Aufbau
Lernbereiche nach Jahrgangsstufe
- Miteinander leben – Eigene Aufgaben bedenken
- Religiöses Leben – Ausdrucksformen des Islams kennen
- Glaubenslehre des Islams – Gottesvorstellungen reflektieren
- Propheten – Gottes Offenbarungen erklären
- Muhammads Leben und Wirken – Eigenschaften von Vorbildern
- Koran und Schrifttradition – Fachsprache entwickeln
- Geschichte und Geographie des Islams – Historische Kontexte
- Religionen und Weltanschauungen – Gemeinsamkeiten und
- Miteinander leben – Konflikte erkennen und lösen
- Religiöses Leben – Gebet verstehen
- Glaubenslehre des Islams – Göttliche Begleitung verstehen
- Propheten – Botschafter und Botschaften reflektieren
- Muhammads Leben und Wirken – Offenbarung deuten
- Koran und Schrifttradition – Überlieferung erklären
- Geschichte und Geographie des Islams – Heterogenität wahrnehmen
- Religionen und Weltanschauungen – Judentum und Christentum
- Miteinander leben – Partnerschaft gestalten
- Religiöses Leben – Rhythmen des Lebens erklären
- Glaubenslehre des Islams – Offenbarungen reflektieren
- Propheten – Orientierung gewinnen
- Muhammads Leben und Wirken – Konflikte lösen
- Koran und Schrifttradition – Überlieferungen nachgehen
- Geschichte und Geographie des Islams – Kulturelle
- Religionen und Weltanschauungen – Feste reflektieren
- Miteinander leben – Sinn finden
- Religiöses Leben – Verantwortung entwickeln
- Glaubenslehre des Islams – Göttliche Botschaften interpretieren
- Propheten – Weisheit verstehen
- Muhammads Leben und Wirken – Familiengeschichte(n) verstehen
- Koran und Schrifttradition – Überlieferungen aktualisieren
- Geschichte und Geographie des Islams – Herrschaftskonflikte
- Religionen und Weltanschauungen – Religiöse Erscheinungsformen
- Miteinander leben – Partnerschaft und Familie reflektieren
- Religiöses Leben – Spiritualität diskutieren
- Glaubenslehre des Islams – Menschliche Freiheit reflektieren
- Propheten – Ungerechtigkeiten entgegentreten
- Muhammads Leben und Wirken – Frieden gestalten
- Koran und Schrifttradition – Überlieferungen erklären
- Geschichte und Geographie des Islams – Glaubensrichtungen
- Religionen und Weltanschauungen – Extremismus reflektieren
- Miteinander leben – Menschenrechte erörtern
- Religiöses Leben – Frömmigkeit wahrnehmen
- Glaubenslehre des Islams – Leben angesichts des Todes bedenken
- Propheten – Frauen als Vorbilder verstehen
- Muhammads Leben und Wirken – Sich mit Vorbildern
- Koran und Schrifttradition – Überlieferungen kritisch reflektieren
- Geschichte und Geographie des Islams – Glaubenskonflikte
- Religionen und Weltanschauungen – Fernöstliche Religionen
Kompetenzen im Detail
Was Schüler:innen können sollen
Jahrgangsstufe 5
- 1verstehen, welche Auswirkungen Veränderungen wie ein Schulwechsel auf ihre Person und ihr Leben haben, und tauschen sich mit anderen darüber aus.
- 2machen sich ihre eigenen Stärken, aber auch Grenzen bewusst und setzen eigene Fähigkeiten verantwortlich ein, um das Zusammenleben in der Schule und ihrem Umfeld positiv zu gestalten.
- 3erkennen, dass Hadithe für Musliminnen und Muslime Anweisungen für den richtigen Umgang mit anderen Menschen bieten, aus welchen man Wertmaßstäbe ableiten kann.
- 1beschreiben den Ablauf der beiden großen islamischen Feste, das Opfer- und Ramadanfest, und berichten über persönliche Erfahrungen und Gefühle.
- 2erläutern die Bedeutung des Opfer- und des Ramadanfestes für die Musliminnen und Muslime und leiten daraus passende Haltungen im Umgang mit anderen Menschen ab.
- 3identifizieren das gemeinsame Feiern und Beten als gemeinschaftsstiftend.
- 4beschreiben die unterschiedlichen Funktionen einer Moschee innerhalb der muslimischen Gemeinde (umma) und der in einer Moschee tätigen Personen.
- 5ordnen grundlegende bauliche Elemente einer Moschee ihren Funktionen zu.
- 6hören den Gebetsruf im arabischen Original und erläutern mithilfe der deutschen Übersetzung die Bedeutung des Gebetsrufs.
- 1vergleichen das islamische Glaubensbekenntnis im arabischen Original mit der deutschen Übersetzung in einfachen Worten und erklären die Bedeutung eines gemeinsamen Bekenntnisses für den islamischen Glauben.
- 2erkennen und verstehen die arabische Wortwurzel s-l-m im Kontext zentraler arabischer Begriffe.
- 3reflektieren altersgemäß die muslimische Vorstellung von Gott als Schöpfer der Welt und des Lebens und benennen weitere Eigenschaften und Fähigkeiten Gottes.
- 4leiten aus ihrer Kenntnis der Fähigkeiten und Eigenschaften Gottes ab, was diese für Musliminnen und Muslime, für das Zusammenleben und die Verantwortung gegenüber der Schöpfung bedeuten.
- 5deuten zentrale koranische Suren zum Thema Schöpfungsordnung und Verantwortung des Menschen altersgerecht.
- 1erkennen anhand von Beispielen, dass sich nach islamischem Verständnis Gott den Menschen auf unterschiedlichen Wegen mitgeteilt hat.
- 2beschreiben das Selbstverständnis des Korans als Rede Gottes, die dem Propheten Muhammad durch den Engel Dschibrīl offenbart wurde.
- 3leiten aus der Offenbarung die Erkenntnis ab, dass im Islam Propheten Botschafter Gottes sind.
- 1beschreiben die Struktur der Familie des Gesandten und charakterisieren die schwierigen Kindheits- und Jugendjahre Muhammads.
- 2erkennen, dass Muhammad trotz der widrigen Umstände nach islamischem Verständnis ein vorbildlicher Mensch war, und beschreiben seine guten Eigenschaften.
- 3reflektieren darüber, wie sie sich in konkreten Situationen ihres eigenen Lebens vorbildlich verhalten können.
- 1erklären in Grundzügen den Aufbau des Korans.
- 2charakterisieren Hadithe und ihre Funktionen aus heutiger Sicht.
- 3erklären den Unterschied zwischen Koran und Hadith.
- 4übertragen einfache Aussagen aus Koran und Hadithen auf das tägliche Leben von Musliminnen und Muslimen.
- 1erschließen mithilfe einer Karte der arabischen Halbinsel die geographischen Besonderheiten zur ersten Orientierung im Raum und leiten daraus Folgen für die damaligen Lebensbedingungen ab.
- 2beschreiben in Grundzügen die Besonderheiten der damaligen arabischen Gesellschaft und erklären deren Auswirkung auf den Islam.
- 3vergleichen das gegenwärtige muslimische Leben in Deutschland mit dem im 7. Jh. auf der arabischen Halbinsel.
- 1beschreiben zentrale Gemeinsamkeiten der monotheistischen Weltreligionen, indem sie sich auf verbindende Persönlichkeiten beziehen.
- 2vergleichen auf der Grundlage eines altersgemäßen Verständnisses Gottesvorstellungen der monotheistischen Religionen und respektieren sie in ihrer Vielfalt.
- 3setzen zentrale Glaubensäußerungen von Judentum, Christentum und Islam in Beziehung zueinander.
- 4respektieren die unterschiedlichen Gebetsstätten der drei monotheistischen Religionen und verstehen ihre jeweilige Ausstattung und Bedeutung für die Gläubigen.
Jahrgangsstufe 6
- 1nehmen wahr, dass sie in verschiedenen sozialen Beziehungen leben, in denen es auch Konflikte geben kann, und tauschen sich über persönliche Erfahrungen aus.
- 2zeigen Möglichkeiten der friedlichen Bewältigung von Konflikten auf und stellen an konkreten Beispielen dar, welche davon in der jeweiligen Situation sinnvoll sind.
- 3erläutern Koranstellen und Hadithe, die Anweisungen für den richtigen Umgang mit Mitmenschen beinhalten, deuten diese vor dem Hintergrund des göttlichen Schöpfungsprinzips der Friedfertigkeit und stellen Bezüge zu Konfliktsituationen in ihrem Umfeld her.
- 4erkennen und reflektieren die Bedeutung von Regeln und Gesetzen für das zwischenmenschliche Leben und geben Beispiele aus ihrer eigenen Erfahrungswelt.
- 5vergleichen Regeln in anderen Religionen miteinander und erkennen, dass die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen ein wesentliches Grundprinzip von Religion ist.
- 1nehmen die Notwendigkeit eines geregelten Tagesablaufs wahr und tauschen sich über ihren eigenen aus.
- 2erläutern aus muslimischer Perspektive die Bedeutung und den Nutzen des täglichen Pflichtgebets, insbesondere für einen geregelten Tagesrhythmus.
- 3beschreiben Anlässe, Vorbereitungen, Zeiten und Ablauf des muslimischen Pflichtgebets.
- 4unterscheiden Formen des islamischen Gebets.
- 5tauschen sich anhand passender Koranstellen und Hadithe über Körperpflege und Hygiene als Bestandteil der Glaubenspraxis aus und diskutieren über die Bedeutung von Sauberkeit und Hygiene im Alltag.
- 1beschreiben den Glauben an die Engel im Islam und erarbeiten anhand passender Koranstellen Namen, Eigenschaften und Aufgaben von Engeln.
- 2beschreiben die besondere Rolle des Engels Gabriel und geben in eigenen Worten das Ereignis der ersten Offenbarung wieder.
- 3vergleichen und reflektieren die Vorstellung von Engeln in anderen Religionen.
- 4diskutieren kritisch über den Glauben an Engel in der Volksfrömmigkeit und den Umgang mit Engeln in ihrer Lebenswelt.
- 1beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den im Koran erwähnten Gesandten Gottes.
- 2beschreiben die gemeinsame Kernbotschaft der im Koran erwähnten Gesandten.
- 3erschließen aus einschlägigen Korantexten, dass jedem Volk ein Auserwählter gesandt wurde, um es an die Kernbotschaften zu erinnern, und dass sich alle Auserwählten aufeinander beziehen.
- 4diskutieren anhand ausgewählter Beispiele darüber, wie Propheten mit Vorwürfen umgegangen sind, und leiten daraus Konsequenzen für Musliminnen und Muslime ab.
- 1beschreiben das erste Offenbarungserlebnis des Propheten.
- 2systematisieren ihr individuelles Vorwissen mithilfe der Kenntnis über das Berufungserlebnis, die Folgen und die Umstände, unter denen dies geschah, und über die Bedeutung des ersten Offenbarungsverses.
- 3reflektieren auf altersgemäße Weise die Bedeutung der Offenbarung für Musliminnen und Muslime.
- 1stellen die Bedeutung des Korans für die Musliminnen und Muslime dar und leiten daraus den respektvollen Umgang mit dem Koran für Musliminnen und Muslime ab.
- 2erläutern die Herkunft der Bezeichnung Koran.
- 3geben Auskunft über das Themenspektrum der Hadithe.
- 4unterscheiden die Begriffe Hadith, Sīra und Sunna.
- 1beschreiben mithilfe einer Weltkarte die Verbreitung des Islams.
- 2unterscheiden exemplarisch verschiedene kulturelle Ausprägungen in den unterschiedlichen muslimischen Ländern.
- 1verstehen und beschreiben wesentliche Glaubensinhalte des Judentums und bringen sie in Verbindung mit dem gelebten Judentum.
- 2verstehen und beschreiben wesentliche Glaubensinhalte des Christentums und erläutern, inwiefern der Umgang Jesu mit den Armen, Schwachen und Ausgestoßenen Konsequenzen für ihr gegenwärtiges Handeln haben kann.
Jahrgangsstufe 7
- 1unterscheiden verschiedene Arten von Liebe und Freundschaft.
- 2tauschen sich über den Umgang mit den Schattenseiten von Liebe und Freundschaft aus, um ihr eigenes und fremdes Verhalten besser zu verstehen.
- 3verstehen und reflektieren die Voraussetzungen einer guten Partnerschaft im Islam.
- 1erkennen die Bedeutung des Fastens im Islam.
- 2beschreiben grundsätzliche Regeln des Fastens und Besonderheiten während des Ramadans.
- 3nehmen wahr, dass das Leben durch natürliche und kulturelle Rhythmen geprägt ist.
- 4reflektieren ihre Zeiteinteilung.
- 5unterscheiden verschiedene Kalender.
- 6erklären den islamischen Kalender, insbesondere mit den im Koran verankerten Festen.
- 1schildern und reflektieren auf altersgemäße Weise den für Musliminnen und Muslime sachgerechten Umgang mit dem Koran.
- 2beschreiben das Selbstverständnis der prophetischen Rede als Offenbarung des ursprünglichen Wortes Gottes und vergleichen die unterschiedlichen Manifestationen in den Schriften von Judentum, Christentum und Islam.
- 3benennen die Bedeutung des Korans für Musliminnen und Muslime als Wegweiser (Rechtleitung) und Unterstützung für das Leben.
- 4erklären, wie der Koran selbst Beziehungen zu Schriften der anderen monotheistischen Religionen und ihrer Gültigkeit herstellt.
- 1beschreiben die ethische Lebensweise aller Gesandten als richtungsweisend für Musliminnen und Muslime und übertragen vorbildliche Verhaltensweisen und Handlungen auf das tägliche Leben.
- 2erkennen die Gleichstellung aller Propheten als ein wesentliches Prinzip des Islams und leiten daraus Gemeinsamkeiten der monotheistischen Religionen ab, die zu einem friedlichen Miteinander beitragen.
- 3tauschen sich über zentrale Fragestellungen ihrer eigenen Erfahrungswelt aus und reflektieren, inwiefern Prophetenworte aus muslimischer Sicht Lösungsansätze dafür bieten können.
- 1beschreiben die Auswanderung (Hidschra) Muhammads von Mekka nach Medina.
- 2schildern die Probleme in der medinensischen Gesellschaft und würdigen die Darstellung Muhammads als Streitschlichter.
- 3diskutieren darüber, wie Konflikte zwischen verschiedenen Parteien geregelt werden können, und erkennen, dass eine gewaltlose Lösung durch Beratung eine religiöse Pflicht für Musliminnen und Muslime darstellt.
- 4erklären Ursachen und Konsequenzen von Migration und tauschen sich über mögliche eigene Migrationserfahrungen aus.
- 1erschließen anhand ausgewählter Textstellen zentrale Themen und Textarten des Korans.
- 2erklären die Bedeutung der Überliefererkette für die Klassifizierung einzelner Hadithe.
- 1beschreiben die wissenschaftlichen und kulturellen Errungenschaften der islamischen Welt im Mittelalter.
- 2erläutern die Auswirkungen der Errungenschaften der islamischen Welt für das Abendland und die heutigen Wissenschaften.
- 3diskutieren, wie heute der Austausch zwischen Religionen und Kulturen stattfindet, und leiten daraus Ziele und Anliegen ab, die Menschen unabhängig von nationaler, kultureller oder religiöser Zugehörigkeit haben.
- 1sind sich der Anlässe und der Bedeutung von Festen in ihrem Leben bewusst und schätzen diese als Bereicherung ihres Lebens.
- 2diskutieren und reflektieren die Bedeutung von staatlichen und religiösen Feiertagen in der heutigen Gesellschaft.
- 3beschreiben verschiedene religiöse Symbole und achten ihre Bedeutung für die jeweilige Glaubensgemeinschaft.
- 4erkennen die Bedeutung verschiedener religiöser Rituale, Pflichten und Vorschriften als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens und setzen sich mit dem Einfluss von Religion auf den persönlichen Lebensalltag religiöser Menschen auseinander.
Jahrgangsstufe 8
- 1setzen sich kritisch mit den Sinngebungen ihrer Umwelt auseinander und diskutieren die Herausforderungen, sich ein eigenes Sinnsystem zu suchen.
- 2unterscheiden an ausgewählten Beispielen sinnvolle und problematische Angebote.
- 3verstehen die Antworten des Korans als Angebote für die Sinnfragen des Lebens und setzen sich konstruktiv damit auseinander.
- 4erörtern, wie sie auf der Suche nach Orientierung mit problematischen Angeboten sinnvoll umgehen und angemessen darauf reagieren können.
- 1nehmen wahr, welche Möglichkeiten sie haben, Verantwortung in ihrem näheren und weiteren Umfeld zu übernehmen.
- 2beschreiben, wie Musliminnen und Muslime anderen helfen.
- 3erkennen die Bedeutung von Verantwortung im Islam.
- 4unterscheiden zwischen seriösen und unseriösen Hilfsorganisationen.
- 1erarbeiten anhand verschiedener Koranstellen die Bedeutung von Gesandten für Musliminnen und Muslime.
- 2beschreiben das muslimische Verständnis der Rolle Muhammads als letzter Prophet Gottes und als sog. Siegel der Propheten.
- 3interpretieren Prophetenreden unter sozialkritischen Gesichtspunkten und leiten daraus Handlungsmöglichkeiten ab.
- 1definieren den Begriff der Weisheit und beschreiben unterschiedliche Lebensbereiche, in denen sich Weisheit zeigt.
- 2erarbeiten anhand ausgewählter Texte, dass nach diesen Gott die Propheten mit Weisheit ausgestattet hat.
- 3setzen sich kritisch mit der Notwendigkeit von Weisheit in unterschiedlichen Bereichen des Lebens auseinander.
- 1erschließen Ursachen für die Ehen Muhammads mit mehreren Frauen und setzen sich anhand ausgewählter Beispiele kritisch mit der Beziehung Muhammads zu seinen Frauen auseinander.
- 2stellen wichtige Figuren im Umfeld Muhammads dar und reflektieren ihre Rolle bei der Ausbreitung des Islams und der Verschriftlichung des Korans.
- 1definieren den Begriff Tafsīr im religiösen Sinn und erkennen die Bedeutung der Koranexegese aufgrund der Schwierigkeit, einige Korantexte zu verstehen und zu erklären.
- 2charakterisieren klassische Auslegungsarten des Korans.
- 3nehmen wahr, dass es keine allgemein gültige Interpretation des Korans gibt.
- 4unterscheiden zwei Typen von Hadith-Sammlungen und benennen die bekanntesten Sammler.
- 5erläutern die Bedeutung von Hadithen für die traditionelle Koranexegese.
- 1erarbeiten die Grundlagen und Fragestellungen der Quellen- und Textkritik; durch die Rekonstruktion einer historischen Figur aus dem Umfeld Muhammads und einer zeitgenössischen Figur und reflektieren das Grundproblem der Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit von Quellen.
- 2erklären in Grundzügen, wie es aufgrund der Streitigkeiten um Muhammads Nachfolge zum Schisma in der islamischen Frühgeschichte kam, und setzen sich altersgemäß mit der Problematik der Konstruktion von Geschichte auseinander.
- 3beschreiben die beiden großen Kalifate der Umayyaden und Abbasiden hinsichtlich der Ausbreitung des Islams und bedeutsamer Errungenschaften.
- 4beschreiben in Grundzügen andere bedeutende Dynastien der islamischen Geschichte und setzen sich an einem ausgewählten Beispiel damit auseinander, wie sich Herrschaftsstrukturen auf das Leben der Menschen, das Zusammenleben der Religionen und die kulturelle Entwicklung auswirken.
- 1beschreiben den Entstehungsprozess der zentralen heiligen Schriften des Judentums, Christentums und Islams und stellen ihre jeweilige Rolle für die Glaubensgemeinschaft dar.
- 2zeigen Verständnis für die Überzeugung jüdischer, christlicher und islamischer Gläubiger, dass es sich bei ihren heiligen Schriften um eine Botschaft göttlichen Wirkens handelt.
- 3unterscheiden verschiedene Formen von Schriftverständnis.
- 4unterscheiden und respektieren unterschiedliche Gebets- und Meditationsformen als Antwort des Menschen auf die Offenbarung in den verschiedenen Religionen.
Jahrgangsstufe 9
- 1charakterisieren auch vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen verschiedene Formen des Zusammenlebens nach unterschiedlichen Kriterien.
- 2formulieren eigene Wünsche und Erwartungen in Bezug auf Partnerschaften und setzen sich kritisch mit idealisierten Vorstellungen diesbezüglich auseinander.
- 3erklären das Verständnis von Ehe zu Muhammads Zeiten und vergleichen dieses mit aktuellen Vorstellungen von Partnerschaft, um altersgemäß über den Zusammenhang von Ehe und partnerschaftlichen Beziehungen in Tradition und Religion zu diskutieren.
- 1tauschen sich darüber aus, was ihnen im Alltag Ruhe, Sicherheit und Kraft gibt, und reflektieren den Stellenwert religiöser Frömmigkeit im Leben von Musliminnen und Muslimen.
- 2diskutieren das Spannungsfeld von traditionellem Ritual und spirituellem Gehalt.
- 1tauschen sich über die Frage aus, was sie in ihrem Leben als unabwendbar betrachten und wo sie Einflussmöglichkeiten sehen.
- 2unterscheiden verschiedene religiöse und philosophische Vorstellungen von Vorherbestimmung und Freiheit des Menschen.
- 3erschließen anhand ausgewählter Textbeispiele das Zusammenspiel von göttlicher Bestimmung und Freiheit des Menschen im Islam.
- 4erkennen, dass der Koran weder Fatalismus noch Schicksalsgläubigkeit lehrt und die Verantwortung bei jedem einzelnen liegt.
- 1formulieren konkrete Fragestellungen, die Ungerechtigkeiten in der Welt aufzeigen und den Frieden gefährden.
- 2erläutern in Bezug auf ausgewählte Fragestellungen Ursachen und Folgen von Ungerechtigkeit in der Welt.
- 3reflektieren mögliche Lösungswege der gewählten Fragestellungen und zeigen unter Einbezug islamischer Moralvorstellungen Konsequenzen für das Verhalten im Alltag auf.
- 4beschreiben, wie ausgewählte Propheten mit Ungerechtigkeiten in ihrer Umwelt umgegangen sind.
- 1beschreiben in Grundzügen Konflikte und Verhandlungen Muhammads in der medinensischen Zeit (622-632) und verorten diese historisch sowie geographisch.
- 2erläutern auf der Basis ihrer Kenntnis ausgewählter Koranstellen zu Konflikten und Verhandlungen Muhammads in der medinensischen Zeit den Zusammenhang zwischen dem Verlauf konfliktbeladener Jahre Muhammads in Medina und der Offenbarung bestimmter Koranpassagen.
- 3beschreiben das Bemühen Muhammads um einen langfristigen und beständigen Frieden in Medina und auf der arabischen Halbinsel und reflektieren das ambivalente Verhältnis zu den jüdischen Stämmen in Medina.
- 1erklären ausgewählte Koransuren in Bezug auf die im Islam dargestellten Offenbarungsanlässe.
- 2beschreiben und erläutern exemplarisch das Zusammenspiel von Sunna und Koran.
- 1stellen die Entwicklung von Glaubensrichtungen und religiösen Strömungen dar.
- 2erläutern Konzepte islamischer Normativität.
- 3diskutieren über die islamische Normenlehre und mögliche Auswirkungen auf die moderne Lebenswelt.
- 1beschreiben differenziert unterschiedliche Formen von Extremismus und ihre Folgen.
- 2erkennen, dass religiöser Extremismus einen Missbrauch der Religionen darstellt, und treten dagegen ein.
- 3reflektieren mögliche Ursachen einer religiösen Radikalisierung und diskutieren Möglichkeiten, diesen entgegenzuwirken.
- 4erkennen Gemeinsamkeiten im Ethos der Weltreligionen und setzen sich mit religionsübergreifend anerkannten Regeln auseinander.
- 5beschreiben Herausforderungen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionen, Weltanschauungen und Kulturen und treten in ihrem Lebensumfeld für Toleranz und friedlichen Umgang miteinander ein.
Jahrgangsstufe 10
- 1reflektieren umfassend den Begriff der Würde und erkennen, dass jedem Menschen eine von Aussehen, Herkunft, Religion und Geschlecht unabhängige Würde innewohnt.
- 2verstehen die Menschenrechte als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens und als Rechte aller Menschen.
- 3erkennen Gemeinsamkeiten zwischen Menschenrechten und den Rechten der Menschen in Koran und Sunna.
- 4diskutieren in angemessener Sprache und unter Verwendung einschlägiger Termini über die Rolle der Medien in der demokratischen Gesellschaft, ihre Verantwortung und Grenzen.
- 1erläutern den Ursprung der Wallfahrt nach Mekka und reflektieren deren Bedeutung für Musliminnen und Muslime.
- 2schildern Voraussetzungen, Regeln, Ablauf und Sinn der einzelnen Abschnitte des Hadsch.
- 3vergleichen Wallfahrten in unterschiedlichen Religionen.
- 4reflektieren die mögliche Bedeutung einer Wallfahrt für das eigene Leben.
- 1vergleichen verschiedene religiöse und philosophische Vorstellungen zum Thema Tod und Leben nach dem Tod und nehmen Stellung dazu.
- 2erörtern unterschiedliche Ideen des Lebens nach dem Tod in der islamischen Theologie und Philosophie.
- 3beschreiben islamische Bestattungsrituale und nehmen die Herausforderungen der Bestattung in nichtmuslimischen Ländern wahr.
- 4formulieren ethische Konfliktthemen und Fragestellungen im Grenzbereich des Lebens und erschließen eine ausgewählte Problemstellung differenziert und sachgerecht, auch unter Einbezug islamischer Sichtweisen.
- 1vergleichen auf der Basis ihrer Kenntnis zentraler Frauengestalten im Koran diese hinsichtlich ihrer besonderen theologischen und literarischen Rolle.
- 2beschreiben und erkennen die Vorbildrolle der Ehefrauen Muhammads im Islam als Mütter der Gläubigen und reflektieren die herausragende Bedeutung Chadīdschas als Beispiel einer emanzipierten Frau.
- 3diskutieren das im Koran beschriebene Rollenbild der Frau in seiner historischen wie aktuellen Bedeutung.
- 1erklären die im Koran dargestellten Umstände der Offenbarung des Korans und der Prophetie.
- 2erschließen mithilfe ausgewählter Suren, wie Muhammad im Koran dargestellt wird.
- 3diskutieren den Umgang mit der Figur des Propheten in der Gegenwart.
- 1formulieren kontroverse Themen im Zusammenhang mit Koran und Hadith.
- 2bewerten und begründen die Aussagekraft überlieferter Prophetenworte im heutigen Kontext unter Berücksichtigung der Koranexegese.
- 3erkennen die Interpretationsbedürftigkeit des Korans und die damit verbundenen Herausforderungen für seine Übertragbarkeit in die Gegenwart.
- 1beschreiben die Heterogenität und Vielfalt muslimischer Glaubensrichtungen.
- 2vergleichen den gelebten Islam in verschiedenen Gesellschaften.
- 3reflektieren den Umma-Begriff und dessen Bedeutung für die Musliminnen und Muslime in der Gegenwart.
- 4erörtern aktuelle Themen in Bezug auf den Islam, die in Deutschland kontrovers diskutiert werden.
- 1nehmen Ideen und Ausdrucksformen fernöstlicher Religionen in unserer Gesellschaft genau wahr und beschreiben ihre Bedeutung.
- 2erläutern Grundzüge des Hinduismus als geistige Voraussetzung für den Buddhismus und erklären wesentliche Aspekte von Lehre und Ethik des Buddhismus.
- 3begegnen der fremden Religion respektvoll und bringen im Dialog eigene Einstellungen zur Sprache.
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Häufige Fragen
Lehrplan Islamischer Unterricht – Gymnasium Bayern
Wie viele Kompetenzen umfasst der Lehrplan Islamischer Unterricht für Gymnasium in Bayern?+
Der Lehrplan Islamischer Unterricht am Gymnasium in Bayern umfasst 172 Kompetenzen, gegliedert in 48 Lernbereiche über 6 Jahrgangsstufen.
Welche Lernbereiche deckt Islamischer Unterricht am Gymnasium in Bayern ab?+
Zu den Lernbereichen gehören unter anderem: Miteinander leben – Eigene Aufgaben bedenken, Religiöses Leben – Ausdrucksformen des Islams kennen, Glaubenslehre des Islams – Gottesvorstellungen reflektieren, Propheten – Gottes Offenbarungen erklären, Muhammads Leben und Wirken – Eigenschaften von Vorbildern, Koran und Schrifttradition – Fachsprache entwickeln, Geschichte und Geographie des Islams – Historische Kontexte, Religionen und Weltanschauungen – Gemeinsamkeiten und und weitere.
Wie plane ich eine Unterrichtsstunde Islamischer Unterricht passend zum Lehrplan?+
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Ist dieser Lehrplan Islamischer Unterricht aktuell?+
Ja. Die Kompetenzen und Lernbereiche folgen dem gültigen Lehrplan für Islamischer Unterricht am Gymnasium in Bayern.