Lehrplan Theater und Film – Gymnasium Bayern

41 Kompetenzen4 Lernbereiche1 Jahrgangsstufen

Der komplette Lehrplan Theater und Film für Gymnasium in Bayern — nach Jahrgangsstufen und Lernbereichen geordnet. Und mit Didoria erstellst du dazu in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde.

Aufbau

Lernbereiche nach Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufen 12–134 Lernbereiche
  • Theater und Film erschließen
  • Theater und Film gestalten
  • Theater und Film reflektieren
  • An Theater und Film teilhaben

Kompetenzen im Detail

Was Schüler:innen können sollen

Jahrgangsstufen 12–13

Theater und Film erschließen
8 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen bewusst Alltägliches und soziale Verhaltensweisen als Gegenstand künstlerischer Bearbeitung wahr, z. B. verfremdete Begrüßungs- und Bewegungsformen, Kommunikations- und Interaktionsformen, Auftrittsrituale.
  • 2unterscheiden anhand exemplarischer Beispiele Elemente der Spiel-, Theater- und Filmtheorie, z. B. Schauspielstile, historische Entwicklungen.
  • 3unterscheiden etablierte Erzählmodelle, z. B. Drei-Akt-Modell, Heldenreise.
  • 4erkunden Merkmale performativer Zugänge, z. B. Text und Zeit als Material, Raum als Mitspieler, Selbstreferentialität der Aktionen, Körper als Selbstausdruck, Ereignishaftigkeit der Aufführung, Atmosphäre und Wirkung, ästhetische Erfahrung, Zuschauende als kopräsente Mitspielende; experimentelle Formen des Films.
  • 5nehmen in kriteriengeleiteter Aufführungs- und Filmanalyse theatrale und filmische Gestaltungsmittel als solche wahr, beschreiben und deuten ihre Wirkungen, z. B. Lichttechnik und Lichtgestaltung, Tongestaltung, Musik, Sprache, Kostüm, Requisit, Objekt, Perspektive, Raum/Bühne, Einstellungsgröße, Kamerafahrt, Situation, Konflikt, Handlungslogik, Figurenkonstellation.
  • 6erkunden Merkmale dramatischer Inszenierungsweisen, z. B. Textdominanz, Raum als Illusionsraum, Verweis von Rolle bzw. Figur auf ein „Als-ob", Kausalität und Linearität der Handlung, Schnittfolgen/Montagetechniken.
  • 7erfassen szenische Strukturierungstechniken, z. B. freie und gebundene Formen, Handlungsbögen, Mittel der Spannungserzeugung, Verknüpfung von Einzelelementen, dramaturgische Grund- und Kompositionsprinzipien, z. B. Kontrast, Wiederholung, Steigerung.
  • 8untersuchen Bauformen und Genres des Films sowie des Theaters wie Trick-, Spiel-, Dokumentar-, Experimentalfilm; klassisches, naturalistisches, episches, dokumentarisches, performatives Theater.
Theater und Film gestalten
19 Kompetenzen
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  • 1unterscheiden und wenden verschiedene Methoden der Rollenarbeit an, z. B. Rollenbiografie, Subtext-/Backstoryerarbeitung.
  • 2erforschen und zeigen den Körper hinsichtlich seiner Beschaffenheit, seines Aussehens, seiner Phänomenalität; stellen den Körper in seinem So-Sein und nicht als Zeichenkörper aus.
  • 3verfügen über ein Repertoire an theatralen bzw. filmischen Gestaltungsmitteln, setzen diese entsprechend einer ästhetischen und thematischen Konzeption ein und bieten verschiedene Lösungsmöglichkeiten an.
  • 4erzeugen mithilfe von Körper und Stimme Bühnenpräsenz bzw. Präsenz vor der Kamera und probieren die unterschiedlichen Präsentationsformen von Spieler/Spielerin und Mitspieler/Mitspielerin, Rolle, Figur und Selbst aus.
  • 5erkunden Objekte und Materialien sowie ihre Eigenschaften; stellen diese in experimentellen Situationen aus.
  • 6wählen Kostüm, Requisit und Maske aus und setzen sie bewusst als Zeichenträger ein.
  • 7nehmen sich bewusst in ihren Bewegungen im Raum und in der Zeit wahr und spielen mit Objekten.
  • 8entwickeln und etablieren atmosphärische Wahrnehmungswelten.
  • 9entwerfen, finden und/oder adaptieren Spielvorlagen, z. B. mittels dramatischer, nicht-dramatischer, lyrischer, biographischer Texte bzw. Filmideen/Genres.
  • 10erforschen, wählen aus und entwerfen symbolische Spielräume, Drehorte und Filmsets.
  • 11erfahren den Raum hinsichtlich seiner Architektur, Struktur, Materialität, Topografie, Historie; stellen den Raum in seiner Eigenart aus, z. B. site specific theatre.
  • 12setzen Ton und Musik, Stimme und Klang, Licht und Medien bewusst ein.
  • 13erarbeiten und mischen analoge und digitale Spielansätze; präsentieren Hybridformate.
  • 14unterscheiden zwischen Entwicklungs-, Produktions- und Publikumsdramaturgie bzw. Vorproduktion, Produktion, Postproduktion.
  • 15erproben und rhythmisieren Szenen, z. B. Freeze, Slow Motion, Parallelmontage, Schnittreihenfolge/-tempo.
  • 16entwerfen und realisieren Inszenierungs- bzw. Regiekonzepte und bedenken deren Wirkungsabsichten mit.
  • 17wenden dramaturgische Grundprinzipien an, z. B. Heldenreise, Drei-Akt-Modell, sowie Kompositionsmethoden mit dem Ziel der Gestaltung eines schlüssigen Gesamtkonzepts.
  • 18wählen zeitgenössische Kunstpraktiken aus, z. B. Theater und Film als Labor, als Forschung, als Intervention; experimentieren mit Settings und Präsentationsformen.
  • 19finden verschiedene Präsentationsformen vor Publikum, z. B. Performance im öffentlichen Raum, Werkschau, schulische Theateraufführung, Filmpremiere, Teilnahme an Festivals und Wettbewerben, Präsentation im virtuellen Raum.
Theater und Film reflektieren
10 Kompetenzen
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  • 1deuten und reflektieren Präsentationen unter dem Aspekt der Performativität, z. B. markante Momente, Wahrnehmung und Erfahrung, Atmosphäre und Wirkung, Irritation und Fremdes, Form als Protagonist.
  • 2reflektieren und bewerten theater- und filmästhetische Prozesse und Produkte.
  • 3begreifen Theater und Film als symbolische Repräsentation von Welt und erkennen die Als-ob-Situation der Aufführung im Unterschied zur Realität.
  • 4kommunizieren unter Verwendung von Fachbegriffen und äußern sich in schriftlicher und/oder mündlicher Form, z. B. Aufführungsanalyse, Theater-/Filmkritik, Erinnerungsprotokoll.
  • 5verstehen Spielvorhaben als kommunikative Anlässe und das Publikum als aktiven Part einer Inszenierung.
  • 6recherchieren die institutionellen Rahmenbedingungen von Theater und Film, z. B. Akteure, Berufe, gesellschaftliche Funktionen, Ökonomie.
  • 7initiieren und wenden verschiedene Rezeptionsverfahren an, z. B. Publikumsgespräch, Kommentar, Blog, digitale Formate, produktiv-kreative Methoden der Auseinandersetzung.
  • 8setzen sich mit theatral-filmischen Gestaltungsprozessen im öffentlichen Raum auseinander.
  • 9nehmen das Zusammenspiel von Inszenierung und Publikum wahr, wie z. B. den Adressatenbezug, Wechselwirkungen oder die Feedbackschleife.
  • 10reflektieren das Medium Film in experimentellen Formen, z. B. moderne Filmformate, innovative digitale Kurzformen.
An Theater und Film teilhaben
4 Kompetenzen
Stunde planen
  • 1nehmen im Rahmen eines Projekts aktiv am kulturellen Leben ihres Lebensumfelds teil und tauschen sich mit anderen Theater-/Filmschaffenden oder Publikum aus.
  • 2stellen individuelle, gesellschaftliche und interkulturelle Bezüge zur eigenen Lebenswelt her und nehmen sich als Theater-/Filmschaffende wahr.
  • 3orientieren sich in sich verändernden kulturellen Kontexten, z. B. Social Media-Plattformen, Formenvielfalt, lokale und regionale Prägungen; hinterfragen Inszenierungspraktiken des Alltags im Hinblick auf digitale Medien und soziale Netzwerke.
  • 4entwickeln ein Verständnis für interdisziplinäre Bezüge zwischen Theater/Film und anderen Künsten unter dem verbindenden Aspekt der Performanz.
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Häufige Fragen

Lehrplan Theater und Film – Gymnasium Bayern

Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Theater und Film für Gymnasium in Bayern?+

Der Lehrplan Theater und Film am Gymnasium in Bayern umfasst 41 Kompetenzen, gegliedert in 4 Lernbereiche über 1 Jahrgangsstufen.

Welche Lernbereiche deckt Theater und Film am Gymnasium in Bayern ab?+

Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Theater und Film erschließen, Theater und Film gestalten, Theater und Film reflektieren, An Theater und Film teilhaben.

Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Theater und Film passend zum Lehrplan?+

Mit Didoria wählst du einen Lernbereich aus diesem Lehrplan und erhältst in Minuten eine fertige, lehrplankonforme Unterrichtsstunde mit Lernzielen, Phasen und Methoden.

Ist dieser Lehrplan Theater und Film aktuell?+

Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Theater und Film am Gymnasium in Bayern.