Kommunikation als Grundlage gelungener Sozialisation, Der Mensch als soziales Wesen, Jugendliche zwischen Kindheit und Erwachsensein, Verantwortung für sich und andere, Menschen mit Beeinträchtigungen, Partnerschaft, Ehe und Familie und weitere.
Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Sozialwesen passend zum Lehrplan?+
Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.
Ist dieser Lehrplan Sozialwesen aktuell?+
Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Sozialwesen am Realschule in Bayern.